Sacco  Acryl 2016

 

Über die Trauma-Genese der Homosexualität – eine Richtigstellung         von Frank Sacco

 

 

Vorwort Müller: Das Thema ist nicht neu bei WB, sagt Frank Sacco, Doktor der Medizin. Es ist aber soooo wichtig, daher nochmal in vielleicht anderer Form. "Die Kirchen haben die Sexualität vergiftet," zitiert Sacco Uta Ranke–Heinemann, und nach seiner Aussage können religiöse Traumata so gravierend sein, dass es zu einer sexuellen Umorientierung kommt (Bild: bykst, pixabay).

 

 

Über die Trauma-Genese der Homosexualität

Eine Richtigstellung von Frank Sacco

 

Freud wird in der therapeutisch tätigen Homosexuellen-Szene mit Absicht falsch zitiert. Es ist unglaublich manipulativ, wenn  Charlotte Wolff in  "Psychologie der lesbischen Liebe" erklärt, Sigmund Freud lasse "keinen Zweifel daran, dass Homosexualität eine normale Veranlagung“ und damit keine Traumafolge darstelle. Sie macht hier als Wissenschaftlerin wissentlich eine Falschaussage.  Das ist insofern gefährlich, als dass wir eine hohe Depressions- und Suizidrate  der Betroffenen verzeichnen. Dr. Lieselotte Mahler, Vorsitzende des DGPPN-Referates "Sexuelle Orientierungen und Geschlechtsidentitäten in Psychiatrie und Psychotherapie", negierte mir gegenüber ebenfalls  die Möglichkeit der Traumagenese. Ich solle mich in der Literatur „belesen“. Sie ist Mitglied im LSVD. Und die Unwahrheiten gehen weiter. Forscher seien „sich sicher“, so ist heute im Internet zu lesen, „epigenetische Faktoren“ würden Homosexualität bestimmen. Dabei wurden von den zitierten Forschern lediglich Vermutungen geäußert.

 

Freud lehrte, normale kindliche Sexualität (das „Doktorspiel“) könne sich amgegengeschlechtlichen Menschen "aufgrund von Verboten" zunächst „nicht ausleben“. Die Gentheorie ließ er zwar mit den  Worten gelten, er könne die „Mitwirkung konstitutioneller Faktoren“ nicht abweisen, müsse da aber „zurückhaltend“ sein. Sie seien „ohne Berücksichtigung der psychischen Genese der Homosexualität aufgestellt“ worden. Doch Freud bestand aus stichhaltigen Gründen auf der Traumagenese. In seiner Arbeit „Eine Kindheitserinnerung des Leonardo da Vinci“ schreibt er, die „Sehnsucht“ des Mannes nach der Frau mache später Ängsten vor der Frau Platz, die Ursache einer Impotenz in der Heterosexualität und zur Ursache einer „dauernden Homosexualität werden kann“.  Waren die Genitalien „ursprünglich der Stolz und die Hoffnung der Lebenden“ und hätten „göttliche Verehrung genossen“, so wäre im Umgang mit ihnen heute ein „schlechtes Gewissen“ das Resultat. Freud zu diesem Über-Ich-Problem: Normale sexuelle Betätigung wage man nur „unter den verbitterten Mahnungen eines schlechten Gewissens“. Nur widerwillig füge man sich den Geboten…“. Die angesprochene Verachtung der Geschlechtlichkeit haben wir natürlich  dem Klerus und seinem in Sexualdingen phobisch-neurotischen Christentum zu verdanken. Freud: „Bei allen unseren homosexuellen Männern gab es in der ersten… Kindheit eine sehr intensive erotische Bindung an eine weibliche Person…“. Meist sei das „die Mutter“, das Trauma in dem Fall also  ein Inzesttrauma. Dadurch werde man homosexuell.

 

Freud weiter: Die neuen Lieben der Homosexuellen seien „Ersatzpersonen“, Ersatz für Frauen. Wenn die Liebhaber Knaben nachliefen, so liefen sie in Wirklichkeit „anderen Frauen davon“. In Wahrheit unterliege der Homosexuelle „der Anziehung, die von Weibe ausgeht… wie ein Normaler“. So wählen  Homosexuelle in der Regel Berufe und Situationen, die sie tagsüber mit Frauen in möglichst sehr engen Kontakt bringen. Etliche heiraten sogar Frauen. Sie sind ja auf erotischem Gebiet durchaus hetero bzw. bi. Sexuell anziehend sind Homosexuelle untereinander zumeist nur, wenn sie in einem Rollenspiel eine Mittelstellung zwischen Mann und Frau einnehmen. Sie „brauchen“ halt beides in ihrem Partner: Mann und Frau. Die lesbische Frau spielt in gleicher Absicht oft die männliche Rolle. Seine „Aufklärungen“, so Freud, würden den „offiziellen Theorien der homosexuellen Wortführer „grell“ widersprechen. Auch die heutigen homosexuellen und lesbischen Psychiater sind nicht an einer Aufklärung interessiert,  ja  sie kämpfen massiv um die Veranlagungshypothese.

 

 

Auch der Einstein des Sex, Dr. Magnus Hirschfeld wird von Charlotte  Wolff falsch zitiert. Er und seine Mitarbeiter hätten der Theorie angehangen, die Sache sei "angeboren". Davon ist nichts wahr. Hirschfeld, hält es sogar für möglich, dass Homosexualität "zurückgehen wird", wenn sich die Gesellschaft entschließt, sich von der „Kirchensklaverei des Askesedogmas“ zu befreien und normale Sexualität angstfrei ausgelebt werden kann. Ein Teil der Homosexuellen habe "Furcht vor dem Weibe" als wirksam werdende Determinante. Ein schief gegangenes heterosexuelles Erlebnis habe bewirkt, dass "die Rückkehr zum Weibe aus Furcht nicht mehr erfolgt ist" (Quelle Geschlecht und Verbrechen", Seite 314). Diese Furcht entsteht, wenn Sexualität dem Kind als Sünde dargestellt und mit göttlicher Strafe im Jenseits in Verbindung gebracht wird. Sie löst als Erkrankung ein Sacco-Syndrom und in diesem Fall mit dem Symptom Homosexualität aus. Die Kirchen haben die Sexualität vergiftet, weiß Prof. Uta Ranke–Heinemann. Und nicht nur sie.

Wenn ein religiöses Trauma so gravierend ist, dass es zu einer sexuellen Umorientierung mit einer so hohen Depressions- und Suizidrate führt, ist die Psychiatrie in der Pflicht, das Trauma ernst zu nehmen. Sie ist in der Pflicht, auch eine nahezu regelhaft darauf folgende angstinduzierte Depression selbst aufzuarbeiten und die Geschädigten nicht, wie es geschieht,  zwecks Therapie zum Klerus zu überweisen. Sie ist in der Pflicht, sich gegenüber ihrem größten Arbeitgeber, den Amtskirchen, zu emanzipieren und  diese nach dem Verursacherprinzip aufzufordern, die Kosten der Therapie zu übernehmen. Deren Fundamentalismus mit ihrer permanenten Androhung jenseitiger ewiger Strafen stellt die hauptsächliche Ursache einer Paraphilie, und damit auch der Pädophilie dar. Der hier angesprochene Arbeitgeber wird immer radikaler. „Schlimmer“ als unter Hitler sei es für Sünder in Jesu Hölle, so der Kirchenautor Hans-Werner Deppe“ zu unseren Kindern.

Selbstverständlich kann auch eine  Diskriminierung durch die Umwelt in einen  Suizid führen. Doch führend ist hier nicht Scham, sondern übergroße Ängste. Sind diese in einem Sacco-Syndrom religiöser Natur, sind sie meist tief verdrängt und ein Trauma ist oftmals  nicht erinnerlich. Auch können Ängste in einer Trennungssituation mitbestimmend für die angesprochene extreme Selbstmordrate sein. Ca. 40 % der Österreichischen Suizide ereignen 

 

8 Antworten auf Über die Trauma-Genese der Homosexualität – eine Richtigstellung von Frank Sacco

 

1. Saco sagt:

3. Dezember 2016 um 11:00

Dr. Magnus Hirschfeld, selbst homosexuell und mit 2 Männern glücklich lebend, spricht es also als wirklicher Kenner und Betroffener aus: Es gibt eine Prophylaxe (wie mit einer Impfung) von Homosexualität und zwar dann, wenn wir die Kirchen in den Griff bekommen. Das ist bei der hohen Suizidrate im Milieu wissenschaftlich gut, aber uns bereichen ja auch unsere homosexuellen Freunde auf vielfältige Weise. Und sie machen uns freier im Denken. Und man kann in einer geglückten homosexuellen Beziehung glücklicher als in einer "normalen" sein, wenn man den Satz meiner Schwiegermutter nicht für einen Scherz nimmt, Männer und Frauen würden "nicht zusammen passen, nur unten. Da passts immer". 

 

2. Wilfried Müller sagt:

3. Dezember 2016 um 14:28

Ich wusste gar nicht, dass Männer- und Frauenfüße zusammenpassen …

 

3. Saco sagt:

3. Dezember 2016 um 16:22

Mea culpa. Hab doch die Schwiegermutti falsch zitiert. Sie sagte: "In der Mitte passts immer." Ist ein klassischer Freudscher Fehler von mir: Die Verdrängung alles Sexuellen…..

4. Saco sagt:

3. Dezember 2016 um 21:12

Da fällt mir ein: Schuhe! Sind die nicht unten? Hab grad gelesen: Wenn Frauen nicht Schuhe hätten, hätten sie gar keinen Sex mehr. Wirft das auf uns Männer nicht ein komisches Bild…?

 

5. Wilfried Müller sagt:

4. Dezember 2016 um 08:15

Eher auf die Frauen, finde ich. Meine Frau beansprucht 70% vom Schuhregal …

 

6. weissnicht sagt:

26. Dezember 2016 um 11:03

Da ist Wilfried aber noch gut weggekommen!

 

7. kantomas sagt:

30. Januar 2017 um 00:38

"Diese Furcht entsteht, wenn Sexualität dem Kind als Sünde dargestellt und mit göttlicher Strafe im Jenseits in Verbindung gebracht wird. Sie löst als Erkrankung ein Sacco-Syndrom und in diesem Fall mit dem Symptom Homosexualität aus."

Wie können wir diesen Religionsgeschädigten helfen:

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/homosexualitaet-bei-tieren-maennchen-mit-maennchen-weibchen-mit-weibchen-a-444512.html

 

8. Saco sagt:

30. Januar 2017 um 09:17

Sex im Tierreich ist etwas völlig anderes. Die führenden Psychiater auf dem Gebiet sagen zwar, wenn über 2000 Tiere homosexuell verkehren, könne man davon ableiten, die Orientierung sei "ohne jede Pathologie". Die Pathologie in den menschlichen Sexus bringen aber die Dogmen der Kirche hinein. Wir wissen, dass über 20 000 Tierarten Pädophilie betreiben. Das ist bei Tieren demnach noch normaler als Homosexualität. Beim Menschen in der BRD gilt Pädophilie und auch die Form der Pädohomophilie als Erkrankung – und wenn man sie auslebt, als Verbrechen. Bei Tieren zählt nur eines: die Reizung erogener Zonen und leckeres Essen.  Menschen sind etwas komplizierter. Sie haben das Über-Ich, die Sünde und die Hölle erfunden.  

 

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Die "Straßenmission glaubensfroher Christen" macht unsere Kinder unfroh und krank: 

„Der Sünder, der nach seinem Tod im unauslöschlichen Flammenmeer der Hölle ewige Pein leidet, erntet genau das, was er gesät hat.“

Ein Sacco-Suizid. Häufig, aber unnötig wie ein Kropf.

 

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