Eine neue Religion. Eine Religion nach Auschwitz

Wünschen wir uns auch eine gewaltfreie Neue christliche Religion, die ohne „Wahn“ auskommt, ohne Wunder, ohne einen Gott, der tatsächlich zu uns spricht.  Auschwitz hat gezeigt: Gott kann nicht helfend einschreiten. Er hat keine Hände. Wir sind seine Hände.  Nächstenliebe, Brüderlichkeit, Mitmenschlichkeit, Aufmerksamkeit und Mitleid oder Mitgefühl sind dagegen keine Wahnideen. Der Ort der ewigen Verdammnis und der „Gott“, der diesen Ort mitsamt seinen Teufeln betreiben soll, sind indes allesamt pure Irrglaubengebilde und abergläubische Erfindungen gewissenloser Geistlicher, die gesetzeswidrig ohne Legitimation bzw. ohne eine Unterschrift Gottes unter die Bibel damit reinen Terror im Eigennutz ausüben.

 

Auschwitz hat uns gelehrt, dass Folter jeder  Art, auch die durch irgendeinen Gott, die größte denkbare Unmenschlichkeit darstellt. Wir wollen keinen Gott eingeredet bekommen, der Hitlers Auschwitz in einem Großformat nachbaut. So ein folternder Gott der Sünde ist ja auch für uns alle hoffentlich undenkbar und unanbetbar. War denn Auschwitz sinnlos?  Auschwitz wäre sinnlos geblieben, wenn die Kirchen nicht von ihrem Auschwitz Hölle lassen. Auschwitz hatte keinen Sinn, wenn wir den Kirchen ihr Auschwitzpredigen  jetzt durchgehen lassen.  Nur ein grundgütiger und sündenfreier Gott,  nicht aber ein hitlergleicher Gott ist noch nach der Nazizeit noch wirklich denkbar und Kindern zumutbar. Nur zu einem solchen Gott läßt sich noch beten. Die jetzige Religion, die Religion vor einem Auschwitz, die Religion  vor der Apokalypse und vor der Hölle, flößt Kindern eine noch größere Angst ein, als jene, die Anne Frank hatte, die Angst  nämlich vor Hitlers KZ Bergen Belsen. Es ist die Angst Anne Franks, die unsere Psychiatrie stumm gemacht hat, stumm angesichts  der Grausamkeiten ihres Arbeitgebers Kirche.

 

Unser Alt-Bundespräsident Christan Wulff steht jedem religiösen Fundamentalismus entgegen, so in seiner Rede in Ankara. Terror bleibt nicht ungesühnt, sagt Kanzlerin Merkel am 20.5.2011. Meine Patienten schreiben mir Statements: „Wie soll ein Mensch den Begriff „Hölle“ verarbeiten, fragt Patient R. Wie sollen erst Kinder „Hölle verarbeiten“? Retten wir unsere Kinder doch einfach.

 

 

Kanzlerin Merkel ist gegen Terror

Die Gewaltkirchen hängen an unserem Tropf, dem Tropf der zahlenden Gläubigen

Diese unsere Religion als Wahn (besser: „Irrglauben“) zu bezeichnen ist die eigentliche große Leistung des Arztes Sigmund Freud. Er wusste auch: Jeder Mensch ist in Teilen seines Denkens paranoid, er muss es sein, um einigermaßen zufrieden durchs Leben zu kommen. Er wusste: Schizophrenien sind  heilbar und können vergehen, wie auch der Traum vergehe, der ebenfalls eine halluzinatorische Psychose sei. Die Halluzination ist keine Krankheit. Sie ist nur eine von vielen normalen Gehirnfunktionen. Parkinsonmedikamente, die die Dopamin - Konzentration erhöhen, führen bei Überdosierung regelhaft zu Halluzinationen.

 

Was tun wir nun mit unseren Kirchen? Die EKD hüllt sich seit 2008 in eisiges Schweigen, wenn ich sie mit berechtigten kritischen Gedanken konfrontiere. Schweigen zu Gewalt ist aber auch Gewalt, der entgegengetreten werden muss.  Ein sehr effizientes Machtmittel, gegen die Macht des Klerus und die Art seiner Gewaltausübung anzugehen, ist der Kirchenaustritt nach dem Beispiel Goesmann.   

Man kann ja seiner Kirche mitteilen, man plane einen Wiedereintritt, wenn sie die Bedingungen erfüllt habe, die ich der Staatsanwaltschaft Hannover im Jahr 2012 mitteilte. Hier kommen sie für Sie als Textauszug:

 

Der vorläufige Forderungskatalog der Gruppe 49 an meine Kirche ist schnell zusammengestellt: Verzicht auf Hölle als kirchlichen Drohbegriff / Verzicht auf die Geschichten Sündenfall, Sintflut, Babylon, Sodom und Gomorrha, soweit sie als gerechte Gottesgerichte beschrieben werden / Fußnoten in der Bibel, die darüber aufklären, dass wir heutigen Menschen uns mit dem Text nicht mehr identifizieren können (Beispiel: Vorkommen eines Teufels) / Abschaffung des Abendmahles als Schuldzuschreibung für den Tod Jesu am Kreuz / Streichung von Johannes 8/44, wo der Jesus der Bibel das Volk der Juden zu Teufelskindern erklärt / Streichung von Lukas 17 aus der Bibel, wo der Jesus der Bibel uns einen Holocaust, die Apokalypse ankündigt / Streichung der Textstellen, in denen Gott die Anordnung grausamer Strafen (Beispiele Ertränken, lebendig Verbrennen, Gefressen werden von wilden Tieren) unterstellt wird / Neuauflage des Gesangbuches mit Entfernung aller Lieder über die Hölle und über die Gnade Gottes, die angeblich nötig sein soll, dieser Hölle zu entgehen / Verbot des Augsburger Bekenntnisses / Verbot der Darstellung Jesu als eines Retters. Da ist nichts, wovor ein Jesus retten müsste.

 

Unseren seelisch Kranken, speziell unseren Autisten und schwer Depressiven sind wir schuldig, dass die Abschaffung des Höllenglaubens zügig  kommt. Natürlich kann man auch mit einer Klage sehr viel erreichen. Ich habe nur den Eindruck, dass die Staatsanwaltschaften noch eine Neigung verspüren, ihre „Kollegen“ von der „Körperschaft öffentlichen Rechtes“ Kirche in Schutz zu nehmen und ihnen ihre Höllenandrohung als vermeintlich beste Einnahmequelle weiterhin zu gestatten. Sie tun das  in vollem Wissen, dass Androhung von Folter bereits Folter ist und jedem in Deutschland streng verboten - auch und speziell Körperschaften öffentlichen Rechtes, wie es die Kirchen darstellen. Das sagt unser Grundgesetz im Art. 1 GG (Würde) aus. Öfters schreiben mir Staatsanwälte, es gäbe keine nachgewiesenen Opfer. Das liegt nur daran, dass weder die Ärzte ihre Patienten als Opfer den Behörden melden, noch die Opfer selbst in dieser Richtung aktiv werden wollen. Man scheut, obgleich seelisch missbraucht, den Gang zur Polizei. Der seelische Missbrauch gilt aber auch als Körperverletzung. Bei der Frage, ob man selbst ein Opfer seiner Kirche sein kann, hilft Ihnen, lieber Leser,  die

 

Sacco-Trias: Drei Dinge sollten vorliegen: Eine seelische Erkrankung, ein sich durch „Gott“ bedroht fühlen in Ihrer Krankheitsvorgeschichte und ein verstärktes Nachdenken über Glaubensfragen.

Opfer: Meldet Euch! Sonst gibt es neue Opfer!

Das Kölner Landgericht wies deutlich darauf hin, dass religiöse Beschneidung nicht erlaubt ist, da körperliche Unversehrtheit rechtlich garantiert ist. Erst ein neues Gesetz muss jetzt eiligst konstruiert werden, damit derartige Beschneidungen rechtmäßig werden, so der Stand 10/2012. Hoffentlich kommt es nicht durch. Gott liebt doch auch Menschen ohne Vorhäute. Es wird aber kein neues Gesetz geben, das den Religionen ihre Androhung ewiger Folter gestattet, denn das würde eine radikale Änderung des Art. 1 Grundgesetz voraussetzen und aus unserem Rechtsstaat einen radikal-„christlichen“ „Gottes“-staat machen.

Nicht nur Staatsanwälte, auch unsere kranke Psychiatrie nimmt ihren Arbeitgeber Gewaltkirche massiv in Schutz. Androhung ewiger Folter in Kirchen könne nicht krank machen, so Prof. Diefenbacher, Berlin und sein Kollege   Dr. Mayer-Amberg, Hannover. Ich habe den Eindruck, dass es sich dabei um eine allgemeine Meinung bei meinen Kollegen von der Psychiatrie handelt. Die Meinung ist falsch, ja sie erscheint uns geradezu kindlich-lächerlich. So steht es offiziell im Lehrbuch: "Die Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) wird durch traumatische Belastungen ausgelöst. Einerseits sind elementare Erschütterungen zu nennen, die Leib und Leben des Betroffenen objektiv in Frage stellen. Andererseits kann die Erkrankung auch durch Traumatisierungen der seelischen Integrität verursacht werden." Da haben wir es.

 

Doch auch die Klage ist wie gesagt ein sehr effizientes Mittel, darauf hinzuweisen, dass die Religionsfreiheit hierzulande aus sehr guten Gründen doch sehr stark eingeschränkt worden ist. Ich frage mich nur: Warum verklage immer nur ich, wo doch offensichtlich, indem mit Folter gedroht wird, unsere Grundwerte und die Gesundheit unserer wehrlosen Kinder täglich massiv beschädigt werden?

 

Es sind für die Zukunft Kirchen denkbar, in denen statt Angst auch und verstärkt die Nächstenliebe gepredigt und organisiert wird. Früher sagten die Pastoren noch von der Kanzel, wo es in der Gemeinde Hilfe nötig hat. Heute haben sie Angst.  Angst oder gar Gewissheit habe man auch,  so wird es oft von den Kirchenoberen geäußert, dass wir Menschen ohne ihre Androhung ewiger Folter zu Bestien werden würden.  Auch mit dieser Androhung gab und gibt es genug Bestien. Die bisherige Religion konnte die Gräuel der Weltkriege nicht verhindern, ja sie hat die Gräuel eher noch verstärkt.  Und doch:

Die Neue Religion sollte mehr Miteinander haben und bewirken. Der TV sollte auch einmal aus sein bzw. sehr wenig an. Er behindert Kommunikation wie kein zweites Instrument. Schauen wir lieber über den Zaun. Hat der Nachbar genug zu essen, genug Liebe, genug von unserer Liebe? Ja atmet er noch? Ich weiß: Liebe ist ein großes und missbrauchtes Wort. Aber vielleicht wissen Sie, was an dieser Stelle damit gemeint ist. Oft reicht ein gutes Wort oder eine Tasse Tee zusammen.  

 

Nach außen erscheint meine Kirche geschlossen. Es finden aber durchaus Kämpfe statt. Soll man weiter „Grausamkeiten“ (Diktion Vizepräsidentin der BÄK, Goesmann, 2009 in einer Sitzung über Glaubensgrundsatzfragen) und somit Kindesmisshandlungen begehen, soll man weiter Folter (Hölle) und die Massenfolter Holocaust (Sintflut, Apokalypse) als christliche Werte Kindern vermitteln? Unsere verehrte Altbischöfin Margot Käßmann, die entschiedene Kritikerin ihres Nachfolgers Schneider, musste nicht wegen eines Glases Prosecco zuviel gehen. Oder glauben Sie, dass die Polizei rein zufällig nachts um 3 genau an der richtigen Stelle gewesen ist?

Frau Käßmann hat ihren persönlichen Kampf gegen ihre Kirche verloren. Sie wollte Frieden statt Krieg im Wirtschaftsinteresse. Und sie wollte die Lehre von der Hölle und damit den Glauben an sie abschaffen. Ihr Ziel: Eine gewaltfreie Kirche mit einem gewaltlosen Gott. Sie sagt uns: Die Liebe Gottes ist zuallererst entscheidend. Eine Liebe, auf die man sich verlassen könne und eine Lebenshaltung, die auf Folgendes vertraue: „Ich kann nicht tiefer fallen als in Gottes Hand.“ Sie hat das Evangelium, die frohe Botschaft unserer beiden Götter, dass es eine Hölle nicht gibt, sehr zum Unwillen ihrer hartherzigen EKD-Kollegen, aber richtig und im ursprünglichen Jesussinn gepredigt. Mehr über dieses Thema steht im Hauptbuch: Das Sacco-Syndrom. Es ist kostenlos.

 

Die Hölle und die Rache, lieber Leser, und es kann nicht anders sein, sind keine Ideen des uns liebenden Gottes.

 

Machen Sie´s gut,

 

Ihr Frank Sacco

 

 

 

 

Post Skriptum: Wenn Sie sich, lieber Leser, als Patient von irgendeiner Kirche bedroht oder misshandelt oder von der Psychiatrie geschädigt fühlen oder Ihnen Fälle bekannt werden, wo solches geschieht, steht Ihnen frei, einen finanziellen Ausgleich einzufordern bzw. Klage zu erheben. Es muss nicht die Ihre Kirche sein, Sie können sich auch als Atheist bedroht fühlen, wenn man Ihnen irgendwann und irgendwie bedeutet, Sie kämen bei einem Nichtbeitritt oder einer Nichttaufe in eine ewige Feuerhölle. Eine solche Klage ist zunächst kostenfrei (Staatsanwaltschaften). Argumente für eine derartige Anzeige bietet Ihnen u.a. diese Schrift. Ihre Schädigung verjährt auch nicht, wenn Sie immer wieder mit Höllenandrohungen der Kirchen offiziell und schriftlich z. B. über Medien konfrontiert werden. Sie sollten nur belegen können, dass dies geschehen ist (Angabe der Quelle).

 

 

 

Impressum: Frank Sacco, Internist, Doktor der Medizin, Mitglied der Ärztekammer Niedersachsen. Alle Rechte beim Verfasser.

 

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   Erschienen bei BoD,

   ca. 404 Seiten   €12.99

     Erschienen bei BoD

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Im Buchhandel und als

E-Book erschienen

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Ladenpreis 8,99 €

Erschienen in englischer Sprache bei BoD, 5,99 €

 

 

Die "Straßenmission glaubensfroher Christen" macht unsere Kinder unfroh und krank: 

„Der Sünder, der nach seinem Tod im unauslöschlichen Flammenmeer der Hölle ewige Pein leidet, erntet genau das, was er gesät hat.“

Ein Sacco-Suizid. Häufig, aber unnötig wie ein Kropf.

 

In der Vorhölle, Akryl, 2002
In der Vorhölle, Akryl, 2002
Kirchliche Lieblingsbeschäftigung
Kirchliche Lieblingsbeschäftigung
Akryl auf Papier, 2003
Akryl auf Papier, 2003

F. Sacco: "Kreuzesfolter muss nicht sein", Street Art  Bremen / Ein Gott kann auch ohne Kreuz vergeben. 

F. Sacco  Street Art, Bremen

"Kirche und Kind"

Ungleiche Machtverhältnisse

F. Sacco  Installation

F. Sacco "Junge Autistin"

Street art, Bremen

"Therapie" bei der Angsterkrankung Autismus

F. Sacco: Fegefeuer

Doch was sagte er wirklich?

"Jesus" bei der Arbeit am Kochtopf (oben rechts),

im Paderborner Dom

Frank Sacco, "Hell", Akryl 2014

 

 

 

 

 

 

 

 Kinder-Albtraum Hölle

Frank Sacco, "Schuld", Akryl 2015

Kindergottesdienst (vorher- nachher)

"Mittäterin an Jesu Kreuzigung." Afrikanerin, 

         durch Mission                         missbraucht.

         Missionsversuch

sosorryrexarcfull

    Massenmord Sintflut

    Der Täter tröstet Rex

 

 

  Lieblingsbeschäftigung

 

übermüdeter Internist?

"Therapie", Sacco 2013

gewaltsame  Rache "Gottes" in Sodom

Ostseestrand, Sacco 2015