Was wird neu in Psychiatrie und Kirche?

Jeder EA-Therapeut (siehe mein Buch „Das Sacco-Syndrom“) ist in weitem Sinn Missionar, als dass er einen krank machenden Glauben ad absurdum führen muss. Mission im überreligiösen oder sogar areligiösen Sinn, oder enger gefasst auch mit der Darstellung eines personalen oder apersonalen Gottes, der wirklich nur die bedingungslose Liebe ist, wird also einen nicht wegzudenkenden Teil unserer ärztlichen Tätigkeit darstellen. Sie muss Werte wie Mitleid, Liebe, Gerechtigkeit, Aufmerksamkeit und Freiheit hochhalten und den Mut aufbringen, gegen jegliche Grausamkeit in einer Religion sogleich und eindringlich anzugehen, auch wenn der Arbeitgeber die Kirche ist.

 

Statt wirklicher Seelsorge würde die Elite der Psychiater „Seelsorge für die Industrie“ betreiben, so die Überschrift eines Artikels in Der Spiegel 2o/2011. Leitlinien für die medikamentöse Therapie seelischer Erkrankungen werden festgelegt von Professoren (genannt wird der Präsident der DGPPN, Prof. Falkai), die über Vorträge von der Industrie bezahlt würden. „Sie sollen den Interessen ihrer Auftragsgeber dienen, sprich: den Firmen Glaubwürdigkeit verleihen und für hohe Verschreibungszahlen sorgen“, so die Zeitschrift. Bei dem Krankheitsbild ADS (kindliche Hyperaktivität) setzen Psychiater immer schneller Betäubungsmittel (BTM) ein, statt klärende und heilende Gespräche über die eigentliche Ursache zu führen.

 

Die bisher übliche „christliche“ Mission ist mit ihren diversen illegalen Schuldzuschreibungen indes schlicht Missbrauch, und leider meist Kindesmissbrauch bei entsprechend Wehrlosen. „An was sollen wir denn aber glauben, wenn nicht an die Bibel?“, fragen mich Geistliche oft und schauen dann völlig hilflos drein. Wir sind aber nicht, wie Luther forderte, Christen, um zu glauben. Gott ist doch nicht eitel. Wir sollen im Jesus-Sinn arbeiten und so sein Testament, die Achtsamkeit auf den Mitmenschen erfüllen. Ich werde oft gefragt, was Christentum denn sei. Meine Antwort: Jeden Tag eine gute Tat.

 

Luther hat da also - wie so oft - geirrt. Er war ja auch der sowohl irrigen als irren Meinung, man müsse die Wohnungen der Juden anzünden. In der Zeitung „Die Welt“ wird Luther zitiert: Wenn man Juden auf der Straße sehe, müsse man sie erschlagen „wie Ratten“! Der heute so gefeierte „Reformator“ war damit der Vater der Reichskristallnacht und das Vorbild Adolf Hitlers. Er war ein Verbrecher, der bewusst zu lebensgefährlichen Brandanschlägen aufrief. Wer wie Luther zum Anstecken jüdischer Wohnungen aufruft, nimmt das Verbrennen Andersgläubiger in Kauf, wobei es sich meist um gehunfähige Kinder und Greise handelt. Ich habe bei meiner evangelisch-lutherischen Kirche den Antrag gestellt, den Namen Luthers aus dem Kirchennamen zu löschen und ihn im Jubiläumsjahr 2017 nicht zu feiern. Wir feiern ja auch Hitlers Geburtstag aus gutem Grund nicht mehr. Auch Sie, lieber Leser, können derartige Anträge stellen. Auch Luthers Kinder krankmachende Idee, nicht gute Werke, sondern nur Jesu Gnade und ein strenger Glaube an ihn entscheide über Himmel oder Hölle, war keine gute Eingebung. Katholische Kinder können sich immerhin noch von der Hölle freibeichten, freibeten und freikaufen. Man darf gar nicht glauben, was in der Gott und Jesus entwürdigenden Bibel steht. Bibel-Gottes Rohheit trug natürlich zur Verrohung sowohl Luthers als auch Hitlers bei. Das fand auch während der Nürnberger Prozesse Erwähnung. Dieser unser „Gott“ hat Maximalgewalt salonfähig gemacht.

 

In der von mir entwickelten EAT, der Ekklesio-Adversativen Therapie (siehe Hauptbuch: Das Sacco-Syndrom) , spricht der Therapeut nun offen über die unrechtmäßigen Manipulationen der Kirchen, macht Zusammenhänge deutlich und legt dem Patienten auf diese Weise sein Unbewusstes sozusagen zu Füssen. Mit der Kastrationsangst konnte das so nicht funktionieren, da sie gar nicht die Hauptangst im kollektiven Unbewussten darstellt. Freud konnte den Sumpf vor lauter Gottangst nicht sehen, den „metaphysischen Sumpfes“ der Claire Goll. Kirchenkranke Patienten führen ihre nicht dafür ausgebildeten Therapeuten oft so tief in diesen Morast, dass ihnen nur ständige Depressionen oder ein Suizid bleiben. Hier muss ihnen endlich qualifiziert geholfen werden.

 

Freud ist nun in weiten Teilen widerlegt. Die größte Angst ist nicht die Kastrationsangst, sie ist, auch nach dem Priester Prof. Biser und Karl Jaspers, die Gottangst, und damit die Angst vor ewiger Folter. Die heutige allgemeine Psychiatrielehre, Beschäftigung mit Religion sei nur ein Symptom psychischer Erkrankungen und gebe den Patienten eine gute Gelegenheit, im zwischenmenschlichen Bereich erworbene selbstzerstörerische Gedanken auszuleben, ist als widerlegt anzusehen. Religion ist die Ursache dieser Krankheiten. Daher reden psychisch Erkrankte so viel über ihren Gott und ihre Religion.

Religion ist nicht Symptom seelischer Erkrankungen, sie ist deren Ursache

Ihre strikte Meidung des Themas Religion zeigt die Neurose der Psychiatrie auf, die mit der Neurose Sigmund Freuds identisch ist. Eine zeit- und kostenaufwenige Psychoanalyse kann in den allermeisten Fällen jetzt überflüssig werden. Es wird in Zukunft vom Therapeuten weniger geschwiegen und gefragt als vielmehr geantwortet und erklärt. Und es funktioniert. Eine gut gemachte EAT dauert etwa viermal eine Stunde mit dann folgenden kurzen Auffrischungen des Gelernten. Selbstverständlich darf ein Therapeut nicht ohne qualifizierte Ausbildung und damit zunächst nicht alleine in diesen Sumpf. Er wird sich wie Prometheus in ihm verlaufen und dann eventuell ähnlich an unbewussten religiösen Schuldgefühlen erkranken und leiden wie der Held der griechischen Sage. Auch eine Laien-EAT ist in einem überschaubaren Maß möglich und sinnvoll: Eltern und Großeltern können auf ihre Kinder schon dahingehend einwirken, Geistlichen und ihrer bösen Bibel nicht alles zu glauben und schon einmal zu widersprechen, wenn einfachste ethische Grundwerte verletzt werden, so das grundgesetzlich verankerte Recht auf Würde und körperliche Unversehrtheit.

 

Eine Religionsreform steht an >

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   Erschienen bei BoD,

   ca. 404 Seiten   €12.99

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Die "Straßenmission glaubensfroher Christen" macht unsere Kinder unfroh und krank: 

„Der Sünder, der nach seinem Tod im unauslöschlichen Flammenmeer der Hölle ewige Pein leidet, erntet genau das, was er gesät hat.“

Ein Sacco-Suizid. Häufig, aber unnötig wie ein Kropf.

 

In der Vorhölle, Akryl, 2002
In der Vorhölle, Akryl, 2002
Kirchliche Lieblingsbeschäftigung
Kirchliche Lieblingsbeschäftigung
Akryl auf Papier, 2003
Akryl auf Papier, 2003

F. Sacco: "Kreuzesfolter muss nicht sein", Street Art  Bremen / Ein Gott kann auch ohne Kreuz vergeben. 

F. Sacco  Street Art, Bremen

"Kirche und Kind"

Ungleiche Machtverhältnisse

F. Sacco  Installation

F. Sacco "Junge Autistin"

Street art, Bremen

"Therapie" bei der Angsterkrankung Autismus

F. Sacco: Fegefeuer

Doch was sagte er wirklich?

"Jesus" bei der Arbeit am Kochtopf (oben rechts),

im Paderborner Dom

Frank Sacco, "Hell", Akryl 2014

 

 

 

 

 

 

 

 Kinder-Albtraum Hölle

Frank Sacco, "Schuld", Akryl 2015

Kindergottesdienst (vorher- nachher)

"Mittäterin an Jesu Kreuzigung." Afrikanerin, 

         durch Mission                         missbraucht.

         Missionsversuch

sosorryrexarcfull

    Massenmord Sintflut

    Der Täter tröstet Rex

 

 

  Lieblingsbeschäftigung

 

übermüdeter Internist?

"Therapie", Sacco 2013

gewaltsame  Rache "Gottes" in Sodom

Ostseestrand, Sacco 2015