Seele, was ist das?

Wenn die Seele schwarz ist.........................kommt das ewige Feuer
Wenn die Seele schwarz ist.........................kommt das ewige Feuer

Überhaupt die Seele. Was hat die Seele mit einem Kochtopf zu tun? Sehr viel. Sie stirbt an diesem Kochtopf. Wann? Jetzt.

 

Alle glauben an sie, die Seele – und keiner hat sie je gesehen, dieses unsichtbare kleine fliegende Ding. Die Seele ist das, was zunächst "überbleibt". Wir glauben an sie auch nur in unserem (eigenen) Kindheitsglauben, im eigenen Kulturkreis. Ansonsten wird Seele belächelt. Keiner glaubt wirklich, dass in eine der vielen vertrockneten Mumien im Berliner Museum noch jemals eine Seele einziehen wird und das ganze in alter rosafarbener Frische aufersteht. Und doch waren die  Ägypter überzeugt, dass der Bau der Pyramiden, diesen Schutzbunkern für die damals menschlichen, aber leider verstorbenen Götter, die Pharaonen, durchaus Sinn machte.

 

Doch jede Mumie ist und bleibt bis heute mausetot.

Das Thema Seele hat sich  für jede Mumie von alleine erledigt,

denn in so einen furchteinflößenden vertrockneten Körper will keiner mehr wirklich einziehen - selbst eine Seele nicht.   

 

Auch die Seelenwanderung der Buddhisten wird normalerweise belächelt. Wer sich nicht glaubenskonform verhält, kommt bei schlechtem Karma als männliche Raupe auf die Welt und wird nach dem ersten Geschlechtsverkehr lebendig von der Gattin verspeist. Der Karma-glaube dient ebenso der Disziplinierung der Massen wie unser traditionelles Christentum. Die Disziplinierung erfolgt durch Angst - und nicht durch Einsicht. Wir lächeln, wenn ein Buddhist behauptet, er sei die Reinkarnisation eines Hütehundes und wisse noch, wie ers gemacht habe, das Hüten.

Und der ehemalige Hütehund lächelt milde, wenn Christen ernsthaft ein Zwiegespräch mit einem Gekreuzigten und daher definitiv Toten führen. Und er zieht die Stirn kraus, weil wir ihn anbeten und anhimmeln, wo er doch angeblich Dinge plant, die leider und aufgrund ihrer Ewigkeitsdauer noch schrecklicher sein sollen, als Auschwitz es je sein konnte.

Und wir Christen schauen ihn uns gern an, den Häuptling, der Manitu im Tanz um Regen bittet. Aber wir meinen, er könnte sich die Mühe genauso  gut sparen. 

 

Und so wie der ehemalige Hütehund an sein Hüten, so glaubte auch der Christ an die Auferstehung Jesu, bevor die Staatsanwaltschaft Freiburg i. Br. diese Story im Jahr 2014 endgültig in den Bereich des Aberglaubens plazierte: Jesus ist nicht mehr „existent“. Alles andere wäre ja auch ein Wunder gewesen. Und an Wunder glaubt der moderne Mensch nicht mehr, wie auch jeder Wunderglaube tatsächlich in den Amtszimmern einer Staatsanwaltschaft nichts zu suchen hat.  Und doch wird eine kleine Zeit lang die Auferstehung Jesu noch von den Geistlichen gelehrt und von Kindern geglaubt werden, denn man weiß bei der Kirche:

 

Nur ein Auferstandener kann Erwachsene und Kinder in einer Hölle ewig foltern.

 

Auch Kinder? Zweifelsohne kommen auch Kinder in die Kirchen-Erfindung Hölle. Denn nur die Vorhölle ist für Kinder abgeschafft. Die wollte dann Gott plötzlich vor ein paar Jahren nicht mehr. Benediktus hatte mit ihm telefoniert.

 

In dieser Woche erzählte mir ein Patient über den Mißbrauch der Seele, oder besser: Über den an ihm stattgefundenen klerikalen Kindesmissbrauch. Als jungem Messdiener hatte man ihm eine Glaubensgewissheit indoktriniert, die gewiss keine ist: Bei jeder Lüge mache Gott quasi als seine Erinnerung einen schwarzen Punkt auf die Seele. Wenn am Tage des Jüngsten Gerichtes die Seele dann zu schwarz sei, komme man in die ewige Hölle. Lange habe mein Patient diese Geschichte geglaubt und sich natürlich die Hölle so vorgestellt, wie sie ihm Bibel, Kirchengemälde und Kirchenlieder beibrachten: Als eine Folter mittels Feuer. Kinder glauben halt alles, was man ihnen in Kirchen vorsetzt, so der ehemalige Pastor in meiner Gemeinde, jetzt Superintendent. Kein Erwachsener hatte meinen Patienten von seinem Aberglauben befreit. Das ist kein Einzelfall - sondern die Regel. Auch unser Lehrer in der ersten Klasse, ich war gerade einmal 5 Jahre alt, betete mit uns vor jeder ersten Stunde und machte uns Angst, unser Herz werde mit diesen schwarzen Punkten bestückt. Am Jüngsten Tag würde Jesus das Herz herausschneiden und dann seine endgültige Entscheidung über uns fällen. Wir habe es alle geglaubt. Eine Klassenkameradin kann sich an diesen staatlichen Kindesmissbrauch an uns nicht mehr erinnern. Sie hat ihn verdrängt. So entsteht ganz nebenbei das kollektive Unbewusste nach Sacco, eine kollektive, tief verdrängte Angst vor Gott, die eigentliche Angst Sigmund Freuds.  

 

Die Auferstehung hat als Gedanke auch den Sinn, dass Jesus durch die Sünden auch unserer Kinder „erneut“ gefoltert wird. Dass seine Folterqual durch sein Versterben nicht etwa aufhörte, das drücken etliche Kirchenlieder zum Entsetzen unserer Kinder aus. Die seien durch ihre Sünden "Mittäter an Jesu Kreuzigung", rufen bzw. schreiben Geistliche. Einen von ihnen, Pastor Traugott Giesen, habe ich daher wegen Kindesmisshandlung angezeigt. Man sieht aber an mir, man kann Christ sein, ohne an eine Auferstehung oder sonst an irgend etwas zu glauben. Das heißt, man kann als moderner Christ völlig ungläubig sein. 

 

Die Seele war also zunächst als Trost gedacht. Nach diesem teilweise schrecklichen Leben sollte noch mal was Schönes kommen. Die Seele war demnach verstehbarer Trost für die Frau im Fernen Osten, die mit 5 Jahren ins Bordell einziehen und mit 18 oder 38 mittels etwas Benzin und einem Streichholz endgültig entsorgt wurde, weil sie für den Job einfach zu alt war - oder sich irgendwann gegen ihn auflehnte, ihn nicht mehr machen konnte. Sie wollte wenigstens einmal im Leben eine zeitlang ihre Ruhe haben und einmal nicht dreißig Mal am Tag die Beine für dreißig Idioten breit machen müssen. Doch so was geht oft nur mit bzw. in der Transzendenz. Sie macht als Einbildung Hoffnung und ist einfach Trost in dieser Welt.  Der Christ im Westen glaubt in der Regel, etwas Paradies hinterher sei ganz angenehm. Er muss meist nicht so stark hoffen, wie unsere Asiatin. Und doch gibt es auch hier vergleichbares Elend. Ich denke da an die Psychotiker auf den geschlossenen Abteilungen unserer Psychiatrie, die oft lebenslang stärkste, kirchenbedingte (also ekklesiogene) Ängste und daher Depressionen haben und die statt mit Gesprächen mit persönlichkeitsverändernden Neuroleptika behandelt werden.  Das ist halt einfacher.

 

Irgendwann aber wurde der ursprüngliche Sinn der Seele pervertiert und von schwarzen Männern die Angst verbreitet, diese Seele könne auch ewig in Gottes Kochtopf landen. Zu diesem Zweck ließ man sogar das Fleisch wiederauferstehen. Denn lebendiges Fleisch lässt sich halt besser mit Feuer foltern als eine luftige Seele. Wenn man bestimmte Voraussetzungen nicht erfülle, so Bischof N. Schneider als Chef meiner Kirche, so komme man „nach einem Richterspruch“ Jesu in dessen „ewiges Feuer“. So entstand und ersteht der unseren Kindern so bekannte Kochtopf-jesus, der als Verantwortlicher auch des apokalyptischen Feuersees die Kinder Würzburgs 2010 in die Angstkrankheit ADHS schickte. Die Armen hatten sich das ganze Jahr 2010 über mit dem Kochtopf-Jesus beschäftigen müssen. Depressionen und Suizide in Würzburg werden dem ADHS  folgen.


Aber Kochtopf-jesus ist eine Erfindung gewissenloser Geistlicher. Die hängen ihn als Altarbild und Kinderschreck sogar noch in ihrem Dom auf, so in Paderborn. Und sie fordern die Eltern schriftlich auf, sie mögen das Bild dieses augenscheinlich verrückt gewordenen Gottes doch schon ihren „Zweijährigen“ zeigen, damit die auch wirklich lebenslang Angst und Ehrfurcht entwickeln – und vor allen Dingen: später pünktlich bezahlen.

 

Und wenn es auch nur für ein kleines Häuschen in Limburg ist, 

oder die 7000 Euro, die der ehemalige Hausherr als Rente bekommt. 

 

Es ist aber nie gut und besonders gesund, Kindern ihren Gott als grausamer zu zeichnen als den Führer, als Adolf Hitler. Aber hier geht der Klerus über ekklesiogene Leichen vom Typ Iokaste. Darum ist der Richterspruch der Staatsanwaltschaft Freiburg i. Br. auch so salomonisch und wichtig. Jesus musste endlich als Person für tot erklärt werden, damit er als vorgeschobener Täter einer Apokalypse und einer Hölle den Kirchen nicht mehr im "Geschäft" Angst vor dem Jenseits zur Verfügung steht. In einem Spiegel-Interview verplapperte sich Bischof N. Schneider: Die angesprochene Angst sei ein "Geschäft" der Kirchen. Geld will man damit machen. 


Auch ist es Gotteslästerung, was da im Paderborner Dom geschieht. Was soll denn das Zweijährige von Oma denken, die vor dem hitleroiden Hobbykoch in Paderborn auf die Knie fällt? Hat Oma denn durch Auschwitz nichts gelernt? Weiß sie nicht, wie abscheulich jegliches Foltern ist? Und je länger sie geschieht, diese Feueranwendung, umso schlimmer. Und wenn es ewig geschieht, ist es besonders schlimm. Jesus, wie er heute gezeichnet wird, ist nicht zu ertragen. Er ist für unsere Kinder in seiner unerträglichen Grausamkeit unerträglich. 

 

Gibt es also so etwas wie Seele? Ich glaube an den Körper des Menschen. Den gibt es. Er ist kein Aberglaube, weil es weh tut, wenn man in ihn hineinkneift. Und es gibt darin chemische und elektrische Prozesse, die Denken und Nachdenken ermöglichen, also so etwas wie Psyche oder Geist. Alles andere ist unbewiesen. Psyche benötigt immer einen irgendwie funktionierenden Körper, um zu existieren. Und auch eine Seele wäre nicht wissenschaftlich denkbar, ohne ein materielles Gerüst. Wenn Sie mich fragen:

 

Die Seele dient der Psyche nur zur Beruhigung und dem Klerus zur Angstmacherei.

 

Ich brauche beides nicht. Die Seele wäre ein Wunder. Insgesamt ist es gesünder und billiger, ohne einen Wunderglauben auszukommen. Wenn man nicht an den entscheidenden Lottogewinn glaubt, lebt man einfach billiger. Und man sollte sich über klerikale Versprechungen (Paradies) nicht in einen Aberglauben drängen lassen, der die Psychiatrien Deutschlands und der EU füllt und der unsere Psychiater in einem Teilautismus verstummen lässt. Sie sprechen nicht mehr über Religion. Sie sprechen nicht mehr mit ihren Patienten über die giftige Seite des Glaubens. Und sie haben mir das tatsächlich für mein Sprechzimmer verboten: Ich könne Patienten "beeinflussen", wenn ich mich  mit ihnen über Religion unterhalten würde. Nun, ich rede weiterhin in meinem Sprechzimmer über die krankmachenden Auswüchse meiner Religion. Ich schließe mich der Neurose der Psychiatrie nicht an.

 

Ich weiß, es ist für manchen, so auch für mich, schade und traurig: Der Tod der Seele. Wir haben es aber dem Klerus zu verdanken, dass sie als Gedanke sterben muss. Dieser Klerus hat es verstanden, die Zukunft der Seele bzw. ihre Zukunft in der Ewigkeit zu pervertieren. Sie haben aus einem Trostpflaster Angst und damit Angstneurosen gemacht. Wir alle sind es nun aber unseren Psychiatriepatienten schuldig, auf beides zu verzichten: Auf die Seele  - und auf die Unendlichkeit. Die Kirchen haben es verstanden, diesen zugegeben schönen Nachtisch  zu vergiften. 

 

Die Kirchen haben die Ewigkeit vergiftet.

 

 

Erst wenn die Kirchen endgültig Abschied genommen haben werden von ihrer Vorstellung eines Ewigkeits-KZs Gottes, dieses Ewigkeits-Auschwitz,  das unsere Kinder in so vielfaches Unglück stürzt, erst dann wird es wieder erlaubt sein, über die Möglichkeit eines friedlichen Lebens nach dem Tod nachzudenken.

 

 

 

 

Die Tür ist zu. Fotographie
Die Tür ist zu. Fotographie

Seite teilen:


   Erschienen bei BoD,

   ca. 404 Seiten   €12.99

     Erschienen bei BoD

      € 7.99

Im Buchhandel und als

E-Book erschienen

Ladenpreis 10,99€

 

 

 

   Erschienen im Buchhandel (bei BoD) und als E-Book

Ladenpreis 8,99 €

Erschienen in englischer Sprache bei BoD, 5,99 €

 

 

Die "Straßenmission glaubensfroher Christen" macht unsere Kinder unfroh und krank: 

„Der Sünder, der nach seinem Tod im unauslöschlichen Flammenmeer der Hölle ewige Pein leidet, erntet genau das, was er gesät hat.“

Ein Sacco-Suizid. Häufig, aber unnötig wie ein Kropf.

 

In der Vorhölle, Akryl, 2002
In der Vorhölle, Akryl, 2002
Kirchliche Lieblingsbeschäftigung
Kirchliche Lieblingsbeschäftigung
Akryl auf Papier, 2003
Akryl auf Papier, 2003

F. Sacco: "Kreuzesfolter muss nicht sein", Street Art  Bremen / Ein Gott kann auch ohne Kreuz vergeben. 

F. Sacco  Street Art, Bremen

"Kirche und Kind"

Ungleiche Machtverhältnisse

F. Sacco  Installation

F. Sacco "Junge Autistin"

Street art, Bremen

"Therapie" bei der Angsterkrankung Autismus

F. Sacco: Fegefeuer

Doch was sagte er wirklich?

"Jesus" bei der Arbeit am Kochtopf (oben rechts),

im Paderborner Dom

Frank Sacco, "Hell", Akryl 2014

 

 

 

 

 

 

 

 Kinder-Albtraum Hölle

Frank Sacco, "Schuld", Akryl 2015

Kindergottesdienst (vorher- nachher)

"Mittäterin an Jesu Kreuzigung." Afrikanerin, 

         durch Mission                         missbraucht.

         Missionsversuch

sosorryrexarcfull

    Massenmord Sintflut

    Der Täter tröstet Rex

 

 

  Lieblingsbeschäftigung

 

übermüdeter Internist?

"Therapie", Sacco 2013

gewaltsame  Rache "Gottes" in Sodom

Ostseestrand, Sacco 2015