Der Aufkauf der Psychiatrie

 

Mit der verhassten und verteufelten Psychoanalyse verfuhr die Hochintelligenz Kirche so: Sie kaufte sie einfach auf. Sie integrierte den „Teufel“ Analyse. Sie kaufte sich die Psychiatrie. Ein Großteil unserer Psychiater wird heute von den Kirchen bezahlt, und die verbitten sich die kirchenkritische Diagnose der „ekklesiogenen Neurose“, die ihnen ja juristisch die Schuld an der Erkrankung geben würde. Viele Psychoanalytiker sind ehemalige Theologiestudenten und entsprechend vorgeprägt. Große kirchlich geleitete psychiatrische Kliniken stellen oft nur Ärzte oder Personal ein, die Mitglied der eigenen Glaubensrichtung sind. Ein norddeutscher Sozialarbeiter musste sich zwangstaufen lassen. Erst dann bekam er den Job. Mich erinnert so etwas an die DDR. Ich bat den ehemaligen Präsidenten der Bundesärztekammer, Prof. Hoppe, diese finanzielle Abhängigkeit zu unterbinden. Eine Antwort kam nicht. Warum nicht? Die Arbeits- und dienstrechtliche Kommission sucht Mitarbeiter für die Kirchengewerkschaft MVV in der Evangelischen Zeitung vom 13.1.13: Beide, der juristische Referent und die gesuchte Verwaltungskraft müssten aber Mitgliedschaft in der evangelischen Kirche vorweisen können, sich also ggf. in einer Zwangstaufe einer bis zum Exzess brutalen Religion anschließen und sie ggf. bezahlen - den Exzess also fördern. Nur dann, wenn sie zahlen und kuschen, gibts den Job.

 

Der Psychiater Prof. Dr. A. Diefenbacher, Chefarzt des Evangelischen Krankenhauses Königin Elisabeth Herzberge, Berlin, Akademisches Lehrkrankenhaus der Charité, wurde als Vortragender auf dem internationalen Internistenkongress auf Mallorca 2012 gefragt, ob die Androhung ewiger Folter im Buch von Bischof Schneider Kinder krank machen könne. Nein, war die erste Antwort, Märchen seien ja auch grausam. Dann war er sich doch etwas unsicher. Die Antwort später schriftlich: Man habe sich im Mitarbeiterkreis besprochen. Das Ergebnis: Es fehle bei der Androhung der Hölle die wirkliche Höllenerfahrung. Erst dann, durch ein tatsächliches Erleben eines Traumas, in diesem Fall der Hölle, könne eine zerebrale Fehlverarbeitung und damit eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) entstehen. Durch eine bloße „Imagination“ (gedankliche Vorstellung) von Hölle sei das gar nicht möglich. Es ergibt sich daraus seine These, die ich die

 

„Berliner-Psychiater-These“

 

nenne: Bloße Bedrohung mit Folter könne nicht krank machen. Das widerspricht jeder internistischen und jeder menschlichen Erfahrung. Das widerspricht unserem Gesetz, das jede Bedrohung mit Folter strengstens verbietet, eben weil eine solche Drohung krank macht. Der Bedroher macht sich natürlich auch dann schon schuldig, wenn der Bedrohte keine Folgeerkrankung nachweisen kann. Das widerspricht sogar der psychiatrischen Lehrmeinung. Unter www.seele-und-gesundheit.de    lesen wir bei PTBS: "Die Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) wird durch traumatische Belastungen ausgelöst. Einerseits sind elementare Erschütterungen zu nennen, die Leib und Leben des Betroffenen objektiv in Frage stellen. Andererseits kann die Erkrankung auch durch Traumatisierungen der seelischen Integrität verursacht werden."

Die „Berliner-Psychiater-These“: "Androhung ewiger Folter mache nicht krank."

Muss der Chefarzt aber nicht so antworten, um seinen Arbeitgeber, die Kirche, in Schutz zu nehmen und so seine Weiterbeschäftigung zu sichern? Leicht kann ein Chefarzt über ein dreimaliges unentschuldigtes Zuspätkommen entlassen werden. Kann Diefenbacher seiner Kirche, seinem Arbeitgeber, Schuld an Erkrankungen geben und ihn damit nach dem Verursacherprinzip zahlungspflichtig für einen Großteil der Erkrankungen seiner Patienten machen? Hier und jetzt fordere ich erneut die Bundesärztekammer auf, kirchliche Trägerschaften psychiatrischer Einrichtungen zu unterbinden. Folgendes darf nicht gehen: Die Psychiatrieklinik Hohe Mark  sucht im Deutschen Ärzteblatt  am 29. März 2013 einen Facharzt. Kirchenmitglied müsse er sein! Hier wird vom vorne herein die Einrichtung "sauber" gehalten und  fundamentale Kritik am System unterbunden. Hier werden Zwangstaufen initiiert.  Der Arztberuf muss frei werden, frei von jedem Druck eines Arbeitgebers,  der sich einer fundamentalistischen Religion gegenüber verpflichtet sieht - der radikalsten Religion dieser Erde.  Wo Allah schon mal Sünder begnadigend aus der Hölle holt, da lässt der Jesus der Bibel sie für immer im Paderborner Kochtopf schmoren.

 

Was wird neu in Psychiatrie und Kirche? >

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   Erschienen bei BoD,

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Die "Straßenmission glaubensfroher Christen" macht unsere Kinder unfroh und krank: 

„Der Sünder, der nach seinem Tod im unauslöschlichen Flammenmeer der Hölle ewige Pein leidet, erntet genau das, was er gesät hat.“

Ein Sacco-Suizid. Häufig, aber unnötig wie ein Kropf.

 

In der Vorhölle, Akryl, 2002
In der Vorhölle, Akryl, 2002
Kirchliche Lieblingsbeschäftigung
Kirchliche Lieblingsbeschäftigung
Akryl auf Papier, 2003
Akryl auf Papier, 2003

F. Sacco: "Kreuzesfolter muss nicht sein", Street Art  Bremen / Ein Gott kann auch ohne Kreuz vergeben. 

F. Sacco  Street Art, Bremen

"Kirche und Kind"

Ungleiche Machtverhältnisse

F. Sacco  Installation

F. Sacco "Junge Autistin"

Street art, Bremen

"Therapie" bei der Angsterkrankung Autismus

F. Sacco: Fegefeuer

Doch was sagte er wirklich?

"Jesus" bei der Arbeit am Kochtopf (oben rechts),

im Paderborner Dom

Frank Sacco, "Hell", Akryl 2014

 

 

 

 

 

 

 

 Kinder-Albtraum Hölle

Frank Sacco, "Schuld", Akryl 2015

Kindergottesdienst (vorher- nachher)

"Mittäterin an Jesu Kreuzigung." Afrikanerin, 

         durch Mission                         missbraucht.

         Missionsversuch

sosorryrexarcfull

    Massenmord Sintflut

    Der Täter tröstet Rex

 

 

  Lieblingsbeschäftigung

 

übermüdeter Internist?

"Therapie", Sacco 2013

gewaltsame  Rache "Gottes" in Sodom

Ostseestrand, Sacco 2015