Die Psychiatrie und die Rüstung   von Frank Sacco

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Vorwort Müller: Bei seinem Kampf gegen die kirchlich induzierte Höllenangst macht Frank Sacco, Doktor der Medizin, vor keinem Gegner halt. Sacco legt sich mit allen an, seien es nun Amtskirchen, Diakonie und Caritas oder die Bundesärztekammer.

Bei allen muss das Bewusstsein geweckt bzw. vertieft werden, wie vernichtend sich die Höllendrohung für die psychische Stabilität eines Kindes auswirken kann (Bilder: Sacco).

 

Die Psychiatrie und die Rüstung  von Frank Sacco

 

Kein Psychiater wird sagen, der Einsatz von Atombomben sei harmlos. Die Explosion einer Atombombe über Berlin sei harmlos. Und das könne nicht gesundheitsschädlich sein und zu manifesten Krankheiten führen. Denn das wäre ja Wahn oder schlimmer noch: Ignoranz. Gefährliche Ignoranz. Kein Psychiater würde sich beim Hersteller der Bomben anstellen lassen und unterschreiben, nichts über die Gefährlichkeit dieser Bomben nach außen dringen zu lassen. Kein Psychiater wird raten, einmal  Verletzte, von denen es dann, nach dem Gau, natürlich unzählige gibt, zwecks Therapie zu den Herstellern dieser Bomben zu schicken. Und doch…

 

Die von Karl Jaspers als größte Angst des Menschen identifizierte Höllenangst wird in der Hauptsache von unseren Amtskirchen produziert. So kündigt der ehemalige Chef der Evangelischen Kirchen Deutschlands, Bischof Nikolaus Schneider, unseren Kindern ein „ewiges Feuer“ Jesu an. Er beruft sich auf einen „Richterspruch Jesu“. Schneider lässt unsere Kinder im Ungewissen, ob sie dort hinein müssen, in das Jesu-Feuer. Das werde ein Jesus erst an einem  Jüngsten Tag entscheiden. Diese Botschaft Jesu sei „verstörend“, meint Schneider. Sie macht nach dem Ex-Papst Benedikt unsere Kinder unruhig. Nun, „stört“ oder „verstört“  eine Atombombenexplosion etwa die Berliner Jugend? Oder vernichtet sie diese Jugend?

Schneiders Botschaft, die angelblich von Jesus stammt,  ist ebenso vernichtend für die psychische Stabilität eines Kindes, wie es ein Verbrennen des Kindes bei einer Bombenexplosion für dessen Körper wäre. Nur dass Letzteres, weil es kürzer andauert, einen Quantensprung harmloser ist als das Ewigkeitsverbrennen durch einen Retter Jesus. Denn der werde beileibe nicht alle retten, so lehrt man es unseren Kindern. In den Amtskirchen sitzt Gewissenlosigkeit gepaart mit  Hochintelligenz. Eine üble Mischung.

 

Man hat als Kirche Psychiatrien en gros errichtet und aufgekauft. Und man will seine Angestellten per Unterschrift mundtot machen. Diakonie und Caritas sind die regelmäßigen Träger der großen Psychiatrien. Und dort hat man sich als „Kirchenrecht“ eine Loyalitätsrichtlinie erlassen. Von der Verursachung psychischen Krankheiten durch die Kirchen darf man als angestellter Arzt wohl etwas sagen. Aber das endet dann wahrscheinlich sehr rasch mit einer Kündigung. Auch stellt man nahezu ausnahmslos  Ärzte ein, die sowieso dem Wahn unterliegen, die von Schneider angesprochene „Botschaft“ sei echt und von Jesus ausgesprochen. Das ist sie nicht. Denn Jesus ist kein Idiot, kein Verrückter und kein Verbrecher. Er ist nicht die Hitlerfigur, als die ihn die Amtskirchen in Wort, Gesang und Bild so gerne vor Kindern darstellen. Jesus Folterabsicht zu unterstellen, erfüllt hier die Kriterien der Gotteslästerung. Und die ist in der BRD strafbar, weil sie den „öffentlichen Frieden“ (so heißt es im StGB)  unserer Kinder stört. Auch ist Jesus juristisch tot, so die Staatsanwaltschaft Freiburg i. Br. Einmal tote können ihre Schreckens-Botschaften nicht persönlich ausführen. Einen gültigen „Richterspruch Jesu“, auf den sich Schneider bezieht, konnte mir der Bischof auf Anfrage nicht vorweisen. Er steht mit leeren Händen und damit  als eigentlicher Täter da. Er ist ein Verbrecher, da er Kinder in eigener Täterschaft mit Folter bedroht (§241 StGB, Art. 1 GG).

Das Gerücht einer  Auferstehung ist ein intelligenter, billiger und unglaublich mieser Trick der mafiösen Amtskirchen. Mit dem Hoffnung machen auf einen paradiesischen Himmel geht man zunächst auf Kundenfang. Der Trick ist dem ägyptischen Glauben entnommen. Doch warten wir auf die Auferstehung einer Mumie nicht bis heute? Der Pferdefuß der Auferstehung: Die macht als sog. „Glaubensgewissheit“ erst Folgendes möglich: 1. Die Vorstellung eines Auftretens Jesu als Chef einer Hölle und 2. die eines ewigen Verbrennens auferstandener Sünder, auch sündiger Kinder, in dessen Feuer. Die Hölle ist nicht für kinderfrei erklärt. Auch die müssen zur vergebenden Beichte. Auch die müssen  Lieder über die Hölle singen.

 

Man bagatellisiert als deutsche Psychiatrie jede ernst gemeinte Androhung ewiger Folter durch seinen größten Arbeitgeber. Man intellektualisiert: Es sei „nicht so gemeint“, es sei „aus dem Zusammenhang gerissen“, es sei „sozialadäquat“, „es glaubt ja heute keiner mehr, schon gar nicht an eine Hölle“, es sei „symbolisch zu verstehen“. Kinder verstehen keine Symbolik. Sie glauben alles, so Superintendent  Christian Berndt, was sie in Kirchen hören. Prof. Diefenbacher, Berlin, schreibt mir Unglaubliches: Das Predigen einer Hölle könne als „Imagination“ kein Kind krank machen. Das könne nur das wirkliche Erleben der Hölle. Er habe sich in dieser Frage  mit seinen „Mitarbeitern“ besprochen. Ich nannte dies die „Berliner Psychiater These“, siehe Internet. Das ist natürlich entweder ein echter Wahn oder schlimmer: Ignoranz oder eine Ausrede. Jede seelische Grausamkeit macht krank. Doch man stellt sich gern schützend vor seinen Arbeitgeber, um ja einen Loyalitäts-Konflikt zu vermeiden. Der Arztberuf ist nicht mehr frei. Trifft man dann doch auf Kranke mit einem Sacco-Syndrom, die heute „durch alle Ritzen kommen“, schleust man sie aus dem qualitätsgesicherten Gesundheitswesen aus und  überweist sie zum verursachenden Klerus (Quelle Die Zeit, 31.3.2010). Der Geistliche hat ja sein Zimmer ja oft auf dem gleichen Flur. Ja man geht so weit, einen Wissenschaftler, der auf diesen Skandal in der Psychiatrie hinweist, für paranoid erklären zu lassen. Ein solcher Fall ist aktenkundig.

Ich habe vor 10 Jahren den damaligen Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Hoppe, schriftlich aufgefordert, kirchliche Trägerschaften psychiatrischer Einrichtungen nicht mehr zuzulassen. Eine Antwort bekam ich nicht. Doch die Forderung bleibt bestehen. Die kirchlichen Träger der Psychiatrien produzieren sich über die Verbreitung der größten Angst (Jaspers)  ihre Patienten selbst und verdienen noch an den dann meist vergeblichen Versuchen, sie endgültig zu heilen. Die dortigen Seelsorger glauben nahezu alle an die Hölle. Teilweise sind sie dogmaverpflichtet. Wer das Dogma der Hölle nicht akzeptiere, der versündige sich gegen den Heiligen Geist, so Papst Benedikt. Seelsorger sind damit die schlechtesten „Hilfsärzte“ für die dortigen kirchenkranken Patienten.

 

Und: Die deutschen Psychiater sind vergleichbar gläubig wie ihre amerikanischen Kollegen (Doktorarbeit L. I. Hofmann, Uni Oldenburg). Viele sind nur auf dem Papier bzw. in ihrer Selbsteinschätzung Agnostiker oder gar Atheisten. Die extrem hohe Suizidrate in dem Beruf geht auf Übertragungen von Gottängsten zurück, denen man dort hilflos ausgeliefert ist. Denn in der Lehranalyse kommt das Thema Sacco-Syndrom auch nicht vor.

 

 

 

 

 

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   Erschienen bei BoD,

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Die "Straßenmission glaubensfroher Christen" macht unsere Kinder unfroh und krank: 

„Der Sünder, der nach seinem Tod im unauslöschlichen Flammenmeer der Hölle ewige Pein leidet, erntet genau das, was er gesät hat.“

Ein Sacco-Suizid. Häufig, aber unnötig wie ein Kropf.

 

In der Vorhölle, Akryl, 2002
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Kirchliche Lieblingsbeschäftigung
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Akryl auf Papier, 2003
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F. Sacco: "Kreuzesfolter muss nicht sein", Street Art  Bremen / Ein Gott kann auch ohne Kreuz vergeben. 

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F. Sacco "Junge Autistin"

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Doch was sagte er wirklich?

"Jesus" bei der Arbeit am Kochtopf (oben rechts),

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Kindergottesdienst (vorher- nachher)

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