Kirchen behaupten vor Kindern, ein Quasi-Holocaust gehe völlig in Ordnung                 

 

von Frank Sacco

 

  

 

Vorwort Müller: Das evangelikale Magazin Idea Spektrum kann man nicht den evangelischen Amtskirchen zurechnen. Trotzdem scheint es keine Berührungsängste zu geben, wie der Artikel von Frank Sacco, Doktor der Medizin, schildert. Schlimm ist, dass es überhaupt Religionsvertreter gibt, die zu Sintflut- und Höllen-Drohungen greifen (Bilder: Sacco).

 

 

Kirchen behaupten vor Kindern, ein Quasi-Holocaust  gehe völlig in Ordnung 

 

 Idea Spektrum, die bekannteste und in diversen Krankenhäusern ausliegende Zeitung der „Allianz“ der Evangelischen Kirchen eröffnet im Heft 17/2011 einen Blick auf das Phänomen Holocaust. Unter dem Titel „Als die große Flut kam“, berichtet das Heft, dass Gott seine „abtrünnigen Geschöpfe nahezu vollständig“ vernichtet habe (1. Mose 6). Es blieben ja tatsächlich lediglich 8 Erwachsene über. Das sie übrig blieben, lässt „einen Blick auf die Güte des Schöpfers werfen“, meint idea Spektrum. Doch wenn man die Güte eines Despoten davon abhängig macht, ob jemand bei dessen Holocaust „übrig bleibt“, muss man dann nicht auch Adolf Hitler diese Güte attestieren? Denn Hitler ließ  etliche Juden ausreisen und verschonte sie damit vor einem Gastod. Nein. Natürlich nicht. Hitler ist ein elender Verbrecher und der Gott, den die Bibel zeichnet,  ist es ebenfalls. Doch das will idea Spektrum nicht so sehen und so wahrhaben. Es passt nicht in das Bild der Amtskirchen, das diese von ihrem „Gott“ Kindern präsentieren. Der soll ja im Gegenteil ein sündenfreies Vorbild sein und die Gerechtigkeit in Person. „Alle Deine Gerichte sind gerecht“, heißt es in Kirchen. Das bringt man dort Kindern bei.

 

Auf meine Frage an eine ca. 35-jährige amtskirchliche  Pastorin, warum der Gott der Bibel auch die Babys bei der Sintflut ertränkte, kam diese Antwort: „Herr Doktor, glauben Sie nicht, dass alle Menschen irgendwo Sünder sind?“ Nein. Das glaube ich nicht. Die Antwort zeigt nur, wie ver-rückt auch der amtskirchliche Klerus ist, und mit welcher grundgesetz- und menschenfeindlichen „Ethik“ man als Kirche Kinder in ihrem von Elternseite mühevoll gelehrtem Rechtsempfinden um 180 Grad umdreht. idea Spektrum ist kein Einzelfall. Ich las an anderer Stelle, „Gott“ sei bei der Sintflut der „erste Naturschützer“ gewesen, habe er doch von jeder Tierart zwei  Exemplare übrig gelassen. Doch wir alle wissen: Naturschutz sieht anders aus.

 

 

Fazit: Auf keinen Fall Kinder zur Kirche schicken! Adolf Hitler wurde als Kind insofern von seiner katholischen Kirche missbraucht, als dass sie ihm Folgendes lehrte. Derjenige, der einen Holocaust durchführt, kann danach noch als die Güte in Personlandesweit gefeiert werden. Eine Rehabilitation Hitlers? Nein.  Doch hier rehabilitieren die Amtskirchen den Holocaustveranstalter Bibel-Gott. Das zu tun ist in der BRD nach § 131 StGB noch illegaler als eine Holocaustleugnung. Der bekannte Philosoph Slavoj Zizek schreibt im Buch „Gewalt“, die „einzig erlaubte Bezugnahme“  des Holocaust sollte „eine negative sein“. Wie ticken nun übliche Kleriker? Es wird hier evident, dass sich nicht nur der Verstand verflüchtigt, sobald man einen Gott in der Nähe vermutet. Es kann sich auch jede wirkliche Moral verabschieden. Warum ist das so? Vermutlich ist es die (unbewusste) Angst vor jeglicher, bis heute tabuisierter Gottkritik. Es ist die bis ins Alter konservierte Kinder-Angst vor einer Hölle. Doch diese Angst ist überflüssig. Kein Gott hat ein neues Auschwitz, ein neues KZ mit Namen Hölle vor. Aber diese Maximalangst zu schüren, ist nach dem amtskirchlichen Bischof Nikolaus Schneider, dem Nachfolger Bischöfin Käßmanns,  das „Geschäft“ der Kirche (Der Spiegel, 43/2014). Sie betreibt es in der Suggestiv- bzw.  Hypnosesituation „Gottesdienst“. Dieses  Geschäft mit der Angst ist die bisher „beste Geschäftsidee“. Auch Letzteres stand über die Kirchen in idea Spektum.

 

Das Perfide an der Geschichte um die Flut ist Folgendes: Unsere Kinder werden unter Androhung jenseitiger Strafen in einer „Hölle“ gezwungen, einen Typen zu verehren, anzubeten, ja zu „lieben“, der, wenn die Sintflut-Story so wahr ist, wie die beiden Körperschaften öffentlichen Rechtes es behaupten, einen noch einmal brutaleren Holocaust hingelegt hat, als Hitler es tat. Denn Hitler nahm zum Töten Gas, der Gott der Bibel indes Regenwasser. „Abtrünnig“ von diesem „Gott“, so die Kirchen, darf kein Kind werden (s.o.). Das ist schwere Nötigung (nach §240 StGB). Auch ist die Unterstellung haltlos, Gott habe den Holocaust Sintflut überhaupt begangen. Diese Unterstellung  ist nach § 166 StGB  strafbare Gotteslästerung, weil damit der öffentliche Frieden unserer Kinder erheblich gestört wird. Unsere Kinder wissen sich einem Verbrecher auf Ewigkeit hilflos ausgeliefert. Von einer „verstörenden Botschaft“ spricht dann auch Bischof N. Schneider, als er unseren Kindern mit dem „ewigen Feuer“ Jesu droht (in „Von Erdenherzen und Himmelsschätzen“, Seite 54). Betreffend Schneider schickte ich der Staatsanwaltschaft Hannover eine Strafanzeige wegen Kindesmisshandlung. Es gilt hier als Verbrechen, Kinder mit Feuer-Folter zu bedrohen. Sie sollen „gewaltlos“ aufwachsen.

 

5 Antworten auf Kirchen behaupten vor Kindern, ein Holocaust gehe völlig in Ordnung von Frank Sacco

1. Klarsicht sagt:

1. Januar 2018 um 18:02

In den christlichen Szenen sollte man sich lieber nicht auf die Feststellung ihres „Bibeldämons“ verlassen, Der mehrfach meinte, dass alles sehr gut war (1. Buch Mose [künftig B. M.], K. 1, V. 10, 12, 18, 21, 25, 31). Und sie sollten sich auch nicht darauf verlassen, dass Er unwandelbar und irrtumslos sei. Denn nachdem Er schon meinte, Adam und Eva als „charakterliche Fehlproduktionen“ aus dem „Garten Eden“ hinauswerfen zu müssen, „reute“ es Ihm danach, die Menschen überhaupt gemacht zu haben, weil ihre „Bosheit groß“ war usw. (1. B. M., K. 6, V. 5 u. 6). Aber eigentlich „gereute“ Ihm doch gemäß 4. B. M., K. 23, V. 19 nie etwas. Hier hat man es mit einem der bibeltypischen Widersprüche zu tun.

„Aber die Erde war verderbt vor Gottes Augen und voll Frevels“ (1. B. M., K. 6, V. 11 u 12). „Diese – psychologisch verheerende – Lehre von der Verderbtheit, Verworfenheit und Verdammungswürdigkeit des Menschen wurde zu einem ganz wesentlichen und über Jahrhunderte bis in unsere Zeit wirkkräftigen Aspekt der Anthropologie der christlichen Kirchen: sie wurde der Bibel entnommen und von den maßgeblichen Kirchenlehrern weiterentwickelt (bis in unsere Tage, so etwa von Karl Barth), wie, um nur ein Beispiel anzuführen, von dem heute noch hochverehrten, in der katholischen Amtskirche heiliggesprochenen Kirchenlehrer Augustinus: ‚Alle Menschen sind eine Sündenmasse, eine Masse der Verdammnis, die unmündigen Kinder nicht ausgenommen‘ “ 1.

Wie konnte Augustinus dieser Auffassung sein ? Hatte sich etwa die charakterliche Qualität der Menschen, die nach der Sintflut geboren wurden, nicht im Verhältnis zu jener der Menschen, die vom „Bibeldämon“ durch die Sintflut ermordet worden waren, gebessert ? Immerhin stamm(t)en diese Menschen angeblich von jenen Frommen und ohne Tadel ab (1. B. M., K. 6, V. 9), die Er doch ausgesucht und von der Sintflut verschont hatte. Sein Auswahlverfahren hätte doch unfehlbar sein müssen. Es kann doch wohl nicht sein, dass dem „Bibeldämon“ nach Adam und Eva ein zweiter Fehlgriff unterlaufen war. Hier müssten in den christlichen Szenen doch eigentlich Zweifel darüber aufkommen, dass sie es mit einem allwissenden und irrtumslosen „Bibelwesen“ zu tun haben. Denn Er hätte doch wissen müssen, wie sich Seine „Geschöpfe des Neuanfangs“ entwickeln würden. Im übrigen hatte Er ja das Dasein der Menschen durch deren Bestrafung inform des Rausschmisses aus dem „Garten Eden“ erheblich erschwert. Diese „Tatsache“ hätte bei Ihm eigentlich dazu führen müssen, dass Er das menschliche Verhalten entsprechend milder beurteilt, da Er doch angeblich so barmherzig ist.

„Neben dem archaisch-inhumanen Gehalt eines sehr großen Teiles der biblischen Schriften stellt das Faktum des unendlichen Leidens der menschlichen und außermenschlichen Kreatur in Vergangenheit und Gegenwart, die ungeheuer große Zahl an bösartigen und absurd-sinnlos erscheinenden Ereignissen einen der schwersten Einwände gegen den christlich-biblischen Glauben dar“ 2.

Es ist durchaus nichts dagegen einzuwenden, fehlerhafte Produkte nicht weiter zu verwenden bzw. zu vernichten, wenn sich der festgestellte Fehler als nicht behebbar erweisen sollte. Solche Radikallösung ist jedoch barbarisch und verwerflich, wenn das Produkt ein lebendes, denkendes, psychischen und physischen Schmerz fühlendes, um Liebe und Anerkennung ringendes und Ängsten ausgesetztes Wesen (und insbesondere ein Kind) ist. Gleichwohl nahm es sich der „Bibeldämon“ vor, die Menschen von der Erde zu vertilgen (1. B. M., K. 6, V. 7 ). Es „reute“ Ihm sogar, auch die Tiere gemacht zu haben (1. B. M., K. 6, V. 7), die doch unschuldig gewesen sein dürften (wie die menschlichen Kinder). Auch sie beabsichtigte Er zu beseitigen. Noah aber fand Gnade vor Ihm, weil er ein frommer Mann und ohne Tadel usw. war (1. B. M., K. 6, V. 8 u. 9). Es handelte sich auch bei ihm um eine biblische Figur, die ihrem „Herrn“ Kadavergehorsam entgegen brachte (wie z. B. auch Abraham, Hiob und Jesus).

Mit Ausnahme von Noah, seiner Frau und ihren gemeinsamen Söhnen, Sam, Ham, Japheth, deren Frauen sowie je einem männlichen und weiblichen Tier von jeder Art, wollte der „Bibeldämon“ alles auf Erden durch eine Sintflut verderben (1. B. M., K. 6, V. 10, 18-20): „…alles Fleisch, darin ein lebendiger Odem ist, unter dem Himmel. Alles, was auf Erden ist, soll untergehen“ (1. B. M., K. 6, V. 17).

Die Sintflut kam vierzig Tage auf Erden (1. B. M., K.7. V. 17). „Da ging alles Fleisch unter, das auf Erden kriecht, an Vögeln, Vieh, Tieren und an allem, was sich regt auf Erden, und alle Menschen“ (1. B. M., K. 7, V. 21). „Allein Noah blieb übrig und was mit ihm in dem Kasten war“ (1. B. M., K.7, V. 23). Alle übrigen Lebewesen hat der „Bibeldämon“ auf grauenvolle Art und Weise ausweislich 1. B. M., K.7, V. 22 u. 23, in den Tod geschickt, was von Christen, die ja daran glauben, dass es sich um ein Ereignis handelt, das historisch stattgefunden hat, zwar zur Kenntnis genommen wird, aber wohl kaum Nachdenklichkeit oder gar Mitgefühl bei ihnen auslöst.

„Mangelnde Phantasie und ,Herzlosigkeit' “ (z. B. bezüglich der bei der Sintflut Ertrunkenen) sorgen wohl „nach einer sehr wirksamen psychischen Gesetzmäßigkeit“ dafür, dass die „Grausamkeiten“ in solchen „Geschichten wie die des Noah…“ „um so weniger konkret“ und mitfühlend von den Menschen „realisiert“ werden, „je distanzierter von der eigenen Person und Lebenszeit diese zeitlich und räumlich auftreten“ 3.

Ersichtlich sind „ganz zentrale Aussagen der Bibel“, wie hier, „von extrem archaisch-inhumaner und … vernichtender Qualität“ 4. „Das biblische Gottesbild ist vor den Standards kritischer Vernunft und aufgeklärt- humaner Ethik inakzeptabel“ 5.

Wie es die bisherige Menschheitsgeschichte ausweist, ist die Qualität der Nachkommen jener Menschen, die der „Bibeldämon“ selbst ausgesucht und von der Sintflut verschont hatte, wohl doch nicht besser geraten als die Qualität der Menschen, die Er durch die Sintflut grausam hatte umkommen lassen. Die angeblich von Ihm herbeigeführte Sintflut verursachte daher eine sinnlose Vernichtung vermeintlich fehlerhafter biologischer „Produkte“ und somit ein von Ihm verübtes Verbrechen, wenn es sich denn um Ereignisse handelt, die historisch tatsächlich stattgefunden haben und vom Ihm zu verantworten sind, was ja als unbezweifelbar zum christlichen Glaubensinhalt gehört.

Wieso wurde/wird eigentlich nach dem „Neuanfang“ durch Noah nicht ständig dessen Frömmigkeit und Tadellosigkeit im Sinne des 1. B. M., K. 6, V. 8 u. 9, auf die Menschen so weitervererbt, wie nach Adam und Eva angeblich die von ihnen begangene Sünde ständig auf deren Nachkommen weitervererbt wurde/wird ? Im biblischen Kontext scheint es aber wohl so zu sein, dass sich vorzugsweise Schlechtes weitervererbt, Gutes dagegen nicht. Tatsächlich ist es so, dass weder Frömmigkeit noch Tadellosigkeit vererbt werden können. Das gilt natürlich auch für Sündhaftigkeit.

Nach dem Massenmord durch die Sintflut müsste sich der „Bibeldämon“ für die Menschen eigentlich erledigt haben, was aber leider, wie ja bekannt, nicht der Fall ist. Auch die Massenmörder Hitler und Stalin sind ja leider für einige Menschen noch nicht erledigt. Überhaupt huldigt man Massenmördern oft (z. B. Karl der „Große“ und Kaiser Napoleon I.).

 

 

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Die "Straßenmission glaubensfroher Christen" macht unsere Kinder unfroh und krank: 

„Der Sünder, der nach seinem Tod im unauslöschlichen Flammenmeer der Hölle ewige Pein leidet, erntet genau das, was er gesät hat.“

Ein Sacco-Suizid. Häufig, aber unnötig wie ein Kropf.

 

In der Vorhölle, Akryl, 2002
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Kirchliche Lieblingsbeschäftigung
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Akryl auf Papier, 2003
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F. Sacco: "Kreuzesfolter muss nicht sein", Street Art  Bremen / Ein Gott kann auch ohne Kreuz vergeben. 

F. Sacco  Street Art, Bremen

"Kirche und Kind"

Ungleiche Machtverhältnisse

F. Sacco  Installation

F. Sacco "Junge Autistin"

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F. Sacco: Fegefeuer

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"Jesus" bei der Arbeit am Kochtopf (oben rechts),

im Paderborner Dom

Frank Sacco, "Hell", Akryl 2014

 

 

 

 

 

 

 

 Kinder-Albtraum Hölle

Frank Sacco, "Schuld", Akryl 2015

Kindergottesdienst (vorher- nachher)

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         durch Mission                         missbraucht.

         Missionsversuch

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    Der Täter tröstet Rex

 

 

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"Therapie", Sacco 2013

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Ostseestrand, Sacco 2015