Das Sacco-Syndrom

 

 

Ein Paradigmenwechsel steht in der Psychiatrie an:

 

Bedrohlich dargestellte religiöse Gedankeninhalte - wie zum Beispiel Angst vor jenseitigen, ewigen Strafen - sind nicht etwa, wie zurzeit angenommen, Symptome bei einer Psychose oder einer Neurose. Religion stellt als die nach Karl Jaspers größte bekannte Angst-Quelle die heute wieder häufigste Ursache dieser Erkrankungen dar. Mittlerweile sind fünf Bücher über diese Thema von mir im Buchhandel und als E-Book erhältlich (s.u.). Nach Eugen Drewermann bewirken die Kirchen über ihre harten Dogmen "Krankheit und Wahnsinn" - und das, so der Analytiker Tilmann Moser, millionenfach. Der Zusammenhang Glaube-Erkrankung, den  die heutige Psychiatrie zu leugnen versucht, wird hier und in meinen Büchern eindeutig belegt und mit der Diagnose Sacco-Syndrom ausgestattet. Belegt wird damit auch der größte Kunstfehler der Psychiatrie seit 1945: Ihr Verneinen des direkten Zusammenhanges von kirchlicher Bedrohung Kindern gegenüber und späterer Erkrankung eines derart einmal Indoktrinierten. Wird denn wieder klerikal gedroht? Die "Evangelische Zeitung" (Lutherisches Verlagshaus) vom 27. März 2016 klärt es auf: In den "lutherischen Kirchen" sei "unwidersprochen gültig", dass  gewisse Sünder in die "ewige Hölle" und zur ewigen "Strafe" verdammt werden. Die beunruhigende Bildunterschrift für unsere Kinder: "Der Teufel versucht, Menschen in sein Reich, die Hölle, zu ziehen. Welche göttliche Gnade sei für diese Sünder jedes nicht ewig "brennende Körperteil!", schreibt unseren erschreckten Kindern der religiös-fundamentalistische Autor Hans-Werner Deppe für das religiös-fundamentalistische Erzbistum Paderborn im Buch: "Wie wird es in der Hölle sein?", bethanien.

 

Meine Kollegen aus der Psychiatrie sind nun relativ kollektiv der irrigen Auffassung, dass derartige "christliche Erziehung" im Kindergarten, kirchlichem Unterricht und Schule keine entsprechend negative Wirkung hinterlassen könne. Fakten oder Untersuchungen darüber an Kindern können sie jedoch nicht vorweisen. Wie so oft machen sie hier ihr Wunschdenken, das ihnen in diesem Fall erspart, sich mit dem größten Arbeitgeber der Psychiatrie anzulegen, zu einer "Wissenschaft".

 

Äußern kassenversicherte Patienten dann aber doch Zusammenhänge ihrer Krankheit mit Glaubensdogmen, "überweist" die Psychiatrie die Erkrankten. Wohin? Sie überweise, so der vortragende Psychiater W. auf einer  Fortbildungsveranstaltung im  Dez. 2011 im Landkreis Celle, zu den "Verursachern" der Erkrankung, also zum Klerus. Damit gibt die Psychiatrie zwei Dinge zu: 1. Der Klerus "verursacht"  Erkrankungen (was man an anderer Stelle vehement zu leugnen versucht). 2. Man überweist die Erkrankten (von denen man also weiß), die nach Kirchenaussage heute sogar "durch alle Ritzen" kommen,  zu den "Verursachern" und damit zu medizinischen, dazu noch einem orthodoxen Dogma verpflichteten Laien. Es sind eigene verdrängte religiöse Ängste unserer Psychiater, die diesen Mechanismus bewirken. Da teils Schwerkranke und Suizidgefährdete so aus dem qualitätsgesicherten Gesundheitssystem ausgeschleust werden, handelt es sich um einen ausgewachsenen Skandal. Hier ist die Psychiatrie auf einem unverzüglich zu korrigierenden Weg. Die Niedersächsische Ärztekammer wurde über das Verhalten der Psychiatrie über einen Anwalt informiert und soll sich äußern (Stand 2016).

 

Frank Sacco, Gruppe 49, Mitglied im Bund deutscher Internisten und der Niedersächsischen Ärztekammer, Truppenarzt der Bundeswehr, Autor der Bücher

 

"Wenn Glaube krank macht", BoD, 404 Seiten, Ladenpreis 12,99 €  

 

"Die Neurose Sigmund Freuds als Kollektivneurose", BoD,

134 Seiten, Ladenpreis 7,99 €. Die englische Version"The Freudian Fallacy", BoD, 68 Seiten, Ladenpreis 5,99 €

 

"Homosexualität Heterosexualität Pädophilie", BoD, 104 Seiten, Ladenpreis 10,99 €

 

"Ursachen des Masochismus", BoD, 76 Seiten, Ladenpreis 8,99 €

 

 

  Definition des Sacco-Syndroms:

    religionsbedingte Erkrankungen 

Das Wichtigste gleich hier: 1. Worum es geht     2. Zusammenfassung (auch in englischer Übersetzung)    3. Vorwort zum Thema "Krank durch Glauben"    4. Krank durch Glauben (kurze Abhandlung über das  Sacco-Syndrom)

Frank Sacco: Junge Autistin.................     Street-Art in Bremen Überseestadt
Frank Sacco: Junge Autistin................. Street-Art in Bremen Überseestadt

           

                Die Sonne

 

Wintersonne,

scheint dir ins Gesicht,

direkt ins Herz.

Gibt ihre milde Wärme,

taut alles auf, was kalt ist,

trocknet alles, was geweint hat

in langen Nächten.

 

Frank Sacco, 1988

 

 

Präambel

 

Eugen Biser, geboren  6. Januar 1918, war ein deutscher römisch-katholischer Priester, Fundamentaltheologe und Religionsphilosoph. Nach den Erfahrungen durch Auschwitz plädierte er für eine Religion nach Auschwitz. In deren Zentrum steht ein gewaltfreier Gott. 

Biser:  „Auf der einen Seite der liebende Gott, auf der anderen Seite der drohende, strafende Gott. Hier muss eine Selbstkorrektur stattfinden. Hier muss gezeigt werden, dass es diesen strafenden Gott für ein richtig verstandenes Christentum nicht gibt, sondern nur den Gott der bedingungslosen Liebe. Dieser bedingungslos liebende Gott darf und kann nicht mehr gefürchtet werden, denn er nimmt dem Menschen die

 

tiefste aller Ängste, die Gottesangst

 

aus der Seele. Ich habe den Eindruck, dass die Kirchen das noch nicht begriffen haben.“ Diesem großen, reformerisch tätigen Priester und meinem Großvater Reinhard sind meine Schriften gewidmet. Jede tiefe Angst macht krank, ja sie ist bereits Krankheit (WHO-Definition). Die Grausamkeit der eigenen Religion wird vom Gläubigen in der Regel nicht wahrgenommen. Sie ist verdrängt. Doch die wenigen guten Analytiker, die Kirchenschäden überhaupt behandeln, wissen, was uns Eugen Drewermann schreibt:

 

 

Die Kirche habe sich niemals dafür "schuldig gesprochen", Menschen in "Krankheit und Wahnsinn getrieben zu haben" (Kleriker, S. 565).

 

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Gebrauchsanweisung 

 

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       Himmel und Hölle - und die Wege dorthin. Frank Sacco 2012, Tinte

 

1. Worum es geht

 

Ein Umdenken steht in der Psychiatrie an. Nicht, wie Sigmund Freud meinte, die Kastrationsangst ist die grösste Angst des Menschen. Mit seinen  diversen Ohnmachten weist uns Freud den Weg zu der tatsächlich grössten Menschenangst, die auch die seine war: Der Gottangst. Diese in aller Regel tief verdrängte Angst vor jenseitigen Strafen zog dem Analytiker buchstäblich den Boden unter den Füssen weg, ja sie führte ihn in die letztlich seinen Tod bewirkende Nikotinsucht. Lebenslang mied er die "schwarze Schlammflut" religiös-mystischer Abgründe. Er leitete - auch über seine Fehldeutung der Ödipussage (siehe dort) - die Psychiatrie nun schon über mehr als 100 Jahre in eine sowohl diagnostische als auch therapeutische Sackgasse. Erst die Psychoanalyse des nur vermeintlichen Atheisten Freud, die ich hier vorstelle, macht einen Neuanfang in der Psychiatrie möglich. 

 

Psychiater wissen und lehren: Jede Form ernst gemeinter Folterandrohung macht krank. Paradoxerweise geben sie  auf der anderen Seite aber an zu wissen, dass die Androhung ewiger Folter durch die Amtskirchen, ihren größten Arbeitgeber, „keine Angst“ auslöse und damit kein Trauma darstelle. Demnach hält man auch das Predigen eines "Jüngsten Gerichtes" mit seiner Konsequenz (Himmel oder Hölle) für völlig harmlos - auch für Kinder. Prof. Diefenbacher und Mitarbeiter, Berlin: Nicht die gedankliche Vorstellung, die "Imagination", sondern nur das wirkliche Erleben der Hölle stelle ein Trauma dar und könne eine PTBS (posttraumatische Belastungsstörung) bewirken. Diese „Kenntnis“ um die herausgestellte angebliche Harmlosigkeit der Kirchen, die ich die

 

"Berliner Psychiater-These"

 

genannt habe,  ist natürlich nirgendwo wissenschaftlich belegt und stellt, eine angstinduzierte Schutzbehauptung meiner Kollegen dar. Die äußere und innere Unterwerfung unter ihren Kindheitsgott und den Arbeitgeber Kirche bewirkt auf kognitiver Ebene diese selbstverordnete, von außen betrachtet skurrile Blindheit der Psychiatrie. Die Lebenslüge der Psychiatrie  löst auf emotionaler Seite  Aggressivität  und argumentativen Autismus gegenüber jedem Analytiker dieser Zusammenhänge, dieses Wahnes der Psychiater aus. Man schweigt einfach zu berechtigter Kritik. Es ist schlicht Wahn, anzunehmen, ein ernsthaftes Predigen jenseitiger ewiger Strafen könne Kinder nicht erkranken lassen. Es ist Wahn anzunehmen,  das Absingen von Kirchenliedern mit dem Inhalt Hölle, Teufel und nur eventueller Gnade eines nur eventuellen "Retters" könne Kinder nicht krank machen, nur weil die Lieder "alt" seinen. Auch altes Gift macht krank. Auch reicht es den Kirchen völlig, ein Kind nur einmal mit der Hölle zu indoktrinieren. Wie es auch reicht, nur einmal E605 einzunehmen oder eine Kind nur einmal sexuell zu missbrauchen. Die Twin Towers müssen nur einmal fallen, um New York zu traumatisieren. 

 

Die Aufdeckung der doppelten Abhängigkeitsbeziehung unserer Psychiatrie (von „Gott“ und von ihrem größten  Arbeitgeber) ist  für eine Veränderung des Status quo dringend notwendig und für ein Erkennen, dass ursächlich in der Regel  nicht vermutete Gene oder gar ein Sadismus der  leiblichen Eltern, sondern der Sadismus eines klerikal erfundenen Gottesbildes im Vordergrund der Ursache psychischer Erkrankungen steht. Sich mit dieser Schuld der Amtskirchen ernsthaft zu befassen, gilt als Skandal. Doch damit muss ein Aufklärer leben können. Kardinal Marx, Vorsitzender der katholischen Bischofskonferenz, versteht indes die von mir beklagten Zustände und pflichtet mir bei: 

 

"Buße" müsse man tun, weil man als Kirche Angst vor einer Feuerhölle gemacht habe, so Marx im Jahr 2013. Buße muss nur der tun, der Schaden angerichtet hat. Wer Angst macht, der produziert auch Angsterkrankungen. Diesen Zusammenhang will die Psychiatrie auf dm Gebiet der Religion nicht sehen. Bischof Nikolaus Schneider macht in seinem Buch "Von Erdenherzen und Himmelsschätzen" Kindern diese Angst vor einem ewigem "Feuer" Jesu. Nur gewisse gute Menschen würden "nach dem Richterspruch Jesu nicht dem ewigen Feuer überantwortet", so auf Seite 54. Dann macht er in einem Spiegel-Interview einen entscheidenden Fehler. Er gibt zu: Das Predigen jenseitiger Strafen sei ein "Geschäft" der Kirchen, so der Nachfolger von Bischöfin Käßmann als Chef der EKD. Es ist ein schmutziges Geschäft mit bösen Folgen - sowohl für das geschädigte Individuum und seine Familie, als auch für die Volkswirtschaft.

 

Dieses Geschäft mit der Angst wird seit den achtziger Jahren wieder vermehrt betrieben. Der Spiegel-Titel  vom 26.3. 2016 lautet: "Die gefährliche Rückkehr der Religionen" und : "Der missbrauchte Glaube". Jeder Glaube entspringt einer Hoffnung auf bessere Zeiten (Paradiese). Und jeder Glaube wird von "geschäfts"-tüchtigen Geistlichen  in Angst vor schlechteren Zeiten (Höllen) pervertiert. Der Vatikan bremst Papst Franziskus aus und blockiert eine grundsätzliche Reform. "Der Papst ändert keine einzige Lehre...", so Kardinal Walter Kasper in der "Die Zeit", 14.4.16. Der Inhalt der Bibel, so brutal er auch als "Grundlage" des Glaubens ist, sei nicht verhandelbar, doziert Papst Benedikt.

 

Wer als Kind oder auch später Angst vor einer Hölle hat, und diese Angst ist einem Patienten  in aller Regel unbewusst, der ist  nach der Definition der WHO bereits krank. Sein Menschenrecht, ohne Angst vor Folter groß zu werden, ist verletzt worden. Hier ist ein Kardinal Marx also sachlicher, informierter und fortschrittlicher als unsere Psychiatrie. Die in den Lehranalysen sich zumeist ergebende „moderne“ Ablösung  von einem bösen und strafenden Gott und die Aufkündigung des Gehorsams gegen ihn und seine Kirchen (ggf. mit Kirchenaustritt) wird vom angehenden Psychiater ohne den Wirt gemacht: Im Unbewussten muss jeder Anspruch auf Atheismus, Agnostizismus und Selbstbestimmung die Gefahr der Entwicklung von Angst vor einer möglichen göttlichen Rache für den angehenden Psychiater erhöhen, wodurch zusätzliche überkompensatorische Abwehrmaßnahmen notwendig werden. Dazu zählt auch das Kartenhaus des Versuches einer Selbstsicherung etlicher Therapeuten, hinter der sich ein schwaches und oft bis hin zur Suizidalität hilfloses Ich  verborgen weiß. Es resultiert der "Hilflose Helfer" (Autor Schellenbaum), der weder sich selbst noch dem Patienten kausal und damit wirkungsvoll helfen kann. 

 

Behandelt nun unsere Psychiatrie die meisten ihrer Kranken falsch, seit über hundert Jahren falsch? Die Antwort ist: Ja. Die Etablierung dieser meiner Arbeit führte zu einer teils heftigen Gegenwehr der von mir kritisch beurteilten Berufsgruppen (Psychiater, Analytiker, Geistliche, Staatsanwälte), wo man recht flächendeckend meint, die Amtskirchen könnten, auch wenn sie das Jenseits für Sünder noch so dunkel zeichnen, gar nicht krank machen. Hiermit kreiert man in diesen Kreisen die erste nicht krank machende, ernsthafte Androhung schwerer Folter. Auch Kinder könne man als Kirche nicht schädigen. Dieser Wahn dient (wie auch jeder Wahn in einer Psychose) dem Selbstschutz. Eigene nicht bewusste Gottangst ist der Grund für die Stummheit der Psychiatrie gegenüber glaubenskranken Patienten. Karl Kraus: "Die Psychiater leiden an der Krankheit, die zu heilen sie sich vorgenommen haben." Wer diese Zusammenhänge jedoch analytisch aufdeckt, konfrontiert den Patienten, in diesem Fall die Psychiatrie, mit ihrer Schwäche und Schutzlosigkeit. Ihr sie schützendes Dogma  gibt die Psychiatrie  nicht kampflos auf. Zur Not greift man zu unfairen Mitteln.

 

Sigmund Freud lenkte die Psychiatrie auf die falsche Spur. Seine Theorie der Kastrationsangst als der "größten Angst jedes Knaben" war intellektuell konstruiert. Sie war nicht einmal die Angst des Entwicklers der Psychoanalyse. Es war nicht einmal die Ursache der Neurose Freuds, die ihn immer wieder in Ohnmachten fallen ließ. Wem von Ihnen, liebe Leser, hat schon ein Elternteil jemals mit dem Abtrennen des Penis gedroht? Denn das war für den Nicht-Urologen  Freud die "Kastration". Ja wer wurde, wer ist heute auf diese Weise kastriert? Wohl niemand. Freud hatte Gottangst. Er hatte, analog zu Nietzsche mit dessen "Gott ist tot", seinen Kindheitsgott Jahwe "getötet". Dazu brauchte es lediglich die drei berühmtesten Worte von ihm: "Religion ist Wahn". Das beinhaltet die "größte Sünde" für jeden gläubigen Juden: "Jahwe ist Wahn." Freud glitt in die Angst ab. Er mied in Analysen phobisch Religionsthemen. "Für seine Empfindungen kann man nichts", sagte Freud einer Hysterikerin, die "sündige Gedanken" hatte. Er verdrängte den intelligenten Trick des Christentums, Gott lese auch Gedanken und bestrafe sie wie eine durchgeführte Handlung (s. Bergpredigt). Das ist einer der großen Unterschiede zum Judentum. Für Freud  folgte die Sucht. Der Analytiker starb letztlich nach jahrelanger Qual an den Folgen seiner Nikotinsucht. Religion sei eine Massenneurose, hatte er gesagt - und er  irrte.  Die sog. christliche Religion ist ein "Geschäft" mit der Hoffnung (Paradies) und nach Bischof Schneider mit dem Aufbau entsetzlicher Angst, Höllenangst. Sie baut damit auf einem Taschenspielertrick auf: Wie kommt man als Kleriker mit wenig Arbeit an ein gutes Auskommen. Religion führt allerdings zu einer Massenneurose, einer kollektiven Angstneurose. Sie ist Urgrund für das eigentliche kollektive Unbehagen der Gesellschaft. Sie ist nach Bischof Schneider, und das ist zu ändern, ein "Geschäft" mit der größten Angst - mit der Angst vor zeitlich unbegrenzter  Folter. 

 

Wie entsteht nun aber die größte Angst nahezu jeden Kindes, eine Angst, die oft für die Dauer eines gesamten Lebens ins Unbewusste verdrängt wird? Nun, was setzt diese Gesellschaft ihren Kindern für einen Gott, für ein Gottesbild vor? Habe dieser "Gott" nicht mit der Sintflut Schreckliches und Ungerechtes getan? Habe er nicht alle Lebewesen in Sodom und Gomorrha - ganz zum Entsetzen unserer Kinder - lebendig verbrannt? Ist er damit nicht mit dem Verbrechen Sintflut zum größten bekannten Despoten geworden, oder genauer: Vom Klerus dazu gemacht worden? Stellt dieser „Gott“ nicht eine ewig dauernde Rache an "Sündern" und Ungläubigen noch heute als seinen obersten ethischen Grundsatz heraus?

 

Es gibt kein unchristlicher sich verhaltendes Wesen als den klerikal ausgedachten Christengott, den Gott der Bibel.

 

Auch Jesus änderte als Bibel-Jesus nichts. Er kündigt seine Apokalypse (in Lukas 17) als erneuten Holocaust für Sünder und eine ewig währende Hölle für Ungläubige an. "Christ, der Retter ist da...", müssen unsere Kinder zur Weihnacht singen und wissen doch: Der Jesus der Amtskirchen rettet nur, die er liebt und die ihn anerkennen. Damit ist er der amtierende Weltmeister im Liebesentzug. Es seien nur "wenige" so und zum Schrecken unserer Kinder in der Zeitung "Die Welt" vom 2.1.2016: Nach der Offenbarung 7,4 lediglich magere 144.000. Nach dem Kleriker und Despoten Augustus "jeder Dreißigste". 

 

Meine Antwort zu der "christlichen" Religion: Ein christlicher Gott kann nicht so sein. Es sind die Erfinder und Vermittler unseres Glaubens, die in einem sadistisch geprägten Denken und Fühlen einen krank machenden Glauben verbreiten. Nicht „Gott“ und "Jesus" sind Sadisten, sadistisch  sind die Erfinder von Glaubensinhalten. Nicht ein Gott hat die Folter erfunden, es war der Homo "sapiens", der "weise" und doch so grausame Mensch, der sich selbst ein Wolf ist. Die kirchliche Reklame mit der Hölle ist hochaktuell. Der Staat greift bei dieser offensichtlichen Kindesmisshandlung mit Bedacht nicht ein. Billiger lassen sich, das ist bekannt,  keine braven Untertanen züchten. Das Über-Ich-Konstrukt Gewaltgott ist nichts anderes als eine Aussendienststelle der herrschenden Ordnung, die in das Innere der Bürger verlagert worden ist und ihre Dienstbarkeit organisiert und regelt, "sodass die externe Polizei nie in Aktion treten muss". Das hat Harry Mulisch so trefflich formuliert. 

 

Georg Scharf formuliert dagegen Unglaubliches: Gerade Kindern müsse man darlegen, dass Sünder in der ewigen Hölle "furchtbar leiden werden", denn die Psyche des Kindes sei "mehr auf den Glauben als auf das Durchschauen angelegt". 

 

Das ist unfassbar. Kinder seien ja geradezu darauf angewiesen, in "allen Lebensbereichen" den "Erwachsenen zu glauben" (Quelle: Georg Scharf: "Frohbotschaft oder Drohbotschaft?", Theodor Schmitz Verlag). Das müsse man ausnutzen, so der scharfe Tenor Scharfes. Bei uns hingegen im Bundeswehrstandort haben Geistliche mit einem Höllenpredigen kaum Chancen - ganz im Gegenteil. Als Truppenarzt weiß ich: Über jeden Standortgeistlichen der predigen würde, Jesus werde in seiner Hölle Sünder und ungläubige Soldaten ewig mit Feuer foltern, würde sofort Meldung gemacht. Die Truppe weiß, wie rächende schwere Folter und ihre Androhung zu bewerten ist: Es ist die allerunterste ethische Kategorie. Das bestätigte unser evangelischer Standortpfarrer im Juni 2015. Der Satz  gilt allgemein und speziell aber auch für Götter. Es ist in meinen Augen Gotteslästerung, einem "Vater" im Himmel ein solches Verhalten anzudichten. Es zerstört jedes Gottvertrauen bei jedem Kind. Insofern hat schon jedes Kind einen Ödipuskonflikt, aber es ist nicht, wie Freud annahm, ein Vater-Kind-, sondern wie bei Ödipus ein Gott-Gläubiger-Konflikt. Die Soldaten hier am Standort können sich wehren - unsere Kinder nicht. Stehen wir ihnen also etwas bei.

 

Nahe dem KZ Bergen-Belsen, hier in der Lüneburger Heide,  wird 2015 das Buch "Wie wird es in der Hölle sein" beworben (Betanien-Verlag und Internet, Partner Erzbistum Paderborn). Sünder würden in der Hölle froh sein, um jedes "nicht brennende Körperteil!", schreibt Autor Hans-Werner Deppe unseren entsetzten Kindern über das KZ Hölle. Unter Hitler habe es ja noch Trost gegeben. Den werde man jedoch in der Hölle vermissen. Wie werde es sein, „wenn kein Millimeter  des Körpers für keine Sekunde der Ewigkeit vor dem sengenden Schmerz des Feuers verschont“ sein werde. Derartige maximale und ernstgemeinte Bedrohung von Kirchenseite wird von nahezu allen Teilen der Gesellschaft inklusive den Staatsorganen toleriert - eine Toleranz,  die unsere Kinder in eine kollektive Schädigung führt und damit die eigentliche Ursache für Depressionen, Süchte, Angstneurosen, Aufmerksamkeitsdefizite und Psychosen darstellt. Deppes Drohungen würden keine "Anhaltspunkte" für das Vorliegen einer verfolgbaren "Straftat" bieten, so das für mich unfassbare Urteil des Oberstaatsanwaltes Ralf Vetter von der Staatsanwaltschaft Detmold, AZ Js 659/15. Vetter ignoriert das Grundgesetz (Würde) und §241 StGB. Dass mir Mütter berichteten, ihre Kinder würden sich "bedroht fühlen", wie es in der Anzeige hieß, nimmt  der Staatsanwalt anscheinend ungerührt zur Kenntnis. Wir fragen uns: Welchen Sinn haben überhaupt unsere Gesetze, wenn eine derartige Maximalbedrohung mit ewiger Folter gestattet wird? Welchen Sinn haben Staatsanwälte? 

 

Diese unsere Gesellschaft lässt es unter klerikaler Beeinflussung stehend zu, dass auch die EKD als Leitung evangelischer Kirchen, und allen voran Bischof Nikolaus Schneider, noch heute Jesus die Verantwortung für eine ewig strafende Feuerfolter unterstellt und so den einzig "sündenfreien Menschen" zum größten Verbrecher überhaupt macht. Ich habe Schneiders Rücktritt gefordert und ihn wegen Kindesmisshandlung und Gotteslästerung angezeigt. In einem Spiegelinterview (43/2014) gibt er den Kindes- und Gottesmissbrauch seiner Kirche übrigens offen zu: Es sei ein "Geschäft" der Kirche,  Angst vor dem Jenseits und speziell Angst vor Feuerfolter zu vermitteln. Im Gespräch und Interviews sind Kirchenmänner konziliant. In ihren Predigten und in der Sache der Bibeltreue aber bleiben sie hart. Diese hochintelligente Schizophrenie ist sogar päpstlich als politischer Trick der Kirche verordnet worden: Das alte Motto der Jesuiten lautet nämlich: „Fortiter in re, suaviter in modo“ („Hart in der Sache, weich in der Methode“). So glaubt und weiß man, nie in die Zange genommen werden zu können. Selbst der harte Chef der Glaubenskongregation, Gerhard Ludwig Müller, sagt (trotz göttlicher Sintflut, Apokalypse, Fegefeuer und Hölle) im Interview,  "dass Gewalt dem Willen Gottes widerspricht" (Die Zeit, 30. 12. 2015). Es geht halt um viel Geld. Die Kirchen seien die bisher "beste Geschäftsidee", so die Christenzeitung idea Spektrum. Die Nebenwirkungen dieses Geschäftes befinden sich allerdings auf den geschlossenen Abteilungen unserer Psychiatrien. Besuchszeiten wie üblich. 

Die gemäßigte Bischöfin Margot Käßmann hält es sogar für "Gotteslästerung" ihrer Kollegen, wenn sie Gewalttaten religiös deklinieren. Doch die sind durch nichts zu erschüttern. Die Kirchendrohung Hölle mache Kinder nicht krank, so die unfassbare Äußerung des beratenden Psychiaters der Niedersächsischen Ärztekammer. Er spricht damit leider stellvertretend für die deutsche Psychiatrie. Er könne sogar „sicher ausschließen“, dass Ankündigung ewiger Folter Kinder erkranken lassen könne.  Ja Kindern "Pornografie" zu zeigen, das sei doch „wesentlich schlimmer“, so der Facharzt für die Psyche. In  gleicher Krisensitzung gibt er Unglaubliches zu: Über den Begriff Sünde werde mit Patienten nicht gesprochen. Solche Statements machen denkende Menschen sprachlos. Die Psychiatrie kreiert hier die erste völlig unschädliche  Grausamkeit. Dabei hatte in gleicher Sitzung die Vizepräsidentin der Bundesärztekammer, Dr. C. Goesmann, den Sadismus des Klerus beklagt: Die Kirchen würden "Grausamkeiten" begehen. Sie sei deshalb ausgetreten. Der von Goesmann zum Protokollführer bestimmte Jurist meiner Kammer weigert sich bis heute, die Äußerung Goesmanns in sein Protokoll aufzunehmen. Meine Kammer scheint das Wohl von Kirche und der Psychiatrie höher zu bewerten als die Gesundheit unserer Kinder, an denen besagte amtskirchlichen Grausamkeiten vorgenommen werden. Dabei brauchen die  Amtskirchen, und das ist gewiss, gar keinen Schutz irgendeiner Kammer. Sie haben die besten Anwälte der Nation unter Vertrag - und sie werden sie jetzt brauchen. Denn für die Kosten einer Behandlung muss der Verursacher einer Erkrankung - und nicht etwa eine Krankenkasse aufkommen.

 

Auch die Deutsche Bischofskonferenz schreibt mir, es sei "nirgends valide belegt", dass ein Bedrohen mit Feuerfolter (Beispiel: Offenbarung des Johannes) Kinder erkranken lassen könne. Sie vergisst, dass in der BRD schon die reine Bedrohung strafbar ist - ohne dass Krankheitsfälle resultieren müssen. Wer als Kind Angst hat, speziell Gottangst, der ist bereist nach der Definition der WHO krank.  Hier verhalten sich beide Seiten unseriös: Die Psychiatrie, die den Kirchen die Angelegenheit noch nicht valide belegen konnte, und die Bischöfe, denen die größte Angst der Menschen sehr wohl bekannt ist und die sehr wohl wissen: Der von ihnen vermittelte Glaube ist heute wieder ebenso fundamentalistisch und fanatisch wie im überwunden geglaubten Mittelalter. Der verständliche Wunsch des Menschen nach einem Leben nach dem Tod als Ausgleich für hiesige Entbehrungen wurde von der Hochintelligenz Kirche aufgegriffen und in eine Vorstellung von Ewigkeit pervertiert, vor der man sich, besonders als Kind, nur entsetzen kann. Die frühen Bibelschreiber machten die Bibel zu einem großen Betrug. Prof. Gerd Lüdemann schreibt uns ein Buch darüber: "Der große Betrug", zu Klampen. Es kostete ihn seine Lehrerlaubnis an der Theologischen Fakultät Göttingen. Die Kirche straft Kritiker und Abweichler hart. Sie hat überall ihre starken Einflüsse: In den Universitäten, in der Presse (über Anzeigen) und beim Staat. Wir haben einen Gottesstaat. Der Staat erlaubt den Kirchen jeden Kindesmissbrauch - außer momentan den sexuellen. Die Gruppe 49 fordert hingegen ein Verbot jeder Drohung. Solange die Amtskirchen sich weder grundgesetz- noch strafgesetzkonform verhalten und die Würde und die Gesundheit von Kindern maximal beschädigen, gehören sie ebenso wie ihre schriftliche Grundlage, die Bibel, verboten. Ich denke da auch an den biblischen "Gottes"-befehle, Homosexuelle zu töten und Muslime zu missionieren, denn von Gott stammen diese Befehle sicherlich nicht. Gott hätte die Bibel auch unterschrieben, wäre sie von ihm verfasst. 

 

Der Begriff der Kastrationsangst ist zu ersetzen: Analytisch ist tief verdrängte Gottangst die größte Angst des Menschen. Das lehren uns nicht nur Eugen Drewermann, Karl Jaspers und zahllose Geistliche. Sie war auch Freuds Angst. Sie ist damit auch die Angst unserer Psychiater und Analytiker, die die "Therapie" dieser Angst den Verursachern überlassen. Ihre Angst verurteilt Psychotherapie und Psychoanalyse zu einem Steckenbleiben im Oberflächlichen. Zugegeben: Sie ist tief verdrängt. Und jemand, der sie offen anspricht, wird mit allen, auch mit den unlautersten  Mitteln bekämpft. 

 

Die Kirchen haben ihren Herrschaftsanspruch durchgesetzt. Schon Theodor Adorno und Max Horkheimer hatten den Umschlag von Aufklärung und Rationalität zurück in die Mythologie vorausgesagt. Seit den achtziger Jahen besteht die "Postmoderne" - mit allen Konsequenzen. Der 2015 verstorbene Philosoph Ulrich Beck hatte den Einfluss der Religion im Gegensatz zu Benjamin Barber immer unterschätzt.

 

Beide Amtskirchen setzen heute in finanziellem Eigennutz einer wie zum Schweigen verurteilten  Bevölkerung einen Gott der ewigen Rache vor. Sein Foltermittel: Feuer. Das hat mit Religion nichts zu tun. Das kann nicht gutgehen. Es ist Aberglaube. Die Warnung unseres in gutem Sinn gläubigen Bundespräsidenten Joachim Gauck, in Religionsfragen nicht hinter die "Europäische Aufklärung" zurückzufallen, bleibt ungehört. Schon der Aufklärer Friedrich der Große warnte uns vor dem Aberglauben in unserer Religion. Die negativen Auswirkungen des hier angesprochenen seelischen Missbrauches der Amtskirchen  übertreffen noch die des sexuellen, so Richard Dawkins. Die Insassen der psychiatrischen Anstalten sind nicht etwa wegen Kastrationsängsten monate- oder lebenslang interniert. Sie haben, zu "Sündern" gemacht und als Unschuldige für schuldig an Jesu Kreuzestod Gesprochenen, Gottangst, Angst vor ewiger Folter. Diese irrsinnige Angst produziert Irrsinn und in der ekklesiogenen Depression ein unendliches Leid - das Leid des Prometheus Sie ist jedoch eine mit der durch mich entwickelten  EAT (siehe entsprechendes Kapitel unter "Sacco-Syndrom") vergleichbar leicht zu behandelnde Erkrankung. Wehrlosen Kindern ein derartiges mittelalterliches Gottesbild vorzusetzen, ist ein schweres Delikt. Und um dieses krank machende Delikt geht es hier. Es geht um die Erkrankungen, die sich aus klerikal geschürter Gottangst ergeben:

 

Das Sacco-Syndrom.

 

Vermeintlich „Gesunde“ und Psychotiker, namentlich Schizophrene, gehen anders mit ihrer Gottangst um. Sie beschönigen oder verdrängen die Grausamkeiten ihres  Bibelgottes, der immerhin mit der Sintflut einen beispiellosen Holocaust hinlegte. So hatte Luther doch gesagt, man solle diesen "Gott" „fürchten und lieben“. Die Betroffenen weisen damit ein Stockholm Syndrom auf, in dem das hier mit ewiger Folter bedrohte Opfer eine Allianz mit dem überirdisch vermuteten Täter in einer unbewussten Inszenierung beschließt und so versucht, sich mit seiner Zuneigung zum Bedroher aus der Gefahrensituation zu befreien. In einer Lebenslüge "liebt" man seien "Gott" - unabhängig von seinem Charakter. Es ist ein uralter Mechanismus. Unsere Vorfahren kraulten dem bösartigen Alphatier lieber den Rücken, als ihm ein Steinchen an den Kopf zu werfen und als Strafe von ihm verspeist zu werden.  Die Psychoanalyse dieses Phänomens innerhalb der christlichen Religion ruft bei derartigen Opfern bzw. Gläubigen Ängste hervor, sog. Widerstände  und  Aggressionen. Diese Phänomene verhindern, dass meine Schriften z. B. von Psychiatern überhaupt vollständig gelesen, geschweige denn akzeptiert werden können.

 

 

 

 

Liebe, du nicht

 

      Liebe,                                                              Liebe,

      du hast es nicht getan:                                es war nicht dein Wille:

      Mit Flut die Welt ertränkt,                         seine Folter am Kreuz,

      die Kinder, die Unschuldigen,                   Krebs  und   Aids,

      die Schwangeren.                                         es ist nicht dein Wille.

 

      Liebe,                                                              Du warst nicht im Urlaub:

      du nicht.                                                         1933 bis 1945.

      Gefoltert Hiob.

      Verlangtest nicht

      das Sohnesopfer von Abraham.

      Hölle – nicht deine Idee.

                                                                               

 

       F. Sacco, 1993

 

 

2. Zusammenfassung (deutsch / englisch)

Es geht in meinen Schriften um den größten Kunstfehler der Psychiatrie in ihrer Geschichte. Es geht um die größte Angst des Menschen. Sie ist eben nicht die Kastrationsangst. Wovor hatte Freud so massive Ängste, dass er in bis zum Jahr 2010 ungeklärte Ohnmachten fiel? erst heute, erst durch diese Analyse, ist die Neurose Freuds geklärt. Sie wurde in einer sog. Übertragung zur Angst-Neurose der heutigen Psychiater. Natürlich ist diese Angst, die Gottangst,  der am tiefsten verdrängte Inhalt unseres kollektiven Unbewussten. Daher erscheint es anachronistisch und geradezu lächerlich, heute außerhalb von Kirchenmauern über einen Glaubensinhalt wie  Hölle ernsthaft zu diskutieren. Doch bevor wir genau hinschauen, beachten sie Folgendes: Diese Arbeit spricht das kollektive Unbewusste an und ist daher für viele naturgemäß nicht auszuhalten. Denn wir haben das angesprochene Unbewusste zu dem Zweck, das Bewusstsein mit diesen seinen Inhalten komplett zu verschonen. Wenn Sie also nach wenigen Sätzen auf Esc(ape) drücken, so ist das schade, aber ganz normal.  Sie sind ganz normal. 

 

Wirkliche Kirchenkritik kann nicht jeder. Auch Karl Jaspers nicht.  Im Buch "Der philosophische Glaube", Piper, zählt der Philosoph zwar die Vorwürfe gegen die Kirchen auf, verharmlost sie dann aber sogleich. Religionen hätten bisher jedes Übel sanktioniert, das Entsetzlichste zu tun oder rechtfertigen zu können. Er zählt auf: Menschenopfer, Kreuzzüge, Religionskriege. Höllenpredigen bewirke falsche Ängste. Illusionen quälten die Seele. Die Foltern der Hölle, der Zorn Gottes und die unbegreifliche Wirklichkeit eines Erbarmungslosen bewirke Entsetzen und eine Grundstimmung dumpfen Gehorsams. Doch diese Vorwürfe, von Nihilisten vorgetragen, müssten "ergänzt" werden "durch die Feststellung der heilsamen Wirkung der Religionen". "Wenn die Höllenangst für unzählige Seelen Grund zur Wahl des Guten gegen das Böse gewesen ist, so ist diese Angst wohl nur selten nichts als die Angst vor einer vermeintlichen Realität." Verstehe das, wer kann. Jaspers erwähnt nicht die zahllosen  Fälle von Höllenangst auf geschlossenen Psychiatrie-Abteilungen. Er erwähnt nicht Fälle wie die Kreuzritter, die aus Angst vor dem Fegefeuer töteten und die Selbstmordkinder, die sich eben nicht zur Paradieserlangung, sondern zur Höllenvermeindung in die Luft sprengen. Was wiegt mehr: Die Entjungferung  von 72 Jungfrauen oder die Vermeidung ewiger Feuerfolter (siehe Koran, Sure 4, "Die Weiber").

 

Das unseren Kindern von den Kirchen vorgesetzte Gottesbild ist katastrophal und bewirkt daher eine Katastrophe.  Nota bene: Immer wenn in meinen Schriften von Kirchen die Rede ist, sind nur die beiden großen deutschen Amtskirchen gemeint. Es gibt einige wenige wirkliche und weltweit geltende Tabus. Eines ist das Folterverbot. Die Hölle funktionierte nach Aussage des Vatikan schon heute - mit grausamster Folter. Und nach 1945 gibt es noch einen ethischen Grundsatz: Holocaustveranstalter werden hierzulande nicht verehrt.  Durch kirchliche Suggestion im Gottesdienst fällt den Glaubigen gar nicht auf, wen sie da sonntags anbeten und sogar lieben sollen: Den Veranstalter der Sintflut und der Vorgänge in Sodom und Gomorrha. Da die Gräueltaten eines Bibelgottes nicht kritisiert werden dürfen und seine Gerichte sämtlich dogmatisch für gerecht erklärt wurden, kann und darf eine Kritik am persönlichen Gott nicht aufkommen. Gottkritik wird mittels Folterandrohung klerikal unterbunden. Das kollektive Unbewusste verhindert, dass die Sintflut als Holocaust und damit "Sünde Gottes" überhaupt wahrgenommen werden kann. So kann es auch in dieser Gesellschaft geschehen, dass der in Jahr 2014 tätige Leiter meiner Kirche, Bischof Nikolaus Schneider, in Kooperation mit der EKD noch heute ungestraft den wirklichen Gott, die Liebe, missbraucht. Wie? Indem er Jesus ein wirkliches und ewiges, z. Zt. schon funktionierendes  rächendes Feuer  für Sünder unterstellt. Hier wird dem wehrlosen Jesus, der immer nur Liebe und Gewaltlosigkeit lebte und predigte, von meiner Kirche das Vorhalten eines ewigen Feuers unterstellt. Was fällt uns auf? Nun:

 

Meine Kirche macht unerlaubt Folter und einen Holocaust zu christlichen Werten, 

 

die ein "Gott" uns Christen vorlebt und vorgelebt haben soll. Diese beiden "Werte" werden jedem christlichen Kind in gottesdienstlicher Suggestion über Jahre mit erschreckenden und hier zu schildernden Konsequenzen gelehrt. Das Rechtsbewusstsein der Kinder wird auf den Kopf gestellt. Die Gesellschaft schaut in grenzenloser Toleranz permissiv weg, wo die Kirchen an Gott und ihren Kindern schuldig werden. Einen Frieden mit den behördenähnlichen Institutionen Kirchen, immerhin Körperschaften öffentlichen Rechtes, darf es für einen Arzt nicht geben, denn jeder Mediziner ist der psychischen Gesundheit seiner Patienten verpflichtet. Seit Jahren therapiere ich schwer religiös Traumatisierte in meiner Praxis. Die Kirche foltert nicht mehr, weil sie es nicht mehr darf. Heute lässt sie foltern und benutzt dazu unerlaubt unsere beiden Götter. "Nicht wir, die Bischöfe, nein, Jesus verbrennt Euch", so der unglaubliche Schlachtruf der Geistlichkeit.

 

Die beschriebene "kollektive institutionelle Gewalt" der Kirchen mache, obgleich sich hier die Terror-Kategorie D3 nach Georg Meggle erfüllt,  Kinder nicht krank, so unsere Psychiater (Ausnahmen!). Höllenpredigen sei "völlig unverdächtig" meint in diesem Zusammenhang auch die Staatsanwaltschaft Hannover. Die Dogmen der Religion seien "sozialadäquat", ja selbst das Feiernlassen eines Holocaust (gemeint ist die Sintflut) als "gerechte" Angelegenheit gehe völlig in Ordnung. An § 131 StGB, der jede Gewaltverharmlosung und seine Verherrlichung aus gutem Grund verbietet, müssten sich Kirchen nicht halten. Hier irrt Hannover. Sehr wohl hat sich das Amt bei seinem "Freispruch" der Kirchen wohl nicht gefühlt. Auch die Staatsanwaltschaft Berlin Moabit schreibt mir sinngemäß  Ende 2014, das Feiernlassen eines Holocaust in Deutschland sei strafrechtlich erlaubt - solang ihn der liebe Gott gemacht hat. Die Deutsche Bischofskonferenz schreibt mir, es sei "nirgends valide belegt", dass ein Bedrohen mit wirklichem ewigen Feuer, ob nun im Fegefeuer oder in der Apokalypse, begrenzt, oder ewig andauernd, Kinder erkranken lassen könne. Dabei hat die Kirche unter der Leitung von Winnibald Müller mit dem Recollektio-Haus in Münsterschwarzach eine Zentrale zur Therapie kirchenerkrankter Priestern. Machen sich hier Erwachsene lächerlich? Psychiater, Anwälte und  Bischöfe? Sind sie dumm? Natürlich nicht. Sie sind bis auf Ausnahmen ignorant. Ignorant kann man sein aus einem Machtbedürfnis heraus, z. B. als Bischof, oder aus verdrängter Angst vor "Gott" und "seiner" Kirche. Angst macht "tolerant" terroristischen Systemen gegenüber. Wer weiß das besser als wir Deutschen. Diese Angst, und dass gilt speziell für die Gottangst,  ist  in aller Regel tief im Unbewussten verankert und versteckt. Das macht die Angelegenheit spannend. Sie bewirkt dieses "permissive Wegsehen". Zu Gewalt, die einen selbst treffen könnte, falls man sie kritisiert, schweigt der Mensch oft - zu oft. 

 

Durch beständigen Schrecken (und nicht nur unsere Kinder erschrecken sich bei solch einem schrecklichen Gottesbild), ist selbstverständlich der Tatbestand eines Terrorismus gegeben. Ja Schrecken verbreiten ist ein "Wesensmerkmal des Terrorismus", so Rudolf Schüßler in "Handeln mit Bedeutung und Handeln mit Gewalt", mentis, S. 281. Durch Schrecken werde Würde missachtet, ein "menschenwürdiges Leben" unmöglich gemacht. Es werde ein möglicher Glückszustand durch politisch motiviertes "Erfolgskalkül" zerstört. Religion, und vieles an ihr ist harte Politik. Sie  darf sich nicht "in Widerspruch zu den Grundwerten unserer Verfassung setzen", weiß Prof. Jutta Limbach in "Zukunft der Religionen". Sie war tätig im Bundesministerium für Jugend und Familie. "Körperliche Unversehrtheit" müsse garantiert sein. Nun, durch die Ankündigung eines körperlichen Verbrennens fühlen sich Kinder in ihrer körperlichen Unversehrtheit nicht gerade garantiert. Sie werden krank. Sie werden angstkrank, ohne dass unsere heutige Psychiatrie diesen Zusammenhang bisher erkennen wollte. Sie tappt dort, selbst angstkrank, im Dunkeln. Dabei lehrt uns schon C. G. Jung, jede Neurose habe einen religiösen Kern. 

 

Ist es nun, was ein Freund mich fragt, Feigheit, dem System "christliche" Religion nicht aktiv entgegenzustehen? Nein. Angst vor Folter ist niemals Feigheit und die Angst vor ewiger Folter ist es erst recht nicht. Die Drohung bewirkt unser kollektives Schweigen zu einer offensichtlichen Gewaltreligion. Der Bulgarische Schriftsteller G. Gospodinov: "Wir haben im Totalitarismus (in Bulgarien, der Verf.) gelernt, über gewisse Dinge sehr vorsichtig oder gar nicht zu reden." Also gestatten wir unseren Kirchen,  ein angebliches Konzentrationslager Gottes  auf die Schultern unserer Kinder zu laden, einerlei, ob sie daran zerbrechen. Wir gestatten es aus Gott-Angst, nicht aus Feigheit. In der Kirche müsse endlich Frieden einkehren, meinte der greise Priester Eugen Biser. Die Kirchen müssten bezüglich ihrer Anwendung seelischer Gewalt eine "Selbstkorrektur" vornehmen, und Gott anders definieren als heute üblich; nicht als Chef einer ewigen Hölle, sondern als die wirklich bedingungslose Liebe. "Damit ist die Hölle überwunden", schreibt uns Joseph Ratzinger 1968. Später als Papst macht er mit ihr wieder die übliche Reklame, das übliche "Geschäft".

 

Den Freud´schen Begriff der Kastrationsangst können und müssen wir demnach ersetzen: Gottangst, also die Angst vor zeitlich unbegrenzter Folter ist die größte Angst des Menschen.  Sie ist auch die Angst unserer Psychiater, die eben nicht die Angst haben, ihre oft schon verstorbenen Väter könnten sie kastrieren. Der leidige Vater-Sohn Konflikt Freud´s war in Grunde ein Gott-Kind Konflikt, analog des Konfliktes des Ödipus (siehe dort). Ödipus hatte Angst vor einer erbarmungslosen  Strafe eines (übrigens nie existenten) Zeus, da er in Notwehr seinen Vater getötet hatte und mit seiner Mutter ein inzestuöses Verhältnis unterhielt. Gegen beides hatte  Zeus (besser: seine Erfinder) etwas einzuwenden. Das Opfer des Ödipus an Zeus, sein Augenlicht herzugeben, war unnötig. Es gab niemanden im Himmel, dieses Opfer in Form zweier masochistisch ausgebrannter Augen anzunehmen. Es war wegen Nichtexistenz des Zeus nicht notwendig, ihn über das Opfer milde zu stimmen. Ödipus war ein religiöser Masochist, der über seinen Masochismus einen Hades vermeiden wollte, der ihm nur eingeredet war. Heute ist der religiöse Masochismus in der "endogenen" Depression versteckt. Die Sage ist also weiterhin   hochaktuell.

 

Angst resultiert auch nicht, wie Freud fälschlich annahm, aus einer Anhäufung nicht entladener sexueller Spannung, also aus "direkter Umwandlung einer verdrängten Libido in Angst". Die Libido bzw. der Trieb, werden wegen Angst vor Versündigung gar nicht erst ausgelebt. Verkehrt gemachter Sex führt in die Hölle, so das geltende Dogma. Ohne Sex, ohne Penis, ohne Vagina keine Hölle! Das macht menschlichen Sex oft so ungeheuer schwierig. So wollte sich ein Priester wegen eigener Onanie den Penis abschneiden. War er auch in Münsterschwarzach? Wer beim Sex unbewusst an Sünde und Beichte denkt, kann die Angelegenheit auch nicht unbedingt entspannt genießen. Sie wird zur eher belastenden sonntäglichen Pflichtübung. Der Einstein des Sex, Dr. M. Hirschfeld zu diesem "christlichen" Problem:

 

"Die Vulva wurde zum Symbol der Höllenpforte, 

 

während die Naturvölker sie als Fruchtbarkeitssymbol... begrüßen." Über diese Probleme siehe in den Kapiteln  Ursachen Homosexualität und Ursachen Pädophilie.  Eine religionsinduzierte Angst vor "normalem" Sex treibt etliche Patienten vom Hetero-Partner  weg und damit  in die sog. Paraphilie. Das ist also ein altbekannter, unzweifelhafter Zusammenhang. Homosexualität ist halt auch Abwehr einer Angst vor den anderen Geschlecht, so Prof. Siegfreid Elhardt, Uni München. Er durfte das noch sagen, ohne diskriminiert zu werden. Schon Freud kannte die Ursache der Homosexualität: Angst. Freud spricht vom "homosexuellen Komplex".

 

Die Kirchen setzen in finanziellem Eigennutz einer ängstlich-gläubigen Bevölkerung einen nach Rache völlig verrückten Gott vor. Das kann nicht gutgehen. Die Insassen der psychiatrischen Anstalten sind nicht wegen ihren Kastrationsängsten interniert. Sie wurden künstlich zu "Sündern" gemacht.  Sie haben Gottangst und damit eine im Verhältnis leicht zu behandelnde Erkrankung, siehe dort. Denn Gott ist nicht, wie sie glauben gemacht wurden, ein Despot. Es ist eine Unverschämtheit und nach Bischöfin Käßmann gar Gotteslästerung des Klerus, Kindern ein solches Gottesbild vorzusetzen. Es ist ein Verbrechen - ein Verbrechen mit allen verheerenden Auswirkungen eines Verbrechens. Kinder wissentlich krank zu machen, und Eugen Drewermann hat genügend davon berichtet, ist ein Verbrechen. Und um dieses Delikt geht es hier. Es geht um die Erkrankung, die durch dieses Kirchen-Delikt entstehen:

 

Das Sacco-Syndrom. 

 

So entwickelte ich eine Therapieform eben zur speziellen Behandlung dieser Massivangst. Ich nannte sie die EAT, die Ekklesio-Adversative-Therapie, siehe dort. Eugen Drewermann unterstützt mein Anliegen, kann sich aber nicht vorstellen, dass eine breite Aufklärung der Bevölkerung irgendetwas bewirken kann. Nur im individuellen Gespräch könne man wirksam sein. Schauen wir, was wird. Schauen wir, ob Drewermann recht hat.

 

Seinen Siegeszug trat das Christentum nur aufgrund dieser Angst an - und durch eine perfide, intelligent gemachte, aber gesetzlich in der BRD unerlaubte Schuldzuweisung. Schon unsere 2-jährigen Kinder seien "Mittäter" an einer grauenhaften Folter, einem grauenhaften Mord. Das ist üble Nachrede. Sie hätten eigenhändig den Sohn ihres Gottes gefoltert. Im Gotteslob-Lied 184, im staatlich überwachten Religionsunterricht in Trier als "Favorit" gehandelt, müssen sie singen: "Wir schlugen ihn... Wir folterten ihn... Wir durchbohrten ihn." (Quelle: Internet 2014, Arbeitshilfe für den Religionsunterricht).  Oder diese Selbstanklage wird ihnen von den Eltern vorgesungen, die sich als Gottesfolterer vor dem Kind präsentieren und zu ihrer Schuld zu stehen scheinen. Dem Kind wird suggeriert, es habe Verbrecher als Eltern. Es ist grober, krankmachender Unfug, diese unglaubliche Schuld unseren Kleinen in krimineller Absicht einzureden, obgleich sie, wie wir alle wissen und wie  die Staatsanwaltschaft Flensburg mir bedeutet, an Jesu qualvollem Sterben völlig unschuldig sind. Das im Gesangbuch festgeschriebene Dogma meiner Kirche, die Kinder könnten mit jeder Sünde Jesus "erneut" foltern, ist intelligent gemacht, aber perfide und krank machend. In der "Beichte für Kinder" müssen diese ihren nur eingeredete "schwere Schuld"  Gott beichten: Originalton: Jesus "hat sein Blut" für mich vergossen, "Verzeih mir". Unschuldige Kleinkinder müssen um die so sehr ungewisse Gnade "Gottes" in ihren abendlichen Gebeten betteln. Hier werden sie mit einem Taschenspielertrick gedemütigt. Das geschieht in vollem Wissen, dass ein "Freisein von Demütigung" zu den grundlegenden Bedingungen eines guten Lebens gehört, so  Avishai Margalit. Aber die Kirchen dürften das alles, meint die Staatsanwaltschaft Hannover. Sie dürften aufgrund einer "Religionsfreiheit" unsere Kinder so gewissenlos missbrauchen. Hier irrt Hannover - wie so oft. Nicht die kleinste Abweichung vom Gesetz ist in der BRD unseren Kirchen erlaubt. Im Jahr 2010 haben die Staatsanwaltschaften verinnerlicht, dass man auch als Geistlicher Kinder nicht sexuell missbrauchen darf. Bald werden sie begreifen, dass man Kinder nicht in finanziellem Eigennutz Mörder nennen, ihnen keine Folter androhen und als Klerus nicht unsere Psychiatrien mit unschuldigen Opfern füllen darf. Wir wissen, die politische Hierarchie sieht bei Kirche allzu gern permissiv weg. Wenn ein Staat selbst keinen krank- und kleinmachenden Terror mehr verbreiten darf, bedient er sich gern der Kirchen.  Würde Frau Merkel SPD-Wählern ewige Feuerstrafe androhen, würde es schon Proteste geben. Der Ärztetag 2009 verpflichtet jeden deutschen Arzt, und somit auch mich, Systemen entgegenzutreten, die Kinder aus finanziellen Gründen heraus missbrauchen. Dass es den Kirchen zu allen Zeiten  um Einnahmen ging, muss hier wohl nicht gesondert erörtert werden. Manch Bischof ist gewohnt, fürstlicher als Jesus und weit fürstlicher als der amtierende Papst zu residieren. Und sei es in Limburg. 

 

Die Auswirkungen dieses klerikalen Schachzuges werden uns aber jetzt einleuchtend: Nach einer von Freud beschriebenen Latenzphase werden die so misshandelten Kinder als jugendliche Erwachsene krank. Es resultieren Neurosen, Psychosen, Süchte, Zwänge und die schwersten Depressionen, die wir kennen. Die Angst, sich bei der Beschäftigung mit dem gegengeschlechtlichen Geschlechtsorgan zu versündigen, führt zu Homosexualität, und Pädosexualität. In beiden Verhaltensweisen erkannten Freud, Jung, Körber, Drewermann, Magnus Hirschfeld und Abraham bereits eine Angstneurose. Es resultieren übervolle Psychiatrien, in die morgens kistenweise persönlichkeitsumformende Neuroleptika transportiert werden. Der größte Kunstfehler der Psychiatrie setzt sich zusammen aus einer Kritikunfähigkeit den Kirchen gegenüber und ihrer Hilf- und Sprachlosigkeit bei der Behandlung kirchenbedingter ("ecclesiogener") Angsterkrankungen.

 

Wir brauchen eine Religionskritik. Beatrice von Weizsäcker fängt damit an: "Mein Glaube kommt nicht von Menschen", sagt sie uns, "nicht von der Bibel, nicht von der Kirche, sondern aus meinem Herzen..." Wertlos sei ein Glaube, "der blind folgt, ein Glaube, der Gehorsam ist." Was zu fordern ist, ist Ungehorsam gegenüber den Kirchen, solange sie sich nicht an die bestehenden Gesetze halten. 

 

Eines meiner Bücher, die "Neurose Sigmund Freuds als Kollektivneurose, BoD 7,99€, liegt als "Neurose der Psychiatrie" auf dieser Homepage (ebenfalls kostenlos) in englischer Sprache vor: "The Freudian Fallacy". Ein weiteres Buch ist mit dem Titel  "Wenn Glaube krank macht", BoD, im Handel für 12,99€.

 

 

 Ende Zusammenfassung

 

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Englische Fassung 

 

The Sacco-Syndrome

 

Summary (preface to each single book)

 

Have our psychiatric patients been receiving wrong medical treatment for years? For 100 years? A friend asks me. The answer is: Yes, they have. Sigmund Freud misled our psychiatrists. His dreadful theory of castration anxiety with boys and penis envy with girls was intellectually construed. Castration anxiety was not even Freud's anxiety (re. Freud's Fear). Who among you, dear readers, has ever received threats from a parent o having your penis cut off? Because this was Freud's idea of „castration“? Indeed, was anyone ever, who was, castrated in this way? Nobody was. What, however is mankind's worst fear? Every child's fear?

 

Well, what kind of a god is our undoubtedly deeply religious, baptized and confirmed society portraying to its children? Is not this god responsible for the Flood and therefore for the first ever holocaust committed against the Jews? Did he not burn all Jewish children n Sodom and Gomorrha alive and therefore mercilessly? And did he not, in doing so, become the worst criminal ever known? Is he not until this day madly seeking revenge on “sinners”? Our society allows the leader of my church, Bishop N. Schneider, to go unpunished while he misuses  the true God, which is Love, in cooperation with the EKD (Evangelische Kirche Deutschland = Protestant Church of Germany). How does it do this? By implying that Jesus is responsible for a real and eternal, already existing, fire for sinners. An eternal concentration camp of fire. What strikes us here is the tolerance of our “enlightened” society towards such things. According to our psychiatry, the described “collective institutional violence” does apparently not make our children ill, although in it, Georg Meggle's “Terror Category D3” (Terror-Kategorie D3) actually comes true. The public prosecutor's office equally calls it  “completey unsuspicious”. The doctrines are apparently socially adequate - even celebrating a holocaust is referred to as being a “just” thing to do. They claim that the churches do not have to adhere to §131 StGB (German Criminal Code) which prohibits playing down and glorifying violence. The German Conference of Bishops (Deutsche Bischofskonferenz) writes to me that there is “no valid evidence to be found anywhere” that threatening with true eternal fire, whether for a limited time in purgatory or apocalypse, or everlasting, could make children ill. Are adults making fools of themselves? Are psychiatrists, lawyers and bishops? Of course not. They are ignorant.  Ignorance can prevail due to a desire for power, e. g. as a bishop, or due to pure fear of “God” and “His” church. Anxiety makes people “tolerant” towards terrorist systems. Nobody knows this better than we Germans. This fear is often hidden. It causes “permissively turning a blind eye”. In fact, the individual will generally say nothing in reply to violence which could turn against him- or herself. Such permanent terror (and it is not only our children who are shocked when faced with such a fascist portrayal of God) is naturally a terrorist offence. Indeed, spreading fear is an “essenitial characteristic of terrorism” says Rudolf Schüßler in “Handeln mit Bedeutung und Handlen mit Gewalt (“Actions with Meaning and Actions with violence”), mentis, p. 281. Fear causes disregard of dignity and makes humane and decent life impossible. Potential happiness is destroyed through politically motivated “calculus of success”. Is it cowardice not to actively oppose such a system? No, it is not. Fear of torture is never cowardice, still less a fear of everlasting torture.

 

We can and must replace the term “fear of castration” with “fear of God”, i. e. fear of everlasting torture, and Karl Jaspers already knew that this was mankind's worst fear which is, however, deeply repressed. This is also true for our psychiatrists, whose fear is certainly not of being castrated by their potentially long deceased fathers. Freud's father-son conflict was a God-child conflict, analogous to the Oedipus' conflict (re. there). Oedipus was afraid of being mercilessly punished by a Zeus (who ,by the way, never actually existed), because Oedipus had killed his father and maintained an incestuous relationship with his mother. A non-existing Zeus (better: his inventors) objected to both. Oedipus' sacrifice to Zeus, his eyesight, was unnecessary. There was no one to receive it.

 

Fear does also not result from an accumulation of unreleased sexual energy, i. e. from a direct transformation of repressed libido into fear. Libido, or sexual impulse, is not indulged in due to a fear of trespassing. Dealing with sexuality in the wrong way leads straight to Hell,  according to current dogma. Without sex, penis or vagina, no Hell! This is what makes human sex so incredibly difficult. Whoever is subconsciously dwelling on sin and confession during sexual activity, cannot really enjoy it, and it turns into a burdensome compulsory Sunday exercise. The Einstein of Sex, Dr. M. Hirschfeld, comments on this “Christian” problem: “The vulva became a symbol of the Gate of Hell, while indigenous peoples welcome ….......it as a symbol of fertility”. Please refer to the chapter “Causes of Homosexuality” for further reference.

 

Motivated by financial self-interest, the Churches present their anxious-religious people with a god who is crazily seeking revenge and who therefore unfortunately strongly resembles Hitler. No good can come from that!  Psychiatric patients are not being not been detained in our clinics because of their fears of castration. They have been artificially turned into “sinners”. They suffer from fear of God, a condition which is easily treated (re. there). For God is not, as they have been made to believe, a Hitler. It is disgraceful, and according Bishop Käßmann even blasphemy of the clergy, to portray God to children and such a way. It is a crime – a crime with its full disastrous impact. It is this crime I am talking about. It is about the illnesses caused by this offence:

 

The Sacco-Syndrome.

 

It is this fear which enabled Christianity to triumph – as well as an insidious, intelligently placed, however, in the Federal Republic of Germany illicit, blame. Children as young as 2 years old are claimed to be accomplices in atrocious torturing, an atrocious murder. That is libel. As if they had personally tortured their god's son. In song 184 (e. g. songbooks Bistümer Speyer and Trier) they have to sing:” We beat him....We tortured him....We pierced through him.” Or this self-accusation is sung to them by their parents, who present themselves to them as torturers of God and who seem to accept responsibility for their guilt. It is suggested to the child that his/her parents are criminals. Our children are deliberately and with criminal intent made to believe in this incredible guilt, even though, as we all know and the public prosecutor's office of Flensburg agrees, the children are completely innocent as regards Jesus' painful death. In the “Confession for Children”, they have to confess their “deep burden of guilt” to God: Quote: Jesus “shed his blood” for me, “Forgive me”. Innocent toddlers have to beg for “God's” very uncertain mercy in their evening prayers. In this way, they are humiliated by means of a mere conjuring trick. This occurs in full knowledge that conditions of a good life essentially include “absence of humiliation” (Avishai Margalit). And yet, according the public prosecutor's office Hanover, the churches are allowed to do all these things. In this case – as so often – Hanover is wrong. In the Federal Republic of Germany, our churches are not allowed to deviate even very slightly from the law. In 2010, the public prosecutor's offices understood that members of the clergy  are not allowed to sexually abuse children. Soon they will understand that one must neither call children murderers out of financial self-interest nor threaten them with torture, and that clergy is not allowed to fill our psychiatric clinics with patients. We know that as regards the Church, political hierarchy only too often permissively turns a blind eye, because the state itself is not allowed to spread harmful and discrediting terror. If Mrs. Merkel threatened the voters of the SPD with an everlasting fire in punishment, there would certainly be protests. The German Medical Association (Deutscher Ärztetag) 2009 commits every German doctor, and therefore including myself, to oppose systems which abuse children for selfish financial reasons. The fact that the churches are motivated by money need probably not be discussed here. Many a bishop is used to residing more princely than Jesus.

 

So we now understand the impact of this clerical move:  After a latent period as described by Freud, the children abused in this way become ill when they are. The consequences are neuroses, psychoses, addictions, compulsive behaviour as well as the worst depressions we have ever known, resulting in packed psychiatric clinics which are supplied with boxes and boxes of personality-changing antipsychotics every morning. The sad result, known to us all, of the worst malpractice in the history of psychiatry,  are patients are only too often struck dumb and unable to handle criticism.

 

 

One of my books, “Neurosis inherent in Psychiatry” can be found by BoD or on my homepage (www.frank-sacco.de) in English 

 

3. Vorwort

 

Lieber Leser.

 

Zunächst gebe ich Ihnen am Beispiel Würzburg einen kleinen Einblick in meine Arbeit. 

Gott ist traurig gewesen in und über Würzburg - in den vergangenen vier Jahren. Im gesamten Jahr 2010 lief eine Ausstellung in den Kirchen Würzburgs über das sog. „Endspiel“, die Apokalypse, eine unfassbare und beispiellose Vernichtungsaktion also mit Feuer und Wasser. Jesus werde "Feuer und Schwefel vom Himmel regnen" und "alle umbringen". Bezüglich des Tatbestandes Grausamkeit stellt hier "Jesus" also alles Dagewesene in den Schatten. Diesen Akt einer globalen Verbrennung hat Jesus aber gar nicht vor. Natürlich nicht. Er ist doch die Liebe. Die ersten Christen aber wussten um die Macht der Angst und behaupteten im Eigennutz, das Feuer komme. Und es komme "bald". Denn schnell wollte man Anhänger. Nun, es ist bis heute nicht gekommen. Und "bald" ist längst vorbei. Doch das soll unsere Kinder nicht zu früh erfreuen, meint Pastor Horst Marquardt, Vorsitzender des Kongresses christlicher Führungskräfte, in "Die kleine Kanzel", 2013. Marquardt:

"Über das Ende der Welt schreibt Apostel Petrus...: So werden der Himmel... und die Erde... aufgespart für das Feuer, bewahrt für den Tag des Gerichtes und der Verdammung der gottlosen Menschen (2.Petrus3,7). Solche Aussagen passen vielen nicht."

 

Nun, solche Aussagen passen weder Jesus noch mir. Sie machen als unverhohlene Folterankündigung unsere Kleinen krank. Kindern ernsthaft Feuer anzukündigen bzw. sie damit zu bedrohen, ist so ungefähr das Schlimmste, was man mit ihnen machen kann. Und leider bleibt die Gesellschaft ängstlich - stumm. Heute sind Würzburgs Kinder daher seelisch krank wie nirgendwo. Drei Jahre nach dem Trauma Würzburg liegt die Stadt bezüglich des Auftretens der Angsterkrankung ADS an der Weltspitze. Im Jahr 2014 ist Würzburg ein Zentrum bezüglich des Auftretens von Depressionen (Studie  der Betriebskrankenkassen). Die Stadt ist mit führend in der Anzahl von Suiziden.

 

Das ist die Quittung für ein unverantwortliches Verhalten - für den seelischen Kindesmissbrauch durch christliche Führungskräfte, wenn sie ohne jeden Beweis in den Händen zu haben, Jesus diese geplante Tat, also eine Gewalt- und Straftat unterstellen. Die sei "Strafe" für die Zugehörigkeit zu einer Gruppe - hier der Gruppe der "Gottlosen". Das verträgt sich nicht mit unserem uns Freiheitlichkeit garantierenden demokratischen Rechtsstaat. Jeder darf hier ohne Angst Atheist bzw. sogar gottlos sein. Auch atheistische Kinder von Atheisten dürfen sich nicht wegen ihrer anerzogenen Ausrichtung Sorgen machen müssen. Die Führungskräfte der NSDAP hielten ebenfalls schwere Folterungen an Gruppen, die nicht an Hitler glaubten, für eine durchaus gerechte Option. Auch das, auch diese Angst stabilisierte bzw. betonierte das System. Angst vor Folter stabilisiert alle totalitären Systeme. Ich weiß, liebe Leser, es gilt unter "modernen Menschen" als unfein, Apokalypse und Hölle außerhalb von Kirchenmauern und Witzen zu diskutieren. Man darf zwar als Kirche diese Jesus unterstellten Auswüchse göttlicher Maximalgewalt ernsthaft und ungestraft lehren, man darf sie aber nicht ernsthaft als ein medizinisches Problem identifizieren und erörtern - oder sie gar in den Mittelpunkt einer Diskussion stellen. Da bricht man ein Tabu. Doch Modernität sollte uns weniger interessieren als das Wohl unserer Kinder. Aber weiter:

 

Wie ich den wirklichen Jesus aber als bekennender Christ einschätze, ist er  nicht der Terrorist, als den meine Kirche ihn offiziell zeichnet. Um aber endlich Klarheit in diese für uns alle unappetitliche Angelegenheit zu bringen, haben wir im Februar 2014 den "Jesus" meiner EKD wegen Planung einer terroristischen Straftat angezeigt (siehe Musteranzeige Nr. 6). Der "Auferstandene" ist ja, so behauptet die EKD, letztlich eine lebendige, auf Erden wandelnde Person und damit strafmündig. Auch Sie, liebe Leser, können hier schon einmal einen Vorentscheid treffen: Ist wirklich Jesus der Terrorist, oder sind es die Weltmächte "Religionen" bzw. Dysreligionen, die in kaltem und im Grunde finanziellem Kalkül die grösste Menschenangst gezielt einsetzen und damit den Sinn von Religion, also Vertrauen bzw. ein Sicherheitsgefühl zu gewährleisten, in sein Gegenteil, also  in massivste Angst pervertieren? Nur die Hälfte jeder Religion ist gut. Die pervertierte Hälfte ist gekennzeichnet durch höchste Gewalt, die teils seelisch ist (Beispiele: Androhung von Apokalypse, Hölle), sich teilweise aber auch in körperlicher Gewalt zeigt (Hexenverbrennungen, Genitalverstümmelungen). Jede dieser Gewalten "erzeugt" teilweise massive Erkrankungen. Die Antwort der Staatsanwaltschaft vom 12. 3. 2014 kommt hier: 

 

Zitat: Staatsanwaltschaft Freiburg i. Br. am 10.3.2014: „Zureichende Anhaltspunkte für eine Straftat einer existenten Person liegen nicht vor. Der Anzeigenerstatter verdächtigt Jesus von Nazareth.“

 

In ihrer Begründung für die Einstellung des Ermittlungsverfahrens meint die Staatsanwaltschaft also, Jesus sei keinesfalls eine "existente Person" und könne aufgrund seiner Nichtexistenz auch keine Straftat begehen. Natürlich kann eine deutsche Staatsanwaltschaft kein Wunder, hier das Wunder einer Auferstehung nach drei Tagen beglaubigen, hat sie doch in Sachen Religion wissenschaftliche Objektivität und allgemeine Neutralität zu wahren. Glaube ist reine Privatsache. Und besonders ein Wunderglaube hat in den Amtszimmern der Staatsanwälte nichts verloren. Ein Mörder kann nicht behaupten, der Schuss, als harmloser Warnschuss abgegeben, sei von Jesus in das Opfer gelenkt worden. Ein Mörder kann nicht behaupten, ein von ihm Getöteter sei auferstanden und es gehe ihn besser als je zuvor. Würde man juristisch einmal eine Auferstehung attestieren, würde unser Rechtssystem kollabieren. Also hat der deutsche Staat Jesus für tot erklärt und schließt sich damit dem Untersuchungsbericht des Römischen Reiches an, Jesus sei definitiv am Kreuz verstorben. Das ist juristisch sehr richtig und für das Folgende von Wichtigkeit. 

 

Somit drohen nun aber im Umkehrschluss meine und die katholische Kirche in eigener Täterschaft

 

und in unterstelltem finanziellem Eigennutz den Gläubigen (und leider auch Ungläubigen!) mit dem endzeitlichen strafenden Feuersee. Bischof Schneider gibt dieses "Geschäft" der Kirchen mit der Angst vor dem Jenseits selbst zu. Der vorgeschobene Täter Jesus ist keine existente Person und kann den nach Lukas 17 angeblich geplanten Holocaust Apokalypse daher weder planen, noch zur Ausführung bringen. Es bestätigt sich hier die Erkenntnis der heute nahezu in Vergessenheit geratenen europäischen Aufklärung, die lautet: Religionen sind Systeme von Grausamkeiten.

 

Das Urteil aus Freiburg ist  ein kompletter Freispruch für Jesus.

 

In der Anzeige hatten wir auch ihren Zweck formuliert. Es sollte ermittelt werden, wer der verbrecherische Bedroher sei: Jesus - oder die Kirchen. Insofern ist hier der Freispruch Jesu von ganz  erheblichem Belang. Wir modernen Gläubigen wussten allerdings schon immer, dass Jesus die Liebe ist  und nicht, wie die Kirchen behaupten,  ihr gerades  Gegenteil. Denn mit Verlaub: Einen Despoten als persönlichen Gott vorgesetzt zu bekommen, das tut unseren Kindern nicht besonders gut. Bischöfin Margot Käßmann geht sogar so weit, ihren Kollegen Gotteslästerung zu unterstellen, wenn diese die  Jesus zugesprochenen Gewalttaten "religiös deklinieren" würden, und Gewalt aus dem Grund  für legal und gerecht halten, weil sie irgendwo Religion ist oder von einem Gottessohn durchgeführt. 

 

Damit ist jetzt aber der Weg für alle sehr Mutigen frei, die genannten Kirchen wegen Bedrohung mit Feuerfolter, also wegen Verstoßes gegen Art. 1 GG Würde  und § 241 StGB Bedrohung anzuzeigen. Für die regulativ-strafend wirkenden Staatsorgane wie Jugendämter und Justizbehörden ergibt sich jetzt ein Muss zum Einschreiten gegen die Drohungen der Kirchen zwangsläufig. Bürger, Betroffene und Angehörige von Betroffenen wissen jetzt: Der deutsche Staat steht hinter ihnen.

 

Da nach Karl Jaspers die Androhung religiös motivierter Folter die Menschen versklavt, liegt zusätzlich ein Verstoß gegen § 7, Abs. 3 Völkerstrafgesetzbuch (Verbrechen gegen die Menschlichkeit) vor. Die Religionsfreiheit ist seit der Weimarer Republik in Deutschland soweit eingeschränkt, dass sich die Kirchen an jedes der bestehenden Gesetze zu halten haben. Das verdrängen Staatsanwälte in aller Regel und nehmen ihre Kollegen aus der "Körperschaft öffentlichen Rechtes Kirche" gern in Schutz. Das wird nach dem Freiburger Urteil nun immer schwieriger - bzw. juristisch unmöglich. Wenn man so will, sind die beiden Großkirchen, da sie vermutlich zu dem Zweck des Einnahmeerwerbes ursprünglich  gegründet wurden, sogar terroristische Vereinigungen, denn sie drohen denjenigen, die Jesus nicht anerkennen wollen, mit Feuerfolter.  Dann wäre sogar eine unterstützende Mitgliedschaft in dieser Vereinigung lt. deutschem  Gesetz nahezu jedem von uns untersagt. Aber sehen wir weiter.  

 

Es geht in dieser Arbeit um kirchenbedingte seelische Schäden. Inzwischen ist sie nach meiner Kenntnis die international umfassendste mit dem Thema kirchen- bzw. glaubensbedingter Erkrankungen. Und es wird auch Zeit für diese Veröffentlichung, denn die Deutsche Bischofskonferenz schreibt mir, es sei bisher noch nirgends valide belegt, dass Ankündigung ewiger Feuerfolter oder einer Apokalypse überhaupt Kinder krank machen könne! Der klerikale Großversuch Würzburg zeigt nun das gerade Gegenteil. Auch muss man nicht valide belegen, was sich schon von sich aus valide ergibt. Setzt man Kindern allen Ernstes einen nach Rache verrückten, ungerechten persönlichen Gott vor, macht das krank. Fährt man ein Auto mit 200 km/Std. an die Wand, weist es erhebliche Schäden auf. Und das gilt leider auch für die Insassen. 

 

Eugen Drewermann schreibt mir: "Ich denke wie Sie".

 

Die negativ-krankmachende Seite unseres Glaubens sei "ein Fall des Gesundheitsministeriums und des Innenministers und der Bildungsministerin...", so Drewermann. Leider zeigen die von diesem Vielautor angesprochenen Stellen bislang keinerlei Interesse an einer Änderung des Status quo. Aber das wird sich nun ändern. Zum Glück ist der neue Papst Jesuit. Hoffentlich ist er Mönch genug. Sein Sprecher für Öffentlichkeitsarbeit in Deutschland, Dr. Thomas Busch, schreibt mir:

 

Eine „Botschaft mit Höllenstrafen, Feuer und Verdammnis“ hätten in einer christlich fundierten Erziehung „nichts verloren“.

 

Und ich bin sicher, Busch spricht Ihnen, liebe Leser, damit aus dem Herzen. Mit dem neuen Papst an der Spitze hätte das Kinder krank machende Würzburg 2010, siehe dort, nicht stattgefunden. 

 

Es geht in meinen Büchern um Verbesserungen. Es werden der Psychiatrie und ihrem größten Arbeitgeber, der Geistlichkeit, Vorschläge gemacht. Zunächst erfolgt eine Bestandsaufnahme: Wie geht man heute als Psychiater oder Geistlicher mit psychisch Kranken um – und wie geht man um mit der Psyche von (noch gesunden) Kindern. Die sollen uns ja nicht so schwer krank werden, wie sich das jetzt bei den seelisch geschädigten Kindern Würzburgs darstellt (s.u.). Es werden Antworten gegeben, wie  man den Umgang verbessern und humaner gestalten könnte. Es hat sich bei der Geistlichkeit noch nicht überall herumgesprochen, dass Gott die Liebe ist, denn immer noch hat man die Hölle und den dazu gehörigen Sünden rächenden "Gott" im festen Programm. Und Psychiater sollten das wissen, was jede leitende Angestellte des Kinderschutzbundes weiß: Höllenpredigen macht Kinder krank, da im Prinzip schwere Folter gepredigt wird. Warum sollte eine ernsthafte Ankündigung derartiger Dinge oder eine Bedrohung damit Kinder nicht erkranken lassen? Aber: Die Psychiatrie versucht, dieses Faktum zu leugnen. Sie beschützt mit diesem Leugnen ihren größten Arbeitgeber, wo sie besser unsere Kinder bzw. ihre Patienten schützen sollte. Einer Mutter, die ihrem Kind herzlos Folter mittels Feuer androht, hätten unsere Psychiater  ihr Kind längst wegnehmen lassen. Da glaubt man plötzlich, dass so ein Kind sicher einen Schaden bekommen wird.

 

Hitzeanwendung einer Erziehungsberechtigten sei "nicht akzeptabel",

 

schreibt mir die Rechtsmedizin des Uni Hamburg, Leiter Prof. Püschel. Diese Rechtsmedizin bietet mir schriftlich alle erdenkliche Hilfe an. Ein Gott (bzw. ein vom Klerus entworfenes Gottesbild) ist nicht akzeptabel, wenn er mit einem ewigen Feuer droht und mittels Feueranwendung foltert.

 

Irgendwo klar war uns das allen schon. Chefarzt Manfred Lütz, Leiter einer Kirchen-Psychiatrie und einer der bekanntesten deutschen Psychiater, schreibt uns in seinem Buch "Irre - wir behandeln die Falschen", in der Schizophrenie würden in erschütternder Weise "die existentiell am tiefsten reichenden Überzeugungen abgerufen" und "daher sind religiöse Themen nicht selten", S. 127). Das heiße aber nicht, dass Religion jemanden in die Schizophrenie treiben könne, sondern dass diese Erkrankung sich solche Inhalte suche. Hier, mit diesem völlig unbewiesenen Statement, irrt er aber - wie sein ganzer Berufsstand. Verdrängte Folterandrohung durch die Kirchen bzw. einen Glauben sind jene "am tiefsten reichenden Überzeugungen", die Lütz da anspricht und sie sind (weltweit) Ursache der meisten psychischen Erkrankungen und nahezu jeder Schizophrenie. C.G. Jung ahnte das schon, siehe dort. Lütz gibt auf den wenigen Seiten über die Psychose schon einen Überblick: Man hält sich als Psychotiker für Gott, Jesus, den Papst, für einen Propheten (Elias), oder man will den Papst heiraten oder liebt einen evangelischen Pfarrer. So ein Wahn ist aber nach Freud und Jung ein Rettungsversuch. Er wird aufgebaut, da er den folgenden immensen Vorteil hat: Oben genannte "Personen" kommen alle nicht in die Hölle. 

In dieser meiner Schrift wird die Vorgehensweise der Psychiatrie insofern radikal neu konzipiert, als dass Religion nicht, wie allgemein und völlig unbewiesen (es existieren keine Untersuchungen) behauptet,  als Inhalt oder Symptom, sondern als

 

Ursache der genannten Erkrankungen

 

identifiziert wird. Es wird verlangt, dass die Kirchen bzw. alle Religionsgemeinschaften sich auf den Boden des hiesigen Gesetzes begeben, speziell des Grundgesetzes. Gewaltkirchen dürfen nicht länger als Träger psychiatrischer Krankenhäuser oder auch von Kitas fungieren. Alle Psychiater müssen wieder die innere und äußere Freiheit erhalten, ekklesiogene, das heißt kirchenbedingte Erkrankungen als solche diagnostizieren zu dürfen, ohne ihre Anstellung zu verlieren. Auch müssen über eine Quotenregelung auch Ungetaufte eine Anstellung bei den Kirchen erhalten, denn schon bei der "Auswahl" der Arbeitsuchenden wird kräftig gefiltert. Man will Gleichschaltung und Schweigen zu offener Gewalt. Wer als Nichtgetaufter einen Job bei der Kirche will, muss sich in der Regel zwangstaufen lassen. Dafür gibt es zahllose Beispiele. Die Wünsche der Kirche werden oft in Anzeigen als "Voraussetzung" umschrieben: "Sie tragen unser Leitbild und die Zielsetzung unserer diakonischen Einrichtung mit", so das Diakonie Klinikum Stuttgart bei der Suche nach einem Urlogen.  

 

Ein Beispiel  unter endlosen Büchern für verfassungsfeindliche Rigorosität zum Abgewöhnen ist dies: "Die verschwiegene Wahrheit", Untertitel  "The Point of No Return" von Friedhelm König, CSV, 2012. Wenn wir stürben, und dann nicht an Christus glaubten, würden wir zu den "Verdammten und Verfluchten" zählen, denen Jesus nach Matthäus 25,41 zugerufen habe, sie kämen in sein "Ewiges Feuer". Doch wo ist eigentlich die Unterschrift Jesu unter diesem "Richterspruch", den auch Bischof N. Schneider, EKD, zum Entsetzen der ihm wehrlos ausgelieferten Kinder anführt? Natürlich sind Apokalypse und Höllenfeuer - wie alles Unerträgliche - selten) Bewusstseinsinhalte. Alles das ist tief verdrängt. Doch alle verdrängten Konflikte und Ängste müssen ins Bewusstsein geholt werden, um gelöst werden zu können. Gehen wir es also an, das kollektive Unbewusste.

 

Gerade dann,  wenn Sie, lieber Leser, beim Weiterlesen  Widerwillen oder Abscheu empfinden, ist dies ein Hinweis, dass dies auch irgendwo Ihr Thema im Unbewussten ist. Mein Tipp: Legen Sie dann erst einmal eine Lesepause  ein. Alles braucht seine Zeit. Kirchen-, Religions- oder gar "Gott"-kritik sind bei vielen Menschen ein Tabu. Ein Tabu wird aus dem Grunde nicht umgestoßen, da hinter ihm Maximalangst lauert. 

 

Die Psychiatrie macht noch mehr entscheidende Fehler. Mehrere Monate Wartezeit auf einen Termin bei einem Nervenarzt sind für einen depressiven Menschen eine zu lange Zeit. Bis dahin ist man entweder geheilt, weiterhin krank, oder schon tot. Eine junge kassenärztlich versicherte, depressive Patientin aus der Nachbargemeinde wurde so telefonisch von der Arzthelferin des Facharztes vertröstet. Die Familie entschloss sich daraufhin, da mehrere Ärzte längere Wartezeit angaben, eine Therapie "privat" zu zahlen, da sie den Fall überhaupt nicht als harmlos ansah. Das gab einen schnelleren Termin. Nun, diesen Termin erlebte die Patientin nicht mehr. Das ist kein Einzelfall. In der Zeitschrift Neon, Mai 2014, wird berichtet, dass  Melanie Gramer die Kunstfehler von 50 Therapeuten überlebte. So viele wimmelten die Schwerkranke trotz ihrer Suizidgedanken ab. Sie zahlte letztlich "privat" und der Privatarzt stellte die richtige Diagnose: Schwere Depression. Am Ende sagt Melanie den Satz: "Es kann doch nicht sein, dass Menschen wie ich in dem System ....egal sind."

Die Fälle zeigen: Für jede Depression gilt - wie auch für jeden unklaren Brustschmerz - dass eine Helferin einen unklaren Fall solange als Notfall zu betrachten hat, bis ein Arzt das Gegenteil verfügt.

Meine Kassenärztliche Vereinigung stimmte mir zu: Im Grunde sind es wir Nichtpsychiater, die heute die eigentliche Arbeit auf dem Gebiet der sprechenden Medizin, auch und gerade in Notfällen übernehmen. Psychiater machen auch nicht wirklich Hausbesuche bei Sterbenden, in Heimen oder bei Bettlägerigen.  Auch stellt man in der Psychiatrie in der Regel keine wirklichen Diagnosen. 

 

Man macht Symptome zu Diagnosen! 

 

Das erklärt die von uns Internisten gesehene babylonische Verwirrung in der heutigen Psychiatrie, was Diagnosen und eine angebliche "Überlappung von Diagnosen", die sog. Komorbidität angeht. Allein beim Autismus sollen über zehn "Zweit- oder Mehrkrankheiten" existieren. Dabei liegen nur mehrere Symptome bei ein und derselben Erkrankung vor!

Beim Herzinfarkt gibt es ja auch eine ganze Anzahl verschiedener Symptome: Brustschmerz, Schweißausbruch, Vernichtungsangst etc. Das sind jedoch keine Komorbiditäten, es sind einzelne Erscheinungen bei einem Infarkt.

Hier nun Beispiele für "psychiatrische Diagnosen": Ist jemand depressiv (und das ist ein Symptom), so lautet die regelhafte Diagnose „reaktive Depression“. Ist ein Kind unaufmerksam, heißt die Diagnose „Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom“, kurz (ADS). Das klingt zwar gut, da das Wort einen deutschen, einen lateinischen und einen griechischen Anteil hat, es ist aber trotz allem keine Diagnose. Ist ein Kind  auf sich selbst bezogen, also autistisch, nennt man das „Autismus“. Erscheinen einem die Äußerungen eines Kranken unverständlich, nennt man es „Psychose“ oder Schizophrenie, ohne dass man weiß oder auch nur ahnt, wie eine Psychose ursächlich entsteht. Halluziniert man in einer Psychose, nennen Psychiater es eine „halluzinatorische Psychose“. Äußert man Wahngedanken, soll eine „wahnhafte (paranoide) Psychose“ vorliegen. Nun, das sind Kunstfehler. Würden wir Internisten bei Brustschmerzen die Diagnose „Brustschmerzen“, kurz BS, und bei Müdigkeit die Diagnose „Wachheitsdefizitsyndrom“, kurz WDS, stellen, würde uns die Approbation entzogen. Mögliche Diagnosen beim Symptom Brustschmerz lauten z. B. Herzinfarkt, Muskelverspannung bei Osteoporose, Lungenembolie und Stress am Arbeitsplatz. Bei Müdigkeit kann eine Unterfunktion der Schilddrüse, eine Blutverlust bei einem Magengeschwür oder eine Vergiftung vorliegen. Erst die Diagnose lässt eine richtige Therapie zu, denn ein Herzinfarkt wird anders behandelt als eine Osteoporose.

 

Man schwimmt also als Psychiater und Psychologischer Psychotherapeut in Unsicherheiten und klammert sich an ein Schubladendenken.  Die fatale Folge: Es werden Symptome behandelt mit dem Plan, Symptomfreiheit oder Symptombesserung zu erzielen. Dabei ist das psychiatrische  Symptom meist nur der Selbstversuch einer Heilung. Beim Waschzwang wäscht man sich ja von völlig sauberen Händen "Schmutz" ab, seelischen Schmutz - und damit seelischen Druck. Das ist zunächst etwas Positives. Sich waschen  erleichtert.  Auch Ödipus war nach dem Ausbrennen seiner Augen, so die Sage,  erleichtert. Macht man mit einer Verhaltenstherapie nur das Symptom "weg", ohne die dahinterstehende Angst zu nehmen, wird der seelische Druck stärker: Verschlechterung oder gar ein in Suizid drohen. 

 

Psychiater behandeln also Symptome. Das Problem dabei: Sie setzen dabei teils sehr gefährliche Medikamente ein, die furchtbare Nebenwirkungen haben: Beispielsweise ein komplettes irreversibles Parkinsonsyndrom mit Bewegungsautomatismen oder erstarrtem Körper, oder eine Depression mit Suizid. Das Verhalten der Psychiatrie ist so, als wenn wir Internisten jeden Brustschmerz ungezielt mit Schmerzmitteln und jede Müdigkeit simpel mit Aufputschmitteln behandeln und uns damit zufrieden geben würden. Wir geben uns aber erst zufrieden, wenn wir beim Brustschmerz wissen, ist es ein Herzinfarkt, ein Notfall, oder nicht. Und das wollen wir unverzüglich wissen - und nicht erst nach Monaten. Wir bestellen Schmerzpatienten unverzüglich ein (oder organisieren Hilfe) und entscheiden erst dann, ob die Angelegenheit Monate Zeit hat. So können wir das frisch verschlossene Gefäß sogleich wiedereröffnen und auch eine sinnvolle Prophylaxe betreiben: Wir behandeln die bekannten Risikofaktoren. Eine solche Prophylaxe wäre auch in der Psychiatrie möglich. Sie wird bei mir ausführlich besprochen.

 

In meinen kostenfreien Büchern kläre ich medizinische Laien über psychische Erkrankungen auf und ich ermuntere Psychiater, wirkliche Diagnosen zu stellen. Erst dann können sie mit einer kausalen Therapie und Prophylaxe beginnen, die sich natürlich an der Krankheitsursache zu orientieren hat. Das eigentliche Bindeglied zwischen Symptom und Diagnose ist in der Psychiatrie die Angst, die Panik. Das Basis-Symptom Angst ist oft hinter einem „verdeckenden Symptom“ (z. B. Wahn, Halluzination, Zwang, Sucht, ADS) versteckt. Das macht die Angelegenheit ja so spannend. Früher fiel man, das zeigt uns das Beispiel Sigmund Freud, bei massiver Angst einfach in Ohnmacht. Freuds Angst war Höllenangst und damit die Angst des Ödipus. Sein Unbewusstes "wusste", er hatte Jahwe "verraten". Die Zusammenhänge sind in meiner Arbeit über den Ödipuskomplex erklärt.

 

Der Grund für autistischen Rückzug eines Kindes ist Angst. Die Genhypothese hat sich über Zwillingsforschung als unhaltbar erwiesen. Doch erst aus der Ursache der Angst ergibt sich dann die definitive Diagnose. Beim Autismus ist es in der Regel die Angst vor Folter. Ist dem Autisten diese Angst genommen, ist er geheilt. Das zeigt das  Beispiel Birger Sellin (siehe dort). Liegt dem Autismus wie bei Sellin die nach Karl Jaspers größte Angst zugrunde, die Angst nämlich vor ewiger Folter, sprechen wir von einem Sacco-Syndrom. Das ist die exakte Diagnose im Fall Sellins - im Gegensatz zum schlichten Symptom Autismus - speziell wenn wir erkunden, wodurch diese Angst entsteht. Sind Gene die Ursache der Angst in der Psychose Autismus? Das will die Psychiatrie uns glauben machen.

Oder ist die Angst rein psychologisch zu erklären? Ist sie berechtigt? Gibt es also tatsächlich einen Gott, der die von Bischof Schneider propagierte ewige Feuerhölle vorhält, die Sellin als Autist so sehr fürchtet? Ist das denkbar? Oder ist Sellins Angst, die Angst unserer Autisten überflüssig, weil Hölle eine Erfindung klerikaler Hochintelligenz ist? Wer ist also schuld am Symptom Autismus, an der Erkrankung Sacco-Syndrom? Unsere Gene? Unser Gott? Der Klerus? Ich versuche, Ihnen hier eine analytische Antwort zu geben unter http://www.frank-sacco.de/psychogenese-des-autismus/. Der Fall Birger Sellin wurde von mir namentlich zur Anzeige gebracht. Ich hoffe, es finden sich Nachahmer bei Angehörigen und Bekannten von Autisten oder deren Hausärzten. Die Gesundheit von mittels Religion missbrauchter Kinder sollte uns allen mehr am Herzen liegen als das Buckeln vor einer Gewaltkirche

 

Die therapiebezogene Kardinalfrage lautet also nicht: „Wie bringe ich einem stummen Kind Sprechen bei? In welches Heim gebe ich es?“, sondern: „Warum diese Stummheit, warum Autismus?“. Ist erst die Ursache des Rückzuges in die Innerlichkeit beseitigt, verschwindet das Symptom ganz von alleine. Fazit: Erst mit einer Definitivdiagnose in den Händen kann und darf man also causal therapieren. Nur ganz wenigen Autisten ist diese Angst so bewusst wie es bei Sellin der Fall ist. Sobald man also in einem Gespräch herausfindet, dass Wissen um das "ewige Feuer" beim Erkrankten vorhanden ist, sollte man eine Anzeige auch starten. Denn: Das Trauma, der seelische Missbrauch, ist gegeben. Auch sexuellen Missbrauch können und sollten wir natürlich anzeigen, auch wenn das Kind keinen Schaden zu zeigen scheint. Im Zeit-Magazin  vom 20. 3. 2014 (Ausgabe über Ai Weiwei) wird ausführlich über die Schizophrenie einer "Lea" berichtet. Während die Mutter und die Therapeuten vor einem Rätsel stehen, hat der bildende Künstler Benjamin Güdel auf einer Doppelseite die Ursache von Schizophrenie erfasst: Die Angst vor der Hölle, die Lea auch sehr deutlich im Artikel zum Ausdruck bringt. 

 

Zu allem Unglück fällt eine flächendeckende Schweigsamkeit der Psychiatrie zu bestimmten Themen, speziell im Fach Religion auf und eine daraus resultierende skurrile Überweisungstaktik: Man überweist kontraproduktiv schwer kranke Kassenpatienten zu Nichtmedizinern (Geistlichen), die diese  im Übrigen pathologisch-neurotische Schweigsamkeit nicht aufweisen, aber leider das Dogma Hölle verbreiten müssen. Das ist ein ärztlicher Kunstfehler. Religionsfreiheit bei Geistlichen, so Papst Benedikt erklärend, gehe nicht soweit, Dogmen wie die Hölle infrage stellen zu dürfen. Wer so etwas als Priester betreibe, versündige sich gegen den Heiligen Geist. Analytisch liegen der Psychiatrie-Schweigsamkeit eigene verdrängte Kindheitsängste und Existenzangst zugrunde. Prof. Butollo, Uni München, Abteilung für Klinische Psychiatrie, sagt uns dazu:

 

Erwachsenenängste sind die stete Wiederholung von Kindheitsängsten. 

 

Glauben wir ihm doch einfach. Wir "besiegen" diese Ängste meist nur im Oberflächenbewusstsein, höchst selten aber im Unbewussten. Was wir  im Archetyp Angst als Kind gespeichert haben, speichern mussten, alles das bleibt ein Leben lang mehr oder weniger virulent. Wie kommt das? 

Gottangst war es auch, die Sigmund Freud in diverse Ohnmachten und dann in den Tod trieb. Er glaubte in seinem Unbewussten, er habe mit dem Satz "Religion ist Wahn" seinen Kindheits-Gott Jahwe getötet. Freud hatte eine Leiche im Keller, das war bekannt. Bisher ist nur unbekannt geblieben, dass diese "Leiche" sein "Gott" war, bzw. seine Vorstellung von Gott, sein Kindheitsgott.  Es herauszufinden, fiel mir nicht schwer, da ich denken kann, denken will und dabei keine Schuldgefühle bekomme. Die Chefanalytikerin Deutschlands, Prof. Leuzinger - Bohleber,  spricht ganz  offen den Skandal aus, dass ihr und Angehörigen ihrer Zunft  das transzendentale  "Denken fehlt". Der sprechenden Medizin fehlt es am Denken. Das kann natürlich nicht gut gehen. Genau genommen fehlt es nicht am transzendentalen Denken, das Unbewusste eines Psychiaters will nur "sündige" Kirchenkritik bzw. Gottkritik vermeiden. So kommt die Psychiatrie auf den irrwitzigen Gedanken, das größte denkbare seelische Trauma, nämlich die erst gemeinte Androhung ewiger Feuerfolter wehrlosen Kindern gegenüber, sei bezüglich einer Krankheitsentstehung völlig harmlos und sei deshalb nicht zu kritisieren. Analog zum Straßenverkehr: Das Rasen eines Kleinwagens in eine Menschenmenge sei lebensgefährlich, das eines Lastwagens hingegen (erwiesener Maßen) völlig harmlos. Das Gesagte über Psychiater und psychologische Psychotherapeuten gilt natürlich nicht für jeden auf diesem Gebiet Tätigen. Keine Regel ohne Ausnahme.

 

Hand in Hand mit einer Psychiatriereform geht eine Kirchenreform. Wer ist überhaupt die Kirche? Wir! Wir, die wir sie über Steuergelder unterhalten. Und wir wollen nicht mehr, dass man Gott missbraucht, indem man ihm ohne jeden Beweis in finanziellem Eigennutz Gewalttaten unterstellt wie die Sintflut, Sodom und Gomorrha oder eine Hölle. Keinem Kind tut es gut, Wissen gemacht zu werden, es habe einen Gott, der mit Vorliebe in augenscheinlicher Perversität Kinder langsam ertränkt (Sintflut), lebendig verbrennt (Sodom) oder gar ewig quält (Hölle). So ist Folgendes passiert: Gott ist traurig geworden, schreibt Susanna Tamaro in "Mein Herz ruft Deinen Namen". "Wo ist Gott überhaupt?", wird sie gefragt. Ihre Antwort: "Da, wo man ihn hereinlässt." Und: "Kann Gott nicht alles?" Ihre Antwort: "Er kann gar nichts ohne unsere Mitarbeit." 

 

Und tatsächlich: Die Allmachtphantasie ist spätestens seit Auschwitz als Reklame entlarvt. Sie war immer nur Kirchen-Reklame in dem Sinn, Gott sei in jeder noch so hoffnungslosen Situation eine Rettung, eine "feste Burg". Heute wissen wir es besser als Luther. Wir wissen um die Ohnmacht Gottes, die so ohnmächtig ist, wie die Liebe es halt manchmal ist. Die KZs hatten Bestand, weil kein Gott sie verhindern konnte. Die Alliierten waren es letztlich, die die Gashähne zudrehten. Und ihnen hatte auch kein Gott geholfen, sondern ihr Mut, ihr Einsatz ihres Lebens und eine schlichte militärische Überlegenheit. Gott ist ganz anders zu denken, als meine Kirche ihn sich wünscht. Sie zeichnet ihn zu ihrem finanziellen Vorteil, aber zu Gottes und unserer Kinder Nachteil. Weil es so schön passt, glaubt auch auf dem Kiewer Maidan-Platz ein trittbrettfahrender katholischer Priester Gott am Werk: "Wen Gott bestrafen will,dem raubt er den Verstand", meint der Geistliche und meint damit Putins Verstand. Wäre Gott aber wirklich Mitwirkender auf dem Maidan gewesen, hätte es nicht 100  Tote gegeben. Der "Allmächtige" hätte einfach allen Gegnern der dortigen Revolution eine Kurznarkose gegeben. 

 

Die Tricks der Kirche sind spätestens seit der europäischen Aufklärung bekannt. Und immer, bei all ihren Verbrechen, haben sie Gott vorgeschoben: Nicht wir! Gott!  Woher wir seine Befehle kennen? Gott spricht mit uns! Auf dieser Unwahrheit bauen zahlreiche bisherige Religionen auf. Sie stellte die "Rechtfertigung" jeder nach einem "Gottesurteil" durchgeführten Hexenverbrennung im Mittelalter dar und "rechtfertigt" ebenso den heutigen seelischen Kindesmissbrauch. Man "weiß", was Gott will, da man sich mit ihm im "täglichen Zwiegespräch" befinde. Ich zweifle sie an dieser Stelle einfach an, diese Kommunikation mit einem Gott. 

 

Oft reicht das Angstgeld sogar zum Vergolden
Oft reicht das Angstgeld sogar zum Vergolden

 

 

 

 

4. Krank durch Glauben

Kurze Abhandlung über  das Sacco-Syndrom

 

Das Folgende ist für den eiligen Leser bestimmt. Einiges wird sich hier wiederholen. Meine Behauptung, unsere Kirchen seien im Dogma und in der Lehre fundamentalistisch, sollte ich meiner Ärztekammer am 17. Nov. 2009 erklären. Ich wurde zu einem "Gespräch" vorgeladen. Man hatte Fundamentalismus wohl eher im Islamismus als im Christentum vermutet.

 

Die Welt könnte so schön sein. Oder: Wenigstens schöner als jetzt. Leider gibt es psychische Krankheiten. Und wenn sie durch sinnlose grenzenlose Angst entstehen, sind sie so überflüssig wie das  hier vorgestellte Sacco-Syndrom. Wer heute wie der oberste Schirmherr meiner Kirche, Bischof N. Schneider, Kindern kommentarlos mit einem Jesus droht, der ein "ewiges Feuer" für Sünder vorhalte, ist direkt für die Entstehung derartiger unbewusst empfundener Ängste verantwortlich. Thema Nummer eins auf geschlossenen Psychiatrien ist bei den Erkrankten ihre Religion. Nicht jedes Kind kommt mit dem Gedanken an eine ewige Folter zurecht. Irgendwo haben Psychiatriepatienten ein Schuldgefühl, ein Sündengefühl. Das lehrte uns schon C. G. Jung. Diese Ängste gehen, treten sie beim Erwachsenen auf, in aller Regel  auf Kindheitsängste zurück. Doch die Folterungen in Auschwitz haben unser Denken und Fühlen stark beeinflusst und haben uns immerhin gezeigt:

 

Folterung, durch wen auch immer,  ist nie eine ethisch vertretbare Option.

 

Sie ist  nie Ausdruck einer "Gerechtigkeit" - auch nicht und schon gar nicht einer göttlichen. Schneider erhielt folgerichtig nach einer unbeantworteten Abmahnung eine Anzeige wegen Kindesmisshandlung, denn er macht genau das, was Kardinal Ratzinger bei seinen Kollegen so heftig kritisiert: Sie dürften die "Botschaft von der Liebe Gottes" nicht "unglaubwürdig" machen (in "Einführung in das Christentum"). Keiner darf Kindern ohne jeden Beweis bzw. ohne eine Unterschrift dieses Gottes einen sie möglicherweise endlos folternden Gott einreden, zumal wenn er wie Schneider nach Joh. 20 Einfluss hat auf die Durchführung der Folterung (s.u.). Nach Auschwitz haben sich beide Amtskirchen einige Jahrzehnte mit  derartigem grausamen Fundamentalismus zurückgehalten. Jetzt ist er wieder allzusehr in Mode kommen. Als Mitglied der Kirche verlange ich ihre sofortige Reform in Richtung Gewaltlosigkeit und Humanismus auch in meiner Religion.

 

Die den größten denkbaren seelischen Terror verbreitende und göttliche ewige Folter als Gerechtigkeit verkaufende EKD gibt sich in der offiziellen Diskussion über Menschlichkeit allerdings oftmals modern und aufgeklärt. „Aus Gottes Frieden leben – für gerechten Frieden sorgen“, heißt die Denkschrift der EKD aus dem Jahr 2007. Man nennt das Postulat, dass Menschenrechte allen Menschen „schon Kraft ihres Menschseins… zuzuerkennen sind“. Zum „Schutz gegen Demütigung und zum Schutz der Würde bedürfe es „Gewährleistung elementarer Rechte“, wobei explizit auf Schutz vor Folter verwiesen wird und die „Universalität und Unteilbarkeit der Menschenrechte“. Von ewigem Feuer ist hier nichts zu lesen, da es hier, im Gegensatz zum Kindergottesdienst, nicht in den Kontext passt. Ich nenne es Feigheit, wenn man sich vor Intellektuellen und in der Militärseelsorge etwas nicht getraut, was man im Kindergottesdienst mit völlig Wehrlosen anstellt.

 

Der bisherige Siegeszug des "Christentums", und das weiß Schneider,  basiert nicht auf seiner vermeintlichen "Milde", der Milde einer nur eventuellen Erlösung. Er basiert zum einen auf der schon Kindern (!) vermittelten Angst vor Nichterlösung, zum anderen auf der klerikal bereits völlig unschuldigen Kindern (!) eingeredeten Schuld an einem Mord: Der Tötung des eigenen Gottes am Kreuz. Beides, Angst und "Schuld" wirken zusammen. Schon John Locke mutmaßt in "Versuch über den menschlichen Verstand", Band 1, was unser Handeln bestimmt: Nicht der "in Aussicht stehende" Himmel, sondern das "Unbehagen" der Hölle (Seite 300). Analytisch ist es so: Je mehr wir den Gott der Bibel phänotypsich "feiern", umso mehr fürchten wir ihn. Denn was gibt es an einem folternden Gott zu feiern? Am Täter der Sintflut? Wir halten uns also in den nächsten Minuten an das November-Motto des "Stern" 2013: 

 

       Es sei "an der Zeit, mal wieder über Gott zu reden".                         

 

Ich möchte ergänzen: Es ist an der Zeit, über das unfassbare  kirchliche Dogma Hölle zu reden und die skurrile Idee, Folterungen könnten gerecht sein. Nimmt man die großen psychischen Erkrankungen, so wissen Psychiater praktisch nur von analysierten Neurosen und reaktiven Depressionen die Ursache. Sie sind erlebnisbedingt. Doch was ist mit den Psychosen? Sie kommen im Tierreich nicht vor. Ausnahme: Im menschlichen Umfeld. Foltert man ein  Tier mit körperlicher oder seelischer Gewalt, kann man an der Kreatur alles erzeugen, was wir auch beim Menschen wahrnehmen: Einerseits unkalkulierbare und kaum zu verstehende Aggression - oder auf der anderen Seite Psychosen bis hin zum Autismus. Die Folter, auch die Vorstellung einer ewigen Folter, hat der Mensch erfunden - und nicht irgendein Gott. Sie ist eine Nebenwirkung menschlicher Intelligenz und als solche im Tierreich unbekannt.

 

Die Definition: Das Sacco-Syndrom ist die schwerste psychische Erkrankung, die wir kennen. Es ist ein Erkrankungskomplex, hervorgerufen durch eine fundamentalistische, auf seelischem Gebiet Gewalt anwendende Religion, die mit den Begriffen Sünde, Teufel, ewiger Strafe und mit einem entsprechend grausamen Gott operiert, dem sich der Patient bewusst oder (meist) unbewusst ausgeliefert fühlt. Das Sacco-Syndrom ist die vergessene oder besser: die auch von angstbesetzten Therapeuten verdrängte Angst-Krankheit.

 

Dass sich diese unsere Gesellschaft  im Oberflächenbewusstsein als weitgehend säkularisiert empfindet, tief im Unbewussten jedoch (und wie könnte es anders sein?) archaisch-orthodox das über knapp zwei Jahrzehnte kirchlich Gelehrte glaubt, dass wir demnach mit unseren Glaubensinhalten noch nicht in der Neuzeit angekommen sind, wollte mir eine Ärztin aus einem Nachbarort nie recht glauben. Erst jetzt wisse sie es ebenfalls. Auf ihre Frage, was sie denn in der ersten Klasse nach einem Kirchenbesuch gelernt habe, antwortete ihre Enkelin Vanessa: "Die guten Menschen kommen in den Himmel, die schlechten in die ewige Hölle." Ein Aha-Erlebnis für alle Seiten. In der Regel wird Kirche zu positiv gesehen. Auf den Satz hin "Die Kirche macht vieles verkehrt" war eine junge Mutter am 13. 12. 2013 ganz erstaunt. 

 

Im Internet wird gelegentlich bezweifelt, ob es mich überhaupt gibt. Doch, es gibt mich. Frank Sacco steht auf meinem Personalausweis.  Frank Sacco hat eine Lehranalyse (nach Rangell) absolviert. Er ist Deutscher. Er hat

 

Sigmund Freud, Nietzsche, KafkaAdolf HitlerKierkegaard, van GoghRilke, Hölderlin, Marilyn  Monroe 

 

und andere analysiert (siehe im Buch "Das Sacco-Syndrom"). Er legt die Psychoanalyse der heutigen Psychiater vor und erklärt ihr erstaunliches Verhalten bezüglich religiöser Ängste (Buch: "Die Neurose der Psychiatrie" und die englische Version "The Freudian Fallacy"). Er hat die Ödipus- und die Prometheussage vielleicht erstmals richtig interpretiert und Arbeiten geschrieben über die Psychologie der verschiedenen Formen unserer Sexualität: Der "normalen" und der weniger üblichen. Was macht unsere Sexualität manchmal so schwierig? Geht es einfacher, geht es lockerer? Eine Arbeit befasst sich mit den Ursachen von Masochismus am Beispiel der Strassen-Prostitution, eine weitere mit der Diskussion der Aktiven Sterbehilfe und der Palliativmedizin. Warum nimmt in Amerika die Adipositas zu? Auf dem grauen Balken ist auch der Einstieg in "Gedichte", Haikus (japanische Gedichte) und "Die Märchen". Das ADHS-Drama Würzburg wird analysiert. Am Ende des Buches "Das Sacco-Syndrom" finden Sie Musteranzeigen. Wie und mit welchen Argumenten  zeigt man als Glaubenskranker oder deren Angehöriger die Kirche  oder fachlich mangelhafte Psychiater an? 

 

Hinter dem Sacco-Syndrom steht also eine oft  sehr schwere Erkrankung. Fundamentalistischer Glaube produziert auch Dichter und Alkoholkranke. "Im Land der Dichter und Trinker", so ein Artikel in der "Die Welt" v. 14.5.2014. Deutsche trinken doppelt so viel wie der Rest der Welt. Das Sacco-Syndrom ist nach Carl Gustav Jung und Tournier die häufigste aller psychischen Krankheiten. Und die endet oft  tödlich, da, so lehrte es uns Karl Jaspers,  die anerkannt größte Angst des Menschen sie bewirkt: Die Gottangst. Sie macht, so Jaspers, aus uns Sklaven. Sie war auch die eigentliche Todesursache Sigmund Freuds. Es ist die Krankheit, die  Richard Dawkins meint, wenn er von den sehr negativen Auswirkungen des seelischen Missbrauchs der Kirchen an Kindern berichtet. Sie stelle die Folgen  sexuellen klerikalen Missbrauchs in den Knabenschlafsälen noch in den Schatten. Die Gruppe 49, der ich angehöre, befasst sich mit der Aufklärung diese Art seelischer Verletzung, die nach deutschem Gesetz "Körperverletzung" ist. Jedes 5. Kind ist hier inzwischen psychisch krank, ermittelte das Forsa-Institut im DAK-Auftrag.  Der wirklichen Tiefenpsychologie kam bisher C. G. Jung am nächsten, indem er sich über die transzendentale Überhöhung der Schuld in die klerikal erfundene Sünde und die "Grundlage der Sünde", die Bibel, mit seinen Kranken unterhielt. Letzteres musste er, so schreibt er,  in der Züricher Klinik Burghölzli heimlich tun. Sonst hätten ihn seine lieben Kollegen für verrückt erklärt. Wer heute als Arzt über Sünde und Hölle  mit Patienten spricht, gilt ebenfalls  für verrückt. Insofern haben sich die Zeiten nicht verändert. Über Gott und Sünde werde nicht mehr (!) mit Patienen in der Tiefenpsychologie gesprochen, gab der Hauspsychiater der Niedersächsichen Ärztekammer im Jahr 2009 unumwunden zu. Der Grund: In diesen Tiefen geht heutigen Therapeuten schon der Sauerstoff aus. Heutige Tiefenpsychologen sind Oberflächenpsychologen. Die vorliegende Arbeit geht nun noch tiefer als C.G. Jung ging. Sie befasst sich mit dem Grund, warum "Sünde" und Sündenbewusstsein überhaupt krank machen. Ich nenne  die Antwort das

 

Sacco-Geheimnis.

 

Dieses Geheimnis wird noch auf dieser Startseite irgendwo gelüftet. Die Initialzündung zum Widerstand gegen den Kindesmissbrauch der etablierten Kirchen und deren allzu "freundschaftliche Zusammenarbeit" mit der Psychiatrie gab die Bundesärztekammer BÄK am 17.11.2009. Deren Vizepräsidentin Goesmann war zu dem Gespräch über Glaubensgrundsatzfragen extra angereist, um die seelischen "Grausamkeiten" der Kirchen, speziell deren Höllenandrohungen zu beklagen. Goesmann sah für sich letztlich keine andere Wahl, als aus der katholischen Kirche auszutreten. Die Gruppe 49 fasste die Goesmanns Äußerung als Mandat der BÄK auf, hier Abhilfe zu schaffen. Auf Druck geschah es, dass das Statement der Vizepräsidentin trotz meines mehrfachen schriftlichen Protestes nicht in das offizielle Protokoll aufgenommen wurde. Die Psychiatrie wehrt sich gegen den Begriff der "Grausamkeit", da sich aus ihm der

 

Strafbestand des Kindes- und Erwachsenenmissbrauchs

 

ihres größten Arbeitgebers  direkt ableitet. Denn in der BRD darf niemand kindesmisshandelnd grausam sein, da Grausamkeit krank macht. Dass sie krank macht, weiß die Bundesärztekammer. Unsere Psychiater hingegen negieren es. Es wurde die aus internationalen Ärzten, Juristen und Denkern formierte Gruppe 49 neu organisiert und mit der Aufgabe struktureller Reformen in Psychiatrie und Kirche bedacht.

 

Das Ziel: Eine Kirche ohne Gewalt. Also ohne Hölle.

Keine einfache Aufgabe.

 

Die Hölle ist ja der Kirche liebstes Kind. Die Wahl zum Sprecher der Gruppe 49 fiel auf mich, der  als ein aktives und gläubiges Mitglied meiner Kirche vermittelnd tätig sein konnte. Die vorliegende Homepage ist in enger Zusammenarbeit über fünf Jahre entstanden. Mein Dank gilt allen Mitgliedern.

 

Wir alle sind der festen Überzeugung, dass unser Gesetz an Kindern begangene Grausamkeiten nicht zuläßt. Wie sollte es auch. Wie immer der Widerstand gegen die Kirchen aussieht, ob man wie Vizepräsidentin Goesmann aus der Kirche austritt, ob man wie die Gruppe 49 Strafanzeigen schaltet, oder ob man wie ich ausformuliert, worin genau die Grausamkeiten bestehen und wie sie, analytisch gesehen, krank machen, alles dient letztlich dem Wohl der auf vielerlei Art Erkrankten. Sie, liebe Leser, werden auf dieser Seite Zeugen einer Auseinandersetzung zwischen verantwortungsvollen Ärzten, sehr guten Juristen und dem Bundesverfassungsschutz einerseits, und fundamentalistisch orientierten, verantwortungslosen Klerikern und einer von ihnen abhängig gemachten Psychiatrie andererseits. 

 

In o.g. Sitzung wurde der Hauspsychiater der Niedersächsischen Ärztekammer Kammer, einer Körperschaft öffentlichen Rechtes, ausfallend, nachdem mir der Sitzungsleiter gleich eingangs eröffnet hatte, es gehe heute um meine Approbation, also immerhin um meine Berufserlaubnis! Dabei war ich nur zu einem "Gespräch" schriftlich eingeladen worden. Ohne stattgehabte "Belehrung" äußerte der Nervenarzt schon eingangs einer immerhin öffentlichen Sitzung, ich müsse jetzt, in der Sitzung, untersucht werden, ob ich "krank" sei.  Meine protokollierte Erwiderung war die: "...oder ob die Psychiatrie krank ist". Der Psychiater habe meine Internetseite gelesen, in der ich auf die gravierenden Kunstfehler in der heutigen Psychiatrie aufmerksam mache. Auch hatte ich Prof. Hoppe als damaligen Vorsitzenden der Bundesärztekammer gebeten, die unglücklichen kirchlichen

 

Trägerschaften psychiatrischer Kliniken abzuschaffen,

 

da sie eine Abhängigkeit der Mediziner von ihrem Geldgeber bewirken und wirkliche Kirchenkritik und kirchenkritische Diagnosen natürlich schon im Ansatz unterbinden. Zudem hatte ich, und das war ihm bekannt, seiner Dachgesellschaft, der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Neurologie (DGPPN), im Jahr 2008 einen sehr ersten Brief zukommen lassen. Der Inhalt:  ebenfalls die gravierenden Kunstfehler der Psychiatrie. Nun begann ein unvergleichliches und unschönes Kesseltreiben gegen meine Person, in dem man tatsächlich bis hin zur Körperverletzung ging. Nun, gute Analytiker müssen so etwas aushalten können. Dass der Widerstand gegen meine Analyse so immens ist, spricht allerdings nahezu beweisend dafür, dass ich mit ihr sehr richtig liege. Eine ausfürhliche Arbeit  können Sie online auf dieser Seite lesen unter  "Bücher":

 

"Die Neurose der Psychiatrie". 

 

Hierzu gibt es auch gleich eine englische Version für unsere ausländischen Leser: The Freudian Fallacy. Doch zurück zur Verhandlung über meine psychische Konstellation: Der angeblich tiefenanalytisch geschulte Kammer-Psychiater konnte mir die größte Angst des Menschen nicht benennen: Die Angst vor Folter. Die ist natürlich, damit wir "ruhig" leben können,  als Angst tief im Kollektiven Unbewussten verdrängt. Sie ist der tiefeste Grund des Unbehagens in der Kultur. Auch die Frage nach der allergrößten Angst blieb der Psychiater schuldig: Analytisch ist dies die Angst vor ewiger Folter. Doch damit nicht genug: Einem Kind seinen persönlichen Gott als Folterer zu präsentieren, der Sünder mit Hitzeanwendung quält (Feuer), sei nicht so gravierend, dass überhaupt ein Kind davon krank werden könne, so der Facharzt.  Er schließe das sogar „sicher aus“. Einem Kind Pornografie zu zeigen (was übrigens verboten ist), sei da doch „wesentlich schlimmer“, so der „Fachmann“ für Psychiatrie. Jeder Psychiater sollte wissen: Jede Androhung von Folter macht Kinder krank. 

Für eine Erkrankung, so der Psychiater auf meine erstaunte Nachfrage, spreche meine Anzeige in Richtung Kirche. Ich hatte sie in Zusammenarbeit mit der Gruppe 49 bei der Staatsanwaltschaft Hannover aufgegeben. Die Staatsanwaltschaft habe "ja gar nicht gewusst, was sie mir habe antworten sollen". Was war geschehen? Meine Kirche hatte das Abendmahl für Vierjährige eingeführt mit dem bekannten Wortlaut: "Trink dies, es ist das Blut Jesu,

 

 für  Dich am Kreuz vergossen zur Vergebung Deiner Sünden".

 

Hier wurde deutlich  zu kleinen Kindern in der Kita (!) die Schuld für einen Kreuzestod gegeben. Jesus habe für deren Sünden am  Kreuz sühnen müssen. Ein so "behandeltes" Kind äußert in einer Kirchenzeitung in Hermannsburg: "Ich fühle mich wie ein ganz böser, schlechter Mensch." Es meint, es habe einen Mord begangen. Und: Es äußert, es bekomme "ganz dolle Angst".  Es hat Angst vor der Strafe für diesen Mord. Es spricht die Worte "Schuld" (es meint seine Schuld) und "Zorn" (es meint Gottes Zorn) aus. Als die EKD auf zwei Abmahnungen mit ihrer Spezialität, nämlich mit Schweigen antwortete, wurde eine Strafanzeige wegen Kindesmisshandlung eingereicht. Der Grund:  Die Kirchen müssen sich seit der Weimarer Republik an die bestehenden Gesetze halten.  Wir erhoben die Forderung, das missbrauchte Kind einer Therapie zuzuführen. Erst nach einer Strafanzeige reagierte meine Kirche. Heute gibt es das Kinderabendmahl erst "so mit 9" und "nach einem Aufklärungsgespräch mit den Eltern". Die katholische Kirche meldete bezüglich des frühen protestantischen Abendmahles Bedenken an.  Der Priester Josef  Goldbrunner: Mit "ungefähr 9 Jahren" sei ein Kind zum erstenmal reif, über eigene Sünde zu reden, als "Vorarbeit" über "echte, zu verantwortende Schuld". Das Fazit meiner Strafanzeige aber: Man kann Kirche ändern.  Unsere Kirche, die die Hölle im Dogma habe, müsse man ändern, meinte meine Schwester schon während ihres Theologiestudiums. Das meinte auch ihr Vater, der eine Innere Mission als Pastor leitete. Bischöfin Käßmann ruft die "Basis" geradezu auf, Änderungen herbeizuführen. Gehen wir es also gemeinsam an. Ändern wir doch die Kirche. Wer ist denn die Kirche? Eigentlich wir. Wir sind die Kirche. Ohne uns geht Kirche nicht.  

 

Dreijährigen ist die Bibel noch nicht so zugänglich. Moderne Verlage arbeiten daher in "kindgerechter" einfacher Form und mit eindrücklichen Bilder, um im Grunde unfassbar grausame Bibelinhalte als Dogmen bzw. Dauer-Engramme zu vermitteln, z.B.  über Comics. Der Inhalt eines mir vorliegenden Exemplares: Ein Kleinkind habe "gesündigt". Es muss beten und bereuen, sonst droht Strafe. Die Hölle sei halt nicht kinderfrei, so der Klerus. Nur die Vorhölle, das ist die Hölle für gestorbene ungetaufte Kinder, wurde als Idee 2011 abgeschafft. Das Kleinkind im Comic versucht, seinen Vater zu überzeugen, Jesus anzuerkennen. Es befürchtet, dass er sonst, wie auch alle anderen Ungläubigen (z .B. Atheisten, Juden, Buddhisten, Moslems)  in die "ewige Feuerhölle" komme. Weil der Vater nicht an Jesus glauben mag, kommt er im Comic dann in diese ewige Folter. Jesus, so die Meinung meiner Kirche, rettet halt nur die, die ihn anerkennen und tüchtig lieben. Das Kind  aber ist augenscheinlich, und wie man im Comic sieht, sehen, überglücklich. Es hat Jesus "angerufen". Das reicht für seine Rettung. Es stirbt  und kommt via Engelhilfe in den ewigen Himmel. Obwohl der eigene Vater ewig im Feuersee gefoltert wird, ist die Tochter  augenscheinlich überglücklich mit diesem "Gott". Es geschehe dem Vater ja recht. Der meinte von sich ja, er sei "intelligent", so im Comic,  und er wollte daher nicht glauben, dass ein Gott foltert, der andererseits die Liebe in Person sein soll.

 

Das passt ja nun auch wirklich nicht zusammen.

 

Das sind, weil bibelkonform, die wirklichen Lehrstücke "christlicher", aber eigentlich doch so unchristlicher Mission. Sie gehen am Grundgesetz (Würde) komplett vorbei. Tatsächlich sind die Dinge in der Bibel nicht symbolisch, sondern real gemeint. Vor 2000 Jahren wurden eben Menschen, wie bis ins weite Mittelalter, routinemäßig bibelkonform vom Klerus verbrannt. Natürlich erst nach einem "Gottesurteil". Das darf er nicht mehr. Er darf - so glaubt er - nur noch die Seelen unserer wehrlosen Kinder verbrennen. Der Konstrukt Bibel-Gott selbst erteilt  in Mose 3 den

 

Auftrag zur Menschenverbrennung und Steinigung

 

bei bestimmten Sünden. Auch ist der "Gottesbefehl" aus der Textstelle 3. Mose 18 und im Neuen Testament aus den Paulusbriefen, in denen "Gott" das Töten homosexueller Männer anordnet, nicht wirklich von Gott. Natürlich ist diese Gottkonstruktion  eine perfide Erfindung bösartiger Menschen. Veras Vater kommt aus dem Grunde in "Jesu" Kochtopf,  weil er das in der BRD grundrechtliche verankerte Recht auf Nichtglauben an Jesus für sich in Anspruch nimmt. Kann man als Tochter im Beisein eines solchen Gottes überhaupt ernsthaft glücklich sein? Unser Staat garantiert zwar Religionsfreiheit,  wer sie aber für sich in Anspruch nimmt, wird mit Folter bedroht. Die ihn nicht anerkennen, würden "brennen, wie ein Stück Holz", so Bibel-Jesus im Weinberg. Ist das aber wirkliche Religions-Freiheit in unserer Demokratie? 

Die Staatsanwaltschaft Lüneburg meint: Ja. Man werde ja nicht "gezwungen", derartige Dinge bzw. Mission überhaupt "zur Kenntnis zu nehmen". Man müsse also eine offene Androhung von Folter nicht zur Kenntnis nehmen, dann mache sie ja auch nicht krank und sei  keine Straftat. Erpressung, an Jesus zu glauben (und endlich Kirchensteuer zu zahlen), sei das nicht.  Wir sehen aber, wie lang sich Staatsanwaltschaften machen müssen, wenn sie mit der Gruppe 49 in Kontakt geraten. Es gebe einen "Geschlechtsverkehr" zwischen Kirche und Staat, so entrüstete man sich in 3-Sat am 12.6.13 um 20.45 Uhr. Soll man Pornographie, Kindern gezeigt, legalisieren? Kein Kind ist ja "gezwungen", dort zum Fernseher hinzusehen. Der Gott der Bibel hat mit der Liebe nun wirklich nicht viel  zu tun. Überhaupt die Religionen: Alle "sind auf dem untersten Grunde Systeme von Grausamkeiten". Nietzsche hat das gesagt. 

 

Geschickterweise spricht meine Kirche zu 97 % von Liebe, unendlicher Gnade, Rettung vor Hölle und Erbarmen. "Aus Gottes Frieden leben - für gerechten Frieden sorgen" heißt eine Denkschrift der EKD. Sie propagiert darin Universalität und Unteilbarkeit der Menschenrechte. Es sei Terrorismus, zu foltern oder  "eine schwere Körperverletzung von Zivilpersonenen... herbeizuführen". Nur für ihren Gott gilt die Einhaltung der Menschenrechte augenscheinlich nicht. Die übrigen 3%, also das, was nicht Süßholz, sondern eigener Terrorismus ist, reicht allemal,  Kinder krank zu machen. Es reicht, wenn man ein Kind einmal seelisch mit dem Höllendogma missbraucht. 

 

Christliche Lehre, Bibel und entsprechende Bibelcomics könnten keine Angsterkrankungen bewirken, da sie kein Trauma sein könnten, so die Berliner-Psychiater-These (s.u.).  Prof. Sigusch, jahrelang führender Sexualwissenschaftler in Deutschland, kritisiert die "Kleinschriften, die an Kirchentüren feilgeboten werden", als "sicher sehr primitiv" und darum krankmachend. Er meint damit auch besagte Comics. Mir kommen sie oft wie Satire vor.  Sie sind ein Verbrechen an den Wehrlosesten unter uns.

 

 

 

 

Einleuchtender und eindringlicher als mit Comics kann man unseren Kleinen die Denkinhalte der Bibel nicht nahebringen, zumal diese natürlich  kostenlos sind. Im Comic und in der Bibel geschehen aber noch ganz andere Dinge. Hier werden eine Straftat (Folter) entgegen §131 StGB verherrlicht, hier passiert entgegen § 240 StGB Nötigung zur Anbetung eines Gewaltgottes, hier wird entgegen Art. 1 GG und § 241 StGB mit Hölle bedroht und entwürdigt. Auch fühlen sich Andersgläubige empfindlich in ihrer Religionsausübung gestört (§ 167 StGB). Auch liegen hier  Kindesmisshandlung (RiStBV 235) und Misshandlung Schutzbefohlener (§225 StGB) vor. In BGB §1631 heißt es unmissverständlich: "Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung... Seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig." 


Die Staatsanwaltschaft Hannover sieht all diese Dinge indes als gänzlich unverdächtig und als "sozialadäquat" an. Hoffentlich irrt sie sich hier nicht und macht sich damit schuldig an der Entstehung schwerster psychischer Erkrankungen. Auch das Feiernlassen eines Holocaust sei in Deutschland gestattet, wenn nur der Richtige ihn durchführe. Wir hatten bei der EKD moniert, dass man eine  Sintflut als ein Produkt "göttlicher Gerechtigkeit" in Kitas feiern läßt und so das Rechtsverständnis unserer Kinder negativ manipuliert. Man stellt  es auf den Kopf.  


Auch das Gehirn des katholischen Kindes Hitler hat man auf diese Weise manipuliert: Man macht einen Holocaust salonfähig. Die rassistischen Inhalte von Joh. 8,44 (Juden seien, so Bibel-Jesus, Söhne des Teufels)  kamen hinzu. Die Folgen sind bekannt. Die Gruppe 49 sagt dagegen: Kein Holocaust ist gerecht. Wegen Jesu angeblicher Äußerung im Johannes-Evangelium mussten Juden im Mittelalter eine Kappe mit zwei Hörner tragen: Die Teufelskappe. Schilder mit dem Inhalt von Johannes 8,44 stellten die Nazis zwecks "Belehrung" aller Juden nicht nur  in Auschwitz auf. Auch die KZ-Wärter sollten wissen, dass ihr "Gott" ihr Juden-Quälen gut heißt. Obgleich über dieses alles von uns ausführlich unterrichtet, meint die Staatsanwaltschaft Lüneburg: Am Programm der "Teufelskindschaft der Juden" sei auch nach 1945 rechtlich überhaupt nichts auszusetzen, auch nicht im Wissen, dass der Inhalt des Textes Joh. 8,44 mit Wahrscheinlichkeit in Koranschulen gelehrt wird. Unsere Bitte, den Text mit der Fußnote zu versehen, dass Jesus solches nie geäußert habe, beantwortete die EKD mit eisigem Schweigen. Lieber lässt man Jesus den ersten Antisemiten und Wegbereiter der Nazis sein, als die Glaubhaftigkeit der Heiligen Schrift auch nur irgendwie  infrage zu stellen.

Meiner Meinung in diesen Fragen ist dagegen der damalige oberste Richter des Bundesverfassungsgerichtes, Prof. Dr. Dres. h.c. Hans-Jürgen Papier. Er ermahnt Gläubige und Geistliche im Diakonie-Magazin 1/2009, der Staat habe zwar in religiösen Fragen "Neutralität zu üben", das dispensiere aber Kirchenleute nicht davon, "die für alle gleichermaßen geltenden Gesetze zu befolgen".

 

Irgendwelche Sonderrechte im StGB hätten die Kirchen seit Weimar nicht mehr.

 

Das ist bei unseren Staatsanwälten noch nicht so angekommen. Erst weitere Anzeigen mutiger Leser können hier ein langsames Nach- und Umdenken bei den Staatsjuristen einleiten und die Ehre Gottes wiederherstellen. Er ist die bedingungslose Liebe. Dass er das ist, steht im Gegensatz zu den Weltreligionen. Die Zeitschrift "Dummy" Nr. 40,  2013, stellt klar:

 

80 % der Weltbevölkerung glaubt an die Hölle:

Buddhisten an den für Sünder grauenhaften Lokas,

Hindus an die Naraka,

Islamisten an das Höllenfeuer im Dschahannam,

Juden an das fegefeuerartige Gehinom,

Katholiken und Protestanten an eine ewige Hölle.

 

Höllenglaube ist objektiv gesehen etwas sehr Irrationales, da er etwas sehr Irrationales voraussetzt: Unsere Auferstehung bzw. ein Leben nach dem Tod. Geistliche jeder Provenienz haben es also geschafft: Der Höllenglaube und damit die Angsterkrankungen Schizophrenie und endogene Depression konnten globalisiert werden. Natürlich ist dieser Glaube so tief verdrängt, wie sonst nichts. Man will ja noch Spaß am Leben haben. Selbst C.G. Jung spricht in seinen Schriften höchst selten von der Hölle. Er bleibt leider bei der Sünde hängen. Den entscheidenden Schritt zur Höllendiskussion bzw. zur Kirchen- oder gar "Gottkritik" geht bzw. wagt er nicht. Ständig sucht er nach der traumatisierenden Kraft, die so mächtig ist, dass sie ein Ich "wie ein Erdbeben" in Einzelteile zersplittern kann, wie es bei der Psychose so oft geschieht. Er landet bei irgendwelcher Mystik und bei irgendwelchen Genen, statt das Geheimnis unter seinem eigenen Schreibtischsessel zu suchen. Auch Freud "ahnt" nur, dass es etwas noch Grausameres geben müsse  als elterliche Gewalt. Ich habe das die "Freud´sche Ahnung" genannt. Dieses "Geheimnis" ist keines. Bischof Schneider kündigt es unseren Kindern ja  so lautstark und unüberhörbar an: Es ist die ewige Feuerhölle seines "Jesus", wie der 2014 abgetretene Führer meiner Kirche sich ausdrückt. Aber da stellt sich die Psychiatrie taub.  Der augenscheinliche Grund:  Eigene Höllenangst.  Kritik am eigenen Kindheitsgott und seiner Kirche fällt Psychiatern außerordentlich schwer. Zugegeben: Sie ist  schwer. Psychiater sprechen in Unkenntnis religiöser Ängste von der "Angst vor der Angst" oder von Panikstörung. 

                                                

Natürlich ist die Sünde psychodynamisch ohne ihre Bestrafung mit folternder Hölle völlig uninteressant. Nur der Gedanke an eine Sünde, die eventuell nicht vergeben wird, führt unsere Patienten in die diversen ekklesiogenen Erkrankungen. Diese Hölle wäre  eines jeden Gottes unwürdig. Jung schreibt zwar, die psychotische Person habe sich immer "des Vorrechtes erfreut, diejenige zu sein, die von Geistern besessen oder einem Dämon verfolgt wird", dass aber auch seine Stammkirche den Heiligen Geist als wirklich bösartigen Geist lehrt, der diejenigen, die gegen ihn sündigen, umgehend in die Hölle verweist, das hat Jung verdrängt. Aus diesem Grund findet man das Wort "Hölle" bei ihm so selten. Verdrängt hat Jung auch, dass sein Kindheitsgott der bösartigste aller bisher ausgedachten Götter ist. Wo Allah noch "Sünder" begnadigend aus der Hölle befreit, da lässt unser Gott sie für ewig in der Sackgasse.

 

Auch die Staatsanwaltschaft Kempten versucht, die Kirchen zu retten: Kindern in der in der Hypnosesituation eines Rosenkranz-Gebetes (Dauer ca. 20 Minuten) mehrfach tagtäglich ewige Feuerfolter anzudrohen (so üblich bei K-TV), sei nach geltender "Meinungs- und Religionsfreiheit" in der BRD erlaubt ("...Herr Jesus bewahre uns vor dem Feuer der Hölle..."). Nach Art. 1 GG verbotene Gehirnwäsche sei das nicht. Mangelndes Rechtsverständnis wirft Kempten mir vor. Analytisch ist das eine Projektion. Ich vertraue Prof. Papier mehr als irgendeiner deutschen Staatsanwaltschaft. Man sieht den Urteilen der Staatsanwaltschaften aber an: Man merkt dort, es wird langsam eng. Auf Rechtsbeugung steht immerhin ein Jahr Freiheitsentzug. Irgendwann werden aber Staatsanwaltschaften und Psychiater auch offiziell anerkennen müssen, dass Religionsinhalte der christlichen Religion auch massive krankmachende Gewalt beinhalten. Es handelt sich um eine Gewalt, die unser Grundgesetz nicht zulässt. 

 

Freuds Traumdeutung führte die Psychiatie in die Irre, denn auch im Schlaf wacht ein sehr waches Auge unseres Selbst über unsere Trauminhalte und passt außerdem auf, dass wir nicht laufend aus dem Bett fallen. Im Schlaf schlafen wir demnach nicht vollständig. So träumt man alles Grausame, über das Grausamste aber nicht. Auch die Traumbilder der Surrealisten sparen das Thema Hölle ängstlich aus. Auch die Denkinhalte während einer Psychose lassen  das Thema einer persönlichen Hölle vermissen. Sie darf nicht ins Oberflächenbewusstsein. 

 

Ein weiterer Comic:  "Schon mal gelogen" heißt es da. Man suggeriert unseren Kleinen, schon eine einzige kleine Lüge bringe sie in die Hölle, wenn Jesus ihnen nicht vergibt. Im Falle einer Nichtvergebung  würden sie in den See, der "von Feuer und Schwefel brennt" kommen. So erzeugt man fromme Gläubige, aber auch mit Psychotikern gefüllte Psychiatrien. Dort ist das schwerpunktmäßige Thema übrigens die eigene Religion.  

 

Geistliche suggerieren mit dem allwissenden und allgegenwärtigen Gott auch eine perfekte Überwachungssituation: Gott sehe alles, er schreibe sich jede Sünde "im Buch" auf und bestrafe bibelkonform in absoluter Kleinlichkeit alles, falls man "seiner Kirche" nicht lückenlos in echter Reue und unter Versprechung der Besserung beichte. Sogar im Dunkel jeder unserer Schlafzimmer liege dieser Gott  auf steter Lauer und kontrolliere unter Bettdecken, ob sich ein Kind anfasse. Aus normaler kindlich-spielerischer Onanie, und ein gesundes Jesuskind wird ja auch onaniert haben, macht die katholischen Kirche heute noch eine Todsünde. Der wirkliche Gott, die sowieso ja alles vergebende Liebe, ist nicht am Ausspionieren unserer Sexualität interessiert - ganz im Gegensatz zu unserer Geistlichkeit. Die baut mit ihrem angeblichen Vergebunspotential ihre Macht über beichtende Kinder aus. Dagegen fordern laut Presseberichten Geistliche Kinder schon einmal  zur Onanie auf und sehen das als deren vorbereitende Stimulation  für den darauf folgenden harten sexuellen Missbrauch an diesen Wehrlosen (weil erregt Gemachten) an. Hinterher hieß es dann im Schicksalsjahr 2010: "Das Kind hat mich verführt." Auf sexuellen Missbrauch in und während der Beichte weist auch John Cornwell  in "Denkanstöße 2015, Die Beichte", piper, im Schlußsatz hin. Aufgrund des "Beichtgeheimnisses" dürfen Kinder die Vorgänge während der Beichte nicht den Eltern erzählen, ohne sich zu versündigen.

Die schreckliche Angst jeden Kindes vor Feuer und Verbrennungen wird schamlos ausgenutzt, um sie mit der missionarischen Brechstange zur Annahme eines autistogenen Glaubens zu zwingen. Diese illegale Brechstange macht den Kirchen Hoffnung, dass aus missbrauchten Kindern später treue und zahlende Kunden werden. Das ist, und das wissen wir seit der europäischen Aufklärung, der eigentliche Zweck ihres Missbrauches. Dabei hatte das Parlament der Weltreligionen  1993 die "unverrückbare Weisung" erlassen, ein "Kultur der Gewaltlosigkeit zu leben". Folterandrohung ist aber bereits Folter (Statut Folter, Art. 7 IStGH, Den Haag). Zu allem Unglück behält man in aller Regel seinen Kinderglauben im Unbewussten bei, und zwar lebenslang. Das berichten Papst Benedikt und der Psychiater Prof. W. Butollo. Der naive Aberglaube an den mit Feuer folternden "Christen"-Gott füllt den kollektiven Archetyp Gott mit unendlichem Gift auf.

 

"Übrigens hat Papst Benedikt XVI. den Sühnegedanken im Abendmahl schon 1968  verworfen. Er entwürdige Gott und werfe ein übles Licht auf ihn. Der Heilige Vater schreibt: "Die unendliche Sühne, auf der Gott zu bestehen scheint", rücke ihn in ein doppelt unheimliches Licht, weil "dessen unnachsichtige Gerechtigkeit ein Menschenopfer, das Opfer des eigenen Sohnes, verlangt habe. Man wende sich mit Schrecken von diesem Gott ab, dessen "finsterer Zorn die Botschaft von der Liebe unglaubwürdig macht." Auch die Feuerhölle macht diese Botschaft unglaubwürdig. Der Papst kritisiert, damals noch als Kardinal, das "heilige" Sakrament des Abendmahles weil er sich um sein Gottesbild, um seinen Gott sorgt. Von Jesus früher als Abschiedsmahl angedacht und begangen, formierte die Hochintelligenz Kirche das Abendmahl zur unerträglichen Schuldfalle für Kinder und Erwachsene.  Auch die Staatsanwaltschaften Flensburg und Hannover klärten ein für alle Mal: Wir alle haben keine Schuld am Tod Jesu. Wir sind nicht, wie es die Kirchen gern behaupten, "Mittäter an Jesu Kreuzigung". Seien wir an diesem Punkt also bitte nicht päpstlicher als der Papst.

 

In gleicher Sitzung blamierte sich besagter Kammerpsychiater ein drittes Mal, indem er "sicher ausschloss", dass ein Kind krank oder gar autistisch werden könne, wenn die Mutter ihm die Strafe Gottes ankündige und ihm dazu ein grausames Bild von der Hölle gezeigt werde. Hier wird eine unbewiesene Behauptung von einem in diesen Dingen Unausgebildetem aufgestellt. Leicht verlässt Menschen der Verstand, wenn sie mit religiösen Fragen konfrontiert werden, wusste Freud. Unsere sich "agnostisch" sich einschätzenden  Psychiater sind im Unterbewussten ebenso tiefgläubig-orthodox wie Freud es war - ohne dass sie es allerdings wissen. Ihre "formose wissenschaftliche Realität", wie Goldbrunner weiß, schützt sie "nicht im geringsten vor der sog. Irrealität des Unbewussten". Ein bis zum Exzess krankhaft folternder "Gott" ist leider in Europa der Archetyp im Unbewussten von nahezu uns allen. Daher ist auch der "Aufgeklärteste" nicht vor der Entwicklung einer Psychose geschützt, in der vor lauter Angst das Ich zerfällt. Nur eine sehr harte Natur rettete C.G.Jung vor einer schweren Erkrankung. Das schreibt uns  der Analytiker selbst. 

 

Mitgenommen zum "Gespräch"  bei der Kammer hatte ich übrigens ein Bild  der Hölle aus Erzbischof Beckers Dom in Paderborn. Es zeigt  "Jesus" an einem überdimensionalen  Kochtopf bei der harten Arbeit ewiger Folter. Mitgenommen hatte ich auch  unseren damaligen Pastor Christian Berndt, jetzt Superintendent. Er sagt: "Die Hölle gibt es nicht"! Und das predigt er auch, so sein Kirchenvorstand, von der Kanzel. So geht es also auch. Wir haben Bischof Schneiders Rücktritt gefordert und Berndt als seinen Nachfolger vorgeschlagen. Angstärmer und damit weniger symptomatisch werden der Depressive, der Autist und der Schizophrene erst, wenn sie die Sicherheit bekommen, dass ihr Gott nicht so ist, wie heute klerikal beschrieben, wenn in der Psyche dieser Erkrankten Sicherheit in Religionsfragen aufkommt. Das ist nur möglich, wenn man über Religion spricht und den Mut zu offener und öffentlicher  Kritik an Religion und auch einmal zu einer Anzeige hat. Dieser Mut fehlt zu oft. 

 

Nach Abmahnung haben wir auch Erzbischof Becker wegen Kindesmisshandlung angezeigt. Das Altarbild macht empfindlichen Kindern unendliche Angst. Sämtliche Suizide im Raum Paderborn, so die Forderung an den dortigen Staatsanwalt, müssten auf Kirchenbedingtheit untersucht werden. Das war ein Schock für die katholische Kirche. Wenige Wochen später wurde Bischof Zollitsch in der "Die Welt" zitiert: Die katholische Kirche wolle "die Hölle nicht mehr thematisieren". Solange es aber Bilder des höllischen Kochvorganges in Kirchen gibt und Hunderte von Kirchenliedern über die Hölle, solange wird sie thematisiert.  Aber wir danken Robert Zollitsch für einen ersten Anfang - hin zu einer humanen, endlich rechtsstaatlichen  Kirche.

 

Überhaupt die Hölle! In Jesu Hölle gebe es noch viele Schätze zu heben, meint der Vielautor und Psychoanalytiker Peter Schellenbaum, ehemals Pfarrer. Nahezu jeder hat in seinem Unbewussten derartige Schatzkisten. Am größten sind sie bei denen, die  ganz genau "wissen", dass sie nicht an die Hölle glauben. Da Hölle ein überreligiöser Begriff ist, ist sie auch bei Atheisten ein Thema im Unbewussten.. "Es war die Hölle auf Erden". Wer las noch nicht diesen Satz? Er impliziert und suggeriert aber doch, es gebe eine Hölle auch unter der Erde. Die Zeitschrift  "Der Spiegel" (50/2013) diskutiert in einem Interview mit Hans Küng ernsthaft, ob Küng in den Himmel kommt - oder in die Hölle. "Für die Hölle spräche, dass Sie in den Augen der Kirche ein Ketzer sind", so Markus Grill vom Spiegel. "An die ewige Hölle glaube ich nicht", entgegnet (Gott sei Dank) der Theologe, dem die Lehrerlaubnis 1979 vom Vatikan entzogen wurde: Küng hatte sich gegen den Zölibat ausgesprochen. 

 

C.G. Jung, Karl Jaspers, Eugen Drewermann u.a. berichten an vielen Stellen ausführlich über das Sacco-Syndrom. Es war die Erkrankung Hölderlins, Nietzsches und van Goghs. Kierkegaard und Rilke kämpften gegen sie an. Sigmund Freud litt und starb letztlich an ihr, ohne die Zusammenhänge zu erkennen. In einem folgenschweren Irrtum befangen, hielt er die Kastrationsangst für die größte Angst jedes männlichen Kindes. Im Oberflächenbewusstsein Atheist, im Grunde seines Unbewussten aber tief gläubiger Jude und "Katholik" mit religiösen Schuldgefühlen, übertrug Freud seine Gottangst durch seine Lehre in einer klassischen Übertragung auf die heutigen Psychiater. Über diesen Mechanismus siehe dazu in meinem Buch "Die Neurose der Psychiatrie". Es ist auf dieser Seite zum kostenfreien Download vorhanden (http://www.frank-sacco.de/die-bücher-download/die-neurose-der-psychiatrie/11-war-freuds-kastrationsangst-höllenangst-ja/). Gottangst ist eine von dieser an der Freud´schen Neurose erkrankten Psychiatrie heute nahezu unbekannt gemachte, aber sehr häufige Krankheit. Warum kommt sie häufig vor? In unserer Gesellschaft, aber auch global,  werden religiöse Inhalte mit dem geltenden Dogma Hölle leider sehr früh, flächendeckend und sehr lange Kindern und Jugendlichen vermittelt.

 

Da nicht auszuhalten, wird Gott- bzw. Höllenangst in Perfektion verdrängt.

 

Diese unsere Gesellschaft ist sehr gläubig. Das wird oft verkannt. So schreibt Dr. R.H. Laarß  in "Das Buch der Amulette...": "Wir leben in einer Zeit ohne Glauben". Ein fataler Irrtum. Glaube ist übrigens, religiös definiert, ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht. 80 % der Deutschen bezeichnen sich als derart religiös ("Die Welt", 24.6.13). Wir sehen es an den Kirchentagen. Und, da die Kirchenmänner immer stärker drohen, wird man immer religiöser. Man weiß so gut wie nichts über die Nebenwirkungen von Kirche. Sie hat eine zugegeben beruhigende Seite, füllt andererseits aber auch unsere geschlossenen Psychiatrien. Unsere Psychiater wissen es nicht. Sie verdrängen das Problem. In Religionssachen sind sie autistisch stumm Gemachte. Und oft genug krank. Ca. 40 % von ihnen sollen stoffgebunden abhängig sein. 17 % mussten einmal oder mehrmals  stationäre Aufenthalte  in einer Psychiatrie durchmachen (Quelle: Das Buch  "Hilflose Helfer"). Analytische Psychotherapien bei Schizophrenen helfen natürlich und wurden früher auch durchgeführt. Nur wurden die Therapeuten durch Übertragungen dabei sterbenskrank. Sie hatten, was sie nicht wussten und erkannten, den gleichen Dämon als Archetyp Gott, wie ihre Psychotiker. Der Therapeutendämon kam bei der Therapie des Klientendämons an die Oberfläche. Das war oft tödlich, weil während der Behandlung Gottkritik formuliert werden musste, und das ausdrückliche Verbot einer solchen Kritik ebenfalls ein Archetyp ist: Der Archetyp Verbot-Gottkritik. So gab man dann - statt als Analytiker selbst zu leiden und zu sterben - Neuroleptika und wurde eine schweigsame Außenstelle der Pharmaindustrie.

 

Heute gelingt die Therapie mit einer EAT sicherer und einfacher. Jung hatte die Ahnung, Archetypen können "vererbt" sein .Eine neue US-Studie "belegt" das: Mäusen wurden Elektroschocks verabreicht. Gleichzeitig bekamen sie Acetophenon zu riechen. Ihre Nachkommen bekamen bei dem Geruch von Acetopheneon Angst. Nicht Genmutation, sondern Genaktivierungen über Methylierungen sollen dabei eine Rolle spielen (Emory University School of Medicine in Atlanta, Zeitung "Die Welt" v. 3.12.2013, S. 22). Das wäre dann der lang vermutete 6. Sinn des Menschen, wenn die Archetypen Gottangst und Verbot Gottkritik, also im Prinzip Autoritätsängste, bereits als vererbte Instinkte ebenso angeboren sind, wie die Bussard-Angst bei Mäusen. Dann sollte uns die Gottangst der Psychiater und der Bevölkerung nicht mehr groß verwundern. Sie wäre vererbt. Etwas dagegen spricht allerdings, dass sich Gott- und damit Höllenangst in einer EAT so leicht behandeln lässt.  

 

Höllenangst kommt heute "durch alle Ritzen" (Zeitung "Die Zeit", 31.3.2010). Ja, es sei richtig, so ein vortragender Celler Psychiater, dass man Kirchenschäden zu den Verursachern überweise und nicht selbst mit Gesprächen therapiere. Diesen  unglaublichen "Standpunkt" hat die Leiterin der Sitzung umgehend der Ärztekammer mitgeteilt. Man überweist also Schwerkranke  zu den Verursachern, und damit zum dogmageprägten und dogmaverpflichteten, weil kirchenbezahlten Theologen. Diese hätten zwar nach dem Gesetz "Religionsfreiheit", schreibt Papst Benedikt XVI., ihre Freiheit gehe aber nicht so weit, dass sie das Dogma Hölle infrage stellen dürften. Da seien sie dem "Heiligen Geist"  in völliger Unfreiheit verpflichtet. Zur "Behandlung" kirchenbedingter Störungen gibt es nahezu in jeder Psychiatrie "Seelsorger". Sie arbeiten oft "Tür an Tür" mit dem Arzt. Sie sind jedoch, und das teilen sie der Psychiatrie mit, in ansich ja ärztlichen Dingen hoffnungslos überfordert und verlangen  geradezu Hilfe von Medizinern. Und doch bleiben meine Kollegen da stur. Sie lehnen jede Zusammenarbeit bei religionsbedingten Erkrankungen ab (Quelle Die Zeit, 31.3.2010, s.u.).

 

Ein unglaublicher Skandal tut sich vor uns auf.

 

Von jeder Regel, das gilt für alle meine Bücher, gibt es selbstredend Ausnahmen. Nicht jeder Psychiater ist ein Ignorant. Wenn bei mir von "Kirchen" die Rede ist, sind nur die beiden deutschen Amtrskirchen gemeint.

Das Verhalten unserer Psychiater und ihres größten Arbeitgebers, der Kirche, ist eine menschliche und gesundheitsökumenische Katastrophe. Das Vorhalten von geschlossenen Abteilungen kostet halt Geld. Es bedarf also der nun folgenden Analyse, denn der Klerus stellt, und das wissen unsere Psychiater aus dem oben genannten Artikel in der "Die Zeit", bei unseren kassenversicherten Patienten, denen ja eigentlich eine ärztliche Behandlung zustehen sollte, eine ebenso falsche wie vernichtende Diagnose: "Vom Teufel besessen", seien sie. Aufgrund dieser Überweisungspraktik musste Papst Benedikt weltweit Schnellkurse in Exorzismus einrichten. Unsere Psychiater überweisen zu Teufelsaustreibungen - und sie wissen es spätestens seit dem 31.3.2010, seit dem Erscheinen des Zeit-Artikels. Sie schieben Patienten und Arbeit ab. Ein einziger Pater  (Amorth) musste über 80.000 Austreibungen vornehmen. Das verdeutlicht uns  das ganze Ausmaß  des Auftretens eines Sacco-Syndroms. Natürlich gibt es den Teufel gar nicht, oder besser: Er hat sich hier am Ort noch nicht bekannt gemacht.

 

Ein von der Kirche bezahlter Geistlicher kann ein Sacco-Syndrom nur unfachgemäß behandeln. Da werden aus lauter Verzweiflung "Beichtverbote" ausgesprochen, damit die Kranken nicht immer zur Höllenvermeidung an ihre "Sünden" denken, die oft gar keine sind.  Da wird Patienten ausgeredet, dass sie, was diese befürchten, Todsünden begangen hätten (Quelle: "Sprechzimmer und Beichtstuhl", Goldbrunner). Man versucht, Kinder zu beruhigen und sagt ihnen, sie könnten als Kinder noch keine Todsünden begehen, sondern erst, wenn sie älter sind.  Man macht als Arzt hier mit einem Kleriker als "Behandler" den "Bock zum Gärtner". Dieses "Gleichnis" schrieb mir eine Staatsanwaltschaft in diesem Zusammenhang. Ein Kleriker schreibt ein Buch über seine "Behandlungen": Sofern keine "Hingabe" an Gott und damit eine "sündhafte Ablehnung des Glaubens" bestehe, sei der Patient "unerlöst" mit großen Ängsten und allen "Gefährdungen des Gesundheit".  Und weiter: "Hier liegt der hauchdünne Kanal, wo Sünde in Krankheit hineinführt" (Goldbrunner, "Sprechzimmer und Beichtstuhl"). Wir sehen hier: Sprechstuhl und Beichtzimmer sollte man trennen und Klerikern nicht Arztaufgaben übertragen. Von Gebsattel, ein katholischer Seelenarzt, schrieb den Seelsorgern vergebens Eindringliches: Sie sollten sich mit der "Sehweise  der Psychotherapie vertraut machen" und zu einer völlig neuen Seelsorge gelangen. Nur so könne ein"unermeßlicher Schaden" vermieden werden.

 

Die katastrophalen Folgen klerikaler Androhung ewiger Folter werden in unverantwortlicher Weise bagatellisiert und sogar negiert.

 

 Diesen Schaden haben wir jetzt. Dieser Schaden wird in meinen Büchern bekannt gemacht. Die Seelsorge hält eisern, und ohne auf v. Gebsattel zu hören, am Vatikan-verordneten Dogma Hölle fest.

Wir Internisten sind es gewohnt, internistische Erkrankungen auch selbst zu diagnostizieren und selbst zu behandeln und nicht dem Krankheitsverursacher das weite Feld zu überlassen. Ein schuldhaft übersehener Herzinfarkt hat für uns ein juristisches Nachspiel. Anders bei der Psychiatrie. Ein Suizid, unternommen wegen weder erkannter noch qualifiziert  behandelter Höllenangst, ist dort nichts Besonderes. Der Verstorbene habe zwar  immer von Hölle gesprochen, habe aber halt "daher" eine "Psychose" gehabt. Religion sei halt Wahn. Wer religiöse Denkinhalte habe, sei paranoid. So macht es sich die Psychiatrie einfach, aber auch wenig spannend. Wer als Seelenarzt ekklesiogene Erkrankungen zum Klerus wegschickt, macht sich kassen- und strafrechtlich strafbar. Hölle muss ärztlich ad absurdum geführt und darf nicht klerikal "psychotherapeutisch" eingeredet werden. Kirchenbezahlte Kleriker:

 

Hände weg von unseren Kranken!

 

Die in der heutigen Form (nach zwei orthodoxen Päpsten) wieder radikal gepredigte Hölle ist ursprünglich ein Produkt des Mittelalters. Diese Lehre entwürdigt unseren Gott, der die Liebe ist. Diese Liebe wäre niemals auf eine so schreckliche und Kinder verängstigende Idee eines solchen Lagers gekommen. Diese Liebe, dieser Gott, liebt uns bedingungslos, so die hochbetagten Priester Eugen Biser und N. Frenkle. Dieser Gott habe uns allen schon vergeben. Wir benötigen zum Schutz unserer Kleinen also dringend ein neues Gottesbild. Leider haben wir es in Kirchen immer noch mit dem alttestamentarischen Rachegott zu tun und dem schrecklichen Gedanken an den Tag eines sog.  "Jüngsten Gerichtes", an dem die Entscheidung erfolgen soll: Ewiger Himmel oder ewige Hölle. Ins ewige Feuer werde Jesus bestimmte Kandidaten schicken. Das droht offiziell und ohne jeglichen Kommentar  in seinem Buch "Von Erdenherzen und Himmelsschätzen" der jetzige EKD-Ratsvorsitzende Bischof Schneider. Das Buch hat ihm viele Gegner und zwei Strafanzeigen beschert - und ich hoffe, es werden noch mehr.

 

Eine ausgesprochen gute kleine Schilderung der Erkrankung steht bereits im Spiegel 21/1964 http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46173662.html unter „Pfarrer“, Krank im Glauben: Die größte in sich geschlossene Berufsgruppe der Verzweifelten, die sich an die „Ärztliche Lebensmüdenbetreuung“ wandten, waren Pfarrer, Pfarrfrauen, Religionslehrer, Diakonissen und Theologiestudenten. In 75 % (!) aller Fälle litten Mitglieder der Pfarrfamilien an kirchenbedingten, also „ekklesiogenen“ Krankheiten. Ein lesenswerter und vielsagender Artikel, daher der Link. Einen Pfarrer zum Vater zu haben bedeutet für jedes seiner Kinder, mit einer Wahrscheinlichkeit von 75% seelisch zu erkranken. Es ist also eine Freikarte für diverse stationäre Aufenthalte in der Drehtür - Psychiatrie. Die Berliner Psychiater-These, Höllenpredigen verursache keine Angst, sei daher kein Trauma und könne deshalb unmöglich krank machen, erweist sich beim Studium des Artikels als grundlegend verkehrt und mutet geradezu lächerlich an. Hier ist ein wirklicher Realitätsverlust zu beklagen. Es ist von extremer Wichtigkeit, dass dieser doch für jeden Laien so einleuchtende Zusammenhang fundamentalistische Religion - Krankheitsentstehung bzw. -produktion auch endlich von Fachärzten für Psychiatrie und psychologischen Psychotherapeuten erkannt und begriffen wird. 40% der Lebensmüden, so im Artikel, waren in der Praxis Thomas von der Kirche krank gemachte Patienten. Altmeister C.G. Jung äußerte sogar, jede Neurose enthalte im Keim ein religiöses Problem. Der Baseler Psychotherapeut Dr. Bovet, stellte fest, dass 75 % aller Kinder, die längere Zeit in christlichen Jugendkreisen erzogen wurden, ekklesiogen, d.h. kirchenbedingt am Gift des Christentums erkrankten, am Gift eingeredeter Schuld und am Gift eingeredeter, teils ewiger Folterstrafe (Fegefeuer, Hölle).

 

Durch die klerikal übliche Verteufelung normaler frühkindlicher auto- und heterosexueller Handlungen nimmt auch Homosexualität mit dem Grad orthodoxer Gläubigkeit zu, sodass 20 % der Mitglieder katholischer Jugendgruppen und 60 % der Priester nicht heterosexuell sind (siehe im Buch "Ursachen von Homosexualität", auf dieser Seite zum Download). Homosexualität ist per Definition keine Krankheit. Man kann in ihr aber heftig an ekklesiogenen Schuldgefühlen und an der bekannten Diskriminierung dieser Art von Sexualität erkranken. Angst vor der Hölle nach entdecken und bestraften  frühkindlichen heterosexuellen Kontakten, dann ebendiese lebenslang  unterbinden und später nur andere Formen von Sexualität zulassen.  Das ist sehr lange bekannt. Auch die männliche Pädophilie entsteht in der Regel durch sexuelle Ängste - und speziell durch religiös geschürte. So kommt es bei Priestern, also streng Gläubigen, oft zu dem Phänomen der Homopädophilie.  Prof. Harald Dreßing wird jetzt (2014!) von der Bischofskonferenz mit der Aufklärung des klerikalen sexuellen Missbrauchs beauftragt, und ist damit Nachfolger des 2011 (!) entlassenen Kriminologen Pfeiffer. Brauchte die Kirche 3 lange Jahre, um ihr Material im Kirchensinn zu sichten und zu ordnen? Dreßing äußert:  "Wir wollen Strukturen erkennen, die möglicherweise sexuellen Missbrauch gefördert haben."  Da muss Dreßing in erster Linie erkennen, wie sich die Sexophobie in Religion und Kirche mit ihrer Unterdrückung normaler Sexualität auswirkt. Nämlich katastrophal.

 

              Sexualität sucht sich immer ihren Weg, auch wenn                                     dieser Weg illegal zu  Kindern  führt.                                                                                                                                        

Die christliche Religion ist heterophob - frauenfeindlich, auch weil ihre Priester größtenteils homophil sind. Sie erklären jede Vagina für sündig.  Darum durfte  Jesus auch nicht durch die "Sünde", durch eine Vagina geboren werden. Er musste, so der Vatikan, über einen Lichtstrahl auf diese Welt kommen. Aus Abscheu oder aufgrund von Ambivalenz vor dem weiblichen Unterleib quälten Priester im Mittelalter vermeintliche Hexen erst gynäkologisch, bevor sie sie verbrannten. Die Vaginen wurden von den Examinierern ausgiebig nach vom Teufel dort möglicherweise versteckten Utensilien oder Hostien untersucht. Gefunden haben wird man wenig. Die Sache diente nur einem sadistischen Quälen und der Erniedrigung.  Ausführliches kann man nachlesen in "Hexenwahn" von Hans-Jürgen Wolf, 629 Seiten, Historia-Verlag.

 

Warum wird, analytisch gesehen, Amerika immer adipöser und zuckerkranker? Während mehrerer Aufenthalte in den USA sah ich kaum Raucher, aber im Gegensatz zu Russland extreme Adipositas. 60 % der Amerikaner glauben die Bibel wörtlich - und das ist immer eine Katastrophe. Ein Heer extrem predigender Priester versucht, Amerikaner vor Sünden und der Hölle zu retten und verwandelt über TV und zahllose Kanäle jedes Wohnzimmer  in eine Kirche. Essstörungen sind ein Symptom von Angst, da Essen Angst reduziert. Die Bevölkerung verhält sich auffallend "polite", d.h. man ist stark sündenvermeidend orientiert. Schon lange lehrt man in der Psychiatrie: Sehr Adipöse sind verkappte Psychotiker. Essen beruhigt. Gleiches dürfte, nur mit umgekehrtem Vorzeichen, für die Anorexie gelten. Man geht als Amerikaner dorthin, wo die Portionen gross sind - und isst den Teller leer. Wenn nicht, nimmt man den Rest mit nach Hause - und isst ihn dort. Ist die amerikanische Adipositas, ist nutritiver Diabetes ekklesiogen?

 

Unbestreitbar liegt also massiv krankheitserzeugendes Potential in unserem Glauben. Auf Anfrage legte die Kammer keine Fortbildungsnachweise ihres Hauspsychiaters in Sachen ekklesiogener Schäden vor. Der Grund: Er hat keine.  Es gibt keine  keine spezifischen Fortbildungen über das Thema. Man will auch keine einführen. Über Religion nicht denken wollend oder denken könnend, maßt sich die Psychiatrie aber doch hier die Kompetenz zu Diagnosestellungen über Erkrankte und spezialisierte Internisten an: Wer als solcher über religiöse Fragen oder gar Hölle redet, ist "schizophren", muss Neuroleptika einnehmen und wird zu Gesprächen zu den Verursachern "überwiesen". Ich habe derartige Fälle in meiner Klientel. Alles ist falsch und alles ist Kunstfehler. So behandelt steht  jedem Geschädigten eine gerichtliche Klage zu. Schlichtungsstellen der Kammern entscheiden zu oft gegen die Ansprüche der Geschädigten. Mit ihnen soll man sich im Ernstfall nicht aufhalten. Schadensersatz kann man übrigens auch als Gesunder einfordern, wenn  man schamlos mit Folter bedroht wird. Auch Mobbing ist neuerdings eine Straftat, einerlei, ob man von der Tat krank wird oder nicht. 

 

Durch massive Einflussnahme der Kirchen, die sich mit intelligentem Bedacht zu dem heute größten Arbeitgeber der zur Zeit Freuds noch verhassten Psychiatrie gemacht haben, ist die Diagnose ekklesiogene Erkrankung heute nicht mehr offiziell zulässig. Das ist geschickt gemacht. Der Grund: Man hat die Diagnose in den für alle Ärzte zwecks Kodierung verbindlichen ICD-10 Schlüssel einfach nicht aufgenommen, denn die Kirchen müssten dann nach dem Verursacherprinzip die vollen Behandlungskosten dieser Erkrankungen den Krankenkassen rückerstatten. Das wollen sie nicht.  Die ekklesiogene Neurose ist die häufigste aller seelischen Erkrankungen, da nahezu jedem Kind auf dem Sektor Religion seelische Gewalt angetan wird. Alle haben frühkindliche, allerdings meist verdrängte Gewalterfahrung hinter sich. Nicht umsonst formulierte Nietzsche das Statement, kein Kind unter 16 Jahren dürfe in eine Kirche. Nietzsche, in dessen Familie es von Pfarrern nur so wimmelte, musste sehr früh hinein und bezahlte es mit einer 10-jährigen Schizophrenie. Da für ein Kleinkind der Gedanke an Gottes Folter nicht auszuhalten ist, wird er nach wenigen Sekunden und oft für immer ins Unbewusste verdrängt. Unser Bewusstsein ist daher meist völlig frei von einem Gedanken an Höllenangst. Und doch ist er in nahezu uns allen kollektiv virulent.

 

Ein neuer Typ von Missionaren wird im Missionarheft "Mitteilen" Heft 2/2013 gefordert. Der Theologieprofessor Tinyiko Sam Malukele, Pretoria, prangert im Heft Bibeltexte mit erheblichem "Gewaltpotential" an und fordert: "Bibeltexte vor Gericht". Er beklagt Texte die "ganz offensichtlich zum Tod von Menschen geführt und andere, die ihr zerstörerisches Potential viel subtiler entfaltet haben". Uns wird an dieser Stelle einleuchtend: Nur Geistliche wissen um die Häufigkeit des Sacco-Syndroms, da auch nur sie diese behandeln. Diese, durch kirchlichen seelischen Missbrauch resultierende Krankheit, wird jetzt unter dem Namen Sacco-Syndrom wieder aktualisiert, exakter beschrieben und in den Stand erhoben, der ihr heute und eigentlich zukommt. Auch die Psychosen werden jetzt, und das ist neu, in den Begriff einbezogen. Es ist leider bezeichnend und es wirft ein sehr dubiöses Licht auf unsere Psychiater, dass sich fachfremde Ärzte, in diesem Fall ein Internist, des Themas annehmen müssen. Mein Vorgänger auf diesem Gebiet war bezeichnender Weise auch ein Nichtpsychiater, der Gynäkologe: Dr. Eberhard Schaetzing. Er prägte den heute verhassten Begriff der ekklesiogenen Neurose, der dasselbe meint, wie das Sacco-Syndrom. Der Begriff hat sich aber nicht durchgesetzt. In gut 40 Jahren Tätigkeit habe ich ihn nie in einem Arztbrief entdeckt. Diese Erfahrung bestätigte der betagte, aber noch tätige Hannoveraner Psychiater Dr. Küver, ein Spezialist in der medikamentösen Psychosebehandlung.  Der Begriff ist nicht kodierbar und darf daher als offizielle Diagnose nicht benutzt werden. Vielleicht haben wir mit dem Sacco-Syndrom ja mehr Glück. Auch bedeutet Ecclesia ja Kirche. Doch auch durch nichtchristliche Religionen, auch in einer Synagoge oder Sekte, kann man sehr krank werden. S. Freud hatte eine synagogene Neurose.  Das Sacco-Syndrom erfasst also auch überkonfessionelle Erkrankungen. Und stand vorher bei kirchenbedingten Erkrankungen die Sünde im Vordergrund psychiatrischer Betrachtung, stelle ich jetzt die Angst vor der Bestrafung der Sünde in den Mittelpunkt: Den Gedanken bzw. die "Glaubensgewissheit" an die  ewige Hölle. Die Kirchen machen ja zu gern beim Kind den Glauben an eine Hölle zu einer "Gewissheit." Die bekommt ihren festen Platz im kindlichen und später kollektiven Unbewussten. Während Freud das "Geheimnis" der psychischen Erkrankungen in der Kastrationsangst sah (bei Mädchen entsprechend "Penisneid") und Jung in der Sünde, sehe ich das Geheimnis in der unfassbaren Bestrafung der Sünde: In  der klerikal erfundenen ewigen Feuer-Hölle bzw. der Angst davor.

 

Es ist dies das oben angesprochene Sacco-Geheimnis.

 

 

Der Hauspsychiater der Niedersächsischen Ärztekammer  gibt tatsächlich im Jahr 2009 hochoffiziell zu Protokoll: Über "Gott" und "Sünde" werde sich in der Psychiatrie nicht mehr unterhalten! Das wurde mir von anderen Psychiatern vielfach bestätigt. Das Thema Religion sei im therapeutischen Kontext "verpönt".  Wir brauchen eine neue Psychiatrie, die wieder gelernt hat und den Mut findet, über den Kern des Über-Ichs zu sprechen, über die Über-Ich-Instanz "Gott". Denn die war immer und ist heute als ihr Fragment weitaus sadistischer und damit brutaler, als es das Fragment Eltern je sein und werden können. Eltern können nicht ewig foltern, da sie nicht ewig leben. "Unser Gott" aber gibt offiziell vor, es zu wollen, es heute schon zu tun. Psychiater vertreten die "Berliner Psychiater-These": Androhung einer Feuerhölle könne nicht krank machen. Die These ist schon widerlegt, bevor sie ausgesprochen wird.

 

Jedes Kind denkt hier sachlicher.

 

Jung dazu: "Gefühlshemmungen sind stärker als alle Logik. Auch bei sonst ganz intelligenten Leuten... kann man mitunter eine förmliche Blindheit... beobachten..." Auf religiösem Gebiet gebe es oft ein falsches Urteil, "dem keine noch so scharfe Logik gewachsen ist", so Jung.  Die Psychiatrie macht, das sehen wir hier, ihre Arbeit nicht mehr ordentlich. Sie kann es über diese Website wieder lernen. Sie ist ein Lernprogramm für Analytiker, die über ihre Leitfigur, die Nachfolgerin Sigmund Freuds am gleichnamigen Institut in Frankfurt, Prof. Leuzinger-Bohleber, verlauten lässt: "Das transzendentale Denken fehlt" uns. Ohne dieses Denken kann und darf man aber ebensowenig Analytiker oder Psychiater sein wie ein Internist Internist sein kann und darf, der z.B. Wissen über und Therapie von Bluthochdruck seinen Patienten schlicht verweigert. Ich habe dem Sigmund Freud Institut mehrfach Fortbildungen angeboten, ohne allerdings eine Rückmeldung zu bekommen. Hier schweigt man, und man schweigt aus Stolz und Angst. Diese Angst führt zu einer Lähmung des Denkens und Tätigwerdens. Ich nenne sie die

 

"Berliner Psychiater-Parese".

 

Je konsequenter man aber schweigt, umso lauter wird die Gruppe 49. Zu dumm zum Denken ist man bei der Psychiatrie ja nicht. Die sprechende Medizin will hier weiterhin nicht denken, geschweige denn sprechen lernen können. Da sie nicht weiß, welch gravierende Ängste sie eigentlich behandelt, ist die Rate der Übertragungen groß und führt zu der erheblichen Suizidrate in diesem Berufszweig. Hier muss meinen Kollegen endlich mit dieser Seite qualifiziert geholfen werden. Massive eigene Ängste sprengen hier Psychiaterverstand: "Vernunftsprengend" ist die Angst vorm Weltgericht (Zeitung Die Welt, 21.9.13, Artikel "Toben der Ewigkeit"). Die "schüttelnde Wucht" der Visionen von  Feuer lasse das Lächeln vergehen. So ist es.

 

Lieber Leser. Meine Bücher befassen sich mit Religionskritik. Ich kritisiere nicht einen uns liebenden Gott oder den historischen Jesus, der uns unbekannt ist. Trotzdem kommt man beim Lesen meiner Schriften oft nicht weit. Man fühlt sich plötzlich unwohl, sehr unwohl.

 

Analytisch liegt diesem Unwohlsein das Sacco-Phänomen zugrunde:

 

Die Auseinandersetzung mit der angeblichen „Gerechtigkeit“ des Kindheitsgottes und die einfache infrage Stellung dieser „Gerechtigkeit“ bewirkt unbewusste Schuldgefühle (besser: Sündengefühle) mit resultierenden Massivängsten. Ursache: Es wird hier ein Tabu gebrochen. Alle Gerichte Bibel-Gottes seien schließlich gerecht und wir müssten ihn trotz seiner vier unglaublichen Massaker Sintflut, Sodom, Gomorrha und der angeblich schon existierenden Hölle unbedingt lieben. Seine Vernunft bezüglich der Urteile Gottes dürfe ein Christ nicht einsetzen, da Vernunft nicht über die Wahrheit entscheide (u.a. in "Wege über Grenzen hinaus", Ev.-luth. Missionswerk Nieders.). Bei Kritik würde Gott mit Liebesentzug und Feuer strafen. Das wurde uns in kirchlicher "kindergottesdienstlicher" Hypnose mit leider dauerhaftem Erfolg eingeimpft. Kein guter "Dienst" am wirklichen Gott, der bedingungslosen Liebe. Das Phänomen führt leider dazu, dass man oft nur einige Seiten meiner Arbeiten lesen kann und dann abbricht, abbrechen muss. Das Sacco-Phänomen verhindert auch normalerweise, dass wir die Sintflut als das wahrnehmen können, was sie war: Ein schweres Vergehen an Mensch und Tier.  Wer aber dergestalt foltert oder es definitiv in einer Apokalypse plant, der sündigt.

 

Der Vatikan vertritt seit dem heiligen Jahr 2000 in für Kinder in Kirchen ausgelegten Blättchen die Glaubensgewissheit, in einer heute schon funktionierenden Hölle werde derart auf Anordnung Jesu gefoltert, dass man "beim bloßen Ansehen" dieser Szenarien schon "vor Entsetzen" sterben könne, wenn einen "die Allmacht Gottes" nicht vor diesem Sterben rette. Die Glaubenskongregation (damals unter J. Ratzinger) hat das zu verantworten (Heiligsprechung der Schwester Faustine, die in der Hölle angeblich zugeschaut hat). 1968 rief eben dieser J. Ratzinger noch aus: "Damit ist die Hölle überwunden, oder genauer: der Tod, der vordem die Hölle war, ist es nicht mehr" Und: "Die Todestür steht offen, seit im Tode ...die Liebe wohnt" (in: Einführung in das Christentum, Kösel, S. 248). Im Vatikan wollte oder durfte er das wohl nicht mehr sagen.

 

Nun kurz zum Fegefeuer:

 

Der Vatikan erklärt unseren Kindern auch das Fegefeuer. Die Heilige Katharina von Genua hat es schon mal hier auf Erden erlitten, "um Seelen zu retten". Das Fegefeuer sei kein Feuer an sich, es fühle sich aber genauso an wie Feuer, so der Heilige Stuhl. "Wie auf einem Rost mit glühenden Kohlen liegend", litt sie "furchtbar". Das "gewaltige Feuer" könne sie "nicht mehr länger ertragen", "rief sie aus". Dass sie nicht verrückt war, hat der Vatikan aber wie in allen ähnlichen Fällen sehr "gewissenhaft" nachgeprüft. Dazu hat er sie ja, die vielen angestellten Wissenschaftler. Auch Kinder jammern in Gottes Fegefeuer. Arnold Guillet betet zu Maria: "Maria, erbarme Dich Deiner leidenden Kinder im Fegfeuer". Arme Kinder, die das lesen und glauben, weil sie glauben müssen (Quelle: Prof. Ferdinand Holböck, "Die Theologin des Fegfeuers",Christiania-Verlag). Da kann man, bei soviel Feuer, ja nicht nur als Psychiater, nein auch als Internist angstkrank werden. Wir Lutheraner wissen: Das Fegefeuer gibt es gar nicht. Es ist ein übler katholischer Kleriker-Trick ist,  gläubige  katholische Kinder anzuweisen, fleißig und täglich  für die im Fegefeuer Brennenden zu beten. Das könne ihre Leidenszeit, die normalerweise bis zum Weltgericht dauert,  dort erheblich abkürzen (Quelle Ludwig Ott, Grundriß der katholischen Dogmatik, S. 575, Herder). Wer als junger Katholik aber solcherart betet, der glaubt erst recht an das Fegefeuer - schon als wehrloses Kind. Die Kinder beten zu ihrem "Gott", er möge für Oma und Opa die Zeit, in der er sie   foltert,  möglichst kurz halten. Diese menschliche Katastrophe kann man auf dem katholischen Sender K-TV täglich mitanhören. Es existieren hunderte Bücher mit Ablassgebeten. Sie sind alle ziemlich gleich. Beispiel: "Erbarm Dich, lindere ihre Pein, oh Jesus, lösch ihr Feuer..."

 

Mit einem Bein sind solcherart betende Kinder schon in der Psychiatrie.

 

Eine Stunde Fegefeuer komme einem sicher so vor, wie 20 Jahre Leid auf Erden, weiß Otto Zischkin. (Quelle Otto Zischkin, Hilferufe aus dem Fegefeuer, Mediatrix). Der Heilige Thomas von Aquin weiß, dass die Fegefeuerinsassen "im gleichen Feuer schmachten, wie die Verdammten". Am schlimmsten sollen dort Nichtkatholiken brennen, da sie keinen haben, der sie freibetet (nach Maria Lindmayr und Anna Katharina Emmerick). Das ist einleuchtend. Wir fragen uns jetzt aber nicht mehr, warum es kranke Kinder gibt, wir fragen uns, wie es geht, als Kind überhaupt psychisch gesund zu bleiben. Die deutsche Psychiatrie findet aber anscheinend alles in Ordnung, was ihr größter Arbeitgeber hier macht. Man erkennt aber in diesem kleinen Beispiel das ganze Ausmaß der unerträglichen Symbiose von Psychiatrie und Kirche.

 

Die fundamentalistische Kirche liefert der Psychiatrie die Erkrankten und die Psychiatrie verschweigt, wer die Kranken produziert hat: ihr größter Arbeitgeber.

 

Wenn der Nachfolger von Altbischöfin Käßmann, Bischof Nikolaus Schneider, Ratsvorsitzender der EKD Hannover, sich der Drohung der Straßenmission glaubensfroher Christen anschließt und unseren Kindern in seinem Buch "Von Erdenherzen und Himmelsschätzen" schriftlich und kommentarlos auf Seite 54 eine ewige Feuerhölle seines Jesus ankündigt, ist er ein grausamer Fundamentalist, der, so scheint es, mit "Jesu" Feuerfolter durchaus einverstanden ist. Jedenfalls tadelt er Jesus nicht..  Schneider übt an Art. 1 Grundgesetz vorbei entwürdigenden und nach dem Denker und Psychiater Karl Jaspers versklavenden Terror aus. Dieser Terror verträgt sich auch überhaupt nicht mit § 241 StGB Bedrohung und Art. 1 GG. Diese Gesetze untersagen jede Art von Bedrohung - auch und gerade eine mit ewiger Folter. Nach der UN-Antifolterkonvention stellt die bloße Androhung von Folter bereits Folter dar. Ein Bischof ist Amtsperson und darf nicht derart bedrohen, schon gar nicht "im Amt" (Schneider ist Amtsperson und wird vom Staat bezahlt) und schon gar nicht wehrlose Kinder Die Ausnahme wäre, er könnte eine rechtsgültige Unterschrift des "Auferstandenen" bzw. "Allmächtigen" unter diesem angeblich von ihm ausgesprochenen Richterspruch vorweisen. Dann wäre Schneiders Behauptung nur eine Warnung. Schneider steht mit völlig leeren Händen da. Jesus hat nicht unterschrieben und er wird auch  nicht unterschreiben. Den wirklichen Jesus stelle ich mir darüber entsetzt vor, dass die EKD ihn auf eine Stufe mit Adolf Hitler stellt. Am 12.6.13 fragte ich einen Kollegen Schneiders in der Christlichen Bücherei gegenüber der Marktkirche Hannover, ob Jesus eine ewige Feuerhölle plane. Die Antwort war selbstverständlich und ausdrücklich: "Nein!" Schneider kam meiner Bitte nicht nach, seine autistogenen und überhaupt krankmachenden Behauptungen zurückzunehmen. Sein Dogma zu vertreten ist ihm wichtiger als die Gesundheit unserer Kinder. Ewige Folter, in Schneiders Fall Feuerfolter, ist ein schweres Verbrechen - das schwerste Verbrechen, dass die Menschheit kennt. Die Kirchen haben mit diesen illegalen Drohungen immer ihr Geld verdient. Schneider schiebt meinem Gott bzw. dem historischen Jesus dieses Verbrechen in die Schuhe. Damit entwürdigen er und die EKD Jesus, den wir als die Liebe definieren, und man macht ihn in finanziellem Eigennutz zum schlimmsten Verbrecher, den diese Erde je hatte und je hervorbringen wird. In einem Interview im "Der Spiegel" 43/2014  gibt gerade dieser Bischof zu: Die Angst zu schüren vor dem "Jenseits", das sei ein "Geschäft" der Kirche.

 

Man wirft uns den Fehdehandschuh vor die Füße. Die Kirche war es übrigens auch, die Jesus seine angebliche Äußerung in Lukas 17 in den Mund legte: Bibel-Jesus "sagt" dort, er werde uns die Sintflut und Sodom und Gomorrha in der Apokalypse, dem Ende der Welt, neu machen. Wir sollten der Bibel im Interesse des historischen Jesus und im Interesse unserer Kinder nichts mehr glauben. Sie ist ein orientalisches und völlig unchristliches Märchenbuch. Das wusste schon der in Religionsdingen aufgeklärte Friedrich der Große. Mit der Bibel im Hintergrund, so der Autor Franz Buggle, Professor für Entwicklungs- und Sozialpsychologie, könne man "redlicherweise nicht mehr Christ sein" (in "Denn sie wissen nicht, was sie glauben", Alibri). Leider ist dem so. Wenn Schneider glauben würde, was er äußert, gehört er nicht an die Spitze meiner Kirche, sondern ins Mittelalter. Doch er  predigt  den Höllenfeuerglauben aus den bekannten Reklamezwecken und spielt rücksichtslos auf der Klaviatur der Angst. Er disqualifiziert sich im Jahr 2014 selbst  endgültig und persönlich. Und er steht  in strafrechtlicher Schuld.

 

Überhaupt das Strafrecht! Hier ist in der Sache Bischof Schneider relevant, dass er als Geweihter und Apostelnachfolger von Jesus die Schlüsselgewalt für die Lossprechung von unseren Sünden hat (Joh. 20,23) und damit

 

entscheidenen Einfluss hat auf die Durchführung einer Straftat,

 

der Straftat "Folter" des Bibel-Jesus.  Dieser Einfluss ist  wichtig, da Schneider hier ein nach Aussage Jesu geplantes Verbrechen verhindern kann.  "Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben, wem ihr die Sünden nicht vergebt, dem sind sie nicht vergeben", so der Bibeljesus in der "Heiligen" und doch so unheiligen Schrift (siehe auch unter Sakramente). Schneider hat nach Bibeljesus also direkten Einfluss, dessen geplante Verbrechen  zu unterbinden. Dass Folter in der BRD ein Verbrechen ist, dürfte bei vernunftgesteuerten Menschen außerhalb jeden Zweifels stehen.

 

Wirkliche Götter dürften eine gewisse ethische Auskleidung besitzen, die ihren Fußvölkern oft und leider nicht gegeben ist. Analytisch ist bereits geklärt, dass Gott zugeschriebene Grausamkeiten in Wirklichkeit Projektionen sind: Charakterlich sehr schlechte Menschen schrieben dem Gott der Bibel die eigenen Schlechtigkeiten als Charaktereigenschaften zu. Der ausgedachte Gott der Bibel, dieser Gottimport vom östlichen Mittelmeer, hat und hatte keine Ethik: Er schickte dem Volk Israel, wenn es nicht folgsam und unterwürfig  war, und es war nie artig, wilde Tiere zur Strafe.

 

Sie sollten Israels unschuldige Kinder lebendig fressen.

 

Es ist also kein Kommentar mehr notwendig über diesen angeblichen "Gott", der auch das Lebendigverbrennen von Frauen und Männern in Mose 3 anordnet - bis zum heutigen Tage. Es gibt ihn nicht. Auch Bischöfin Kässmann verzweifelt an diesem Gottesbild und weiß keinen Rat (in "Gewalt überwinden"). "Seine" Strafen sind in Wirklichkeit Projektionen und menschersonnen und entsprechen genau den Sanktionen, die sich die schlimmsten Despoten ausdachten. Dieses Gottesbild, dieser "Gott" ist nichts für Kinder. Es ist für sie Gift. Wir müssen sie vor "ihm" (besser: vor der EKD) schützen. F. Buggle muss den Himmlervergleich, Isaak Singer (Nobelpreis für Literatur) den Hitlervergleich und Drewermann den Teufelvergleich ziehen, um diesen Gott meiner EKD zu charakterisieren. Der Schweizer Hürlimann ist der Meinung, dieser EKD-Gott leite das KZ Hölle, tauge also sozusagen nur als Lagerkommandant.  So weit muss es erst kommen. Hier hat die EKD schwere Schuld auf sich geladen. Der Psychiater meiner Kammer warf mir die Erwähnung des Hitlervergleiches vor. Mit wem aber hätte der Nobelpreisträger Singer den Gott der Bibel vergleichen können? Zu dem KZ Hölle, dem KZ, das die EKD unseren Kindern predigt, dürfen wir Deutschen nicht schweigen.

 

                 Wir schweigen jetzt nicht ein zweites Mal.

 

Schneider könnte aufgrund Joh. 20 der ganzen Welt die Sünden für immer vergeben, und die ganze Welt "retten". Er wird es nicht tun. Er wird dem "Geschäft" nicht schaden.  Artig und demütig wünschen sich übrigens nur der Staat und die Kirche uns, die Bürger, nicht aber ein weiser Gott. Unser weiser Gott will keine falsche Demut mit einem ängstlichen Buckeln vor einer Kirche, die das gerade Gegenteil von ihm ist. Eine große deutsche Zeitung bringt es im September 2013 auf den Punkt: "Und der Herr sprach":  Von mir ist die Bibel nicht.  Natürlich nicht. Ich tröste immer meine kleinen Patienten:

 

"Gott hat noch nie ein Kind lebendig ertränkt oder verbrannt".

 

Zudem behaupten der von der angeblichen Feuerandrohung Jesu finanziell profitierende Schneider und seine EKD,  der Bedroher Jesus sei zwar definitiv verstorben, jedoch "von den Toten auferstanden" und lebe seit nunmehr 2000 Jahren quicklebendig in unserer Mitte. Er wolle sich uns aber aus unerklärlichen Gründen nicht zeigen. Scheider warnt also nicht vor Jesu Foltern, er droht damit, da definitiv Gestorbene nicht foltern können - es sei denn, man glaubt an Wunder. Wer soll Schneider das aber im Gerichtssaal, in dem nur belegbare Fakten zählen, nach der europäischen Aufklärung noch glauben? Wir haben doch eine strikte Trennung von Staat und Kirche, von Wissen bzw. Wissenschaft und Glauben. Joachim Gauck äußerte, wir dürften in Religionsfragen nicht hinter diese europäische Aufklärung zurückfallen.  Altkanzler Helmut Schmidt schreibt uns, er glaube nicht an Wunder und an die Auferstehung - und doch sei er Christ. Ein moderner Christ glaubt seiner Kirche nicht mehr.

 

Man stelle sich vor, ein Mörder verlange vor Gericht Freispruch mit der Behauptung, er glaube fest, der Ermordete sei von den Toten auferstanden und es gehe dem ehemals Toten gerade durch den Mord besser als je zuvor. Beweisen könne er das allerdings nicht, er halte aber täglich Zwiesprache mit ihm. Wer glaubt das im Saal?

Ein deutscher Staatsanwalt oder Richter darf während er arbeitet nicht an Wunder glauben. Was er sonntags von 10 bis 11 Uhr macht, das ist seine persönliche Angelegenheit. Neutralität hat jeder deutsche Richter einzuhalten. Neutral hat er die Dinge zu beurteilen und darf niemals Kirchenschutz vor Kinderschutz stellen. Zudem weiß jeder Richter und jeder Staatsanwalt, dass er in Dingen, die sich mit der christlichen Religion befassen, nur als Ungetaufter urteilen kann und darf. Ein Getaufter gehört lebenslang Gott. Er ist damit lebenslang unfrei und nach dem geltenden Dogma leibeigen. Das wird jeder Geistliche bestätigen. Auch steht ein getaufter Richter/Staatsanwalt in der Regel lebenslang unter kirchlicher Hypnose, wurde ihm doch schon als kritikunfähigem Kind mit jedem "Glaubensbekenntnis" die Auferstehung Jesu in Massenhypnose suggeriert. Es wurde versucht, sie ihm unter Strafandrohung zu einer "Glaubensgewissheit" zu machen, die keinen Widerspruch zulässt.

 

Jesus "musste" natürlich auferstehen, damit der Klerus mit dessen zukünftigen Foltern drohen kann. Tote foltern nicht. Nur ein auferstandener Bibel-Jesus kann die kirchliche Reklametafel Hölle hochhalten. Den frühen Christen fiel außerdem auf, dass ein Monotheismus mit einem gestorbenen Gott an seinem definitiven Ende angekommen ist. Was nutzte ihnen also ein toter Gott? Schon die Ägypter halfen verstorbenen Göttern (Pharaonen) mit Mumifizierungen ab, damit deren Seele später in ihrem alten Körper auferstehen konnte. Auch das Jüngste Gericht und die Jungfrauengeburt sind aus Ägypten ins Juden-Christentum schlicht importiert worden. Der Totengott Osiris sprach dort das Urteil über Himmel oder Hölle. Die Christen halfen ihrer Zwangslage mit der angeblichen Auferstehung Jesu ab. Man hatte keine Wahl und machte so weiter, wie man es von den Vorreligionen kannte (aus "Religion und Tiefenpsychologie", Eckart Wiesenhütter, S. 78). Intrapsychisch zementiert wird der alte Hut, die These göttlicher Auferstehung, durch das mit dem Kind in Hypnose gesprochene christliche Glaubensbekenntnis. Wir glauben an die "...Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Amen". Betoniert wird die Auferstehung folgendermaßen: Wer nicht daran glaubt, ob nun Christ oder nicht, kommt in die Hölle dieses Jesus. Das Wunder erweist sich also bei näherem Hinsehen als klerikale Routine einer Hochintelligenz. Man ist gewohnt, mit Folter zu drohen, um Machtansprüche zu erhalten. Geld soll fließen. Man ist gewohnt, gegen Art. 1 GG (Würde) zu verstoßen.

 

Man erpresst Glaubenszugehörigkeit mit Folterandrohung. Da Erpressung eine Straftat ist, erhielt die EKD eine Anzeige. Die Antwort der Staatsanwaltschaft Lüneburg vom 23.7.2013: Allein der Umstand, dass nicht genehme religiöse Schriften existierten und interessierten Menschen zur Verfügung gestellt würden, tangiere die Religionsfreiheit nicht. Ein wie immer geartetes Verhalten eines Dritten (gemeint ist die Missionstätigkeit der EKD), aufgrund welchen man gezwungen gewesen wäre, die beanstandeten Bibelstellen zur Kenntnis zu nehmen, sei der Anzeige nicht zu entnehmen. Nun, das stellt den Missionsauftrag auf den Kopf. Mission, so Bibel-Jesus, sei zwingend erforderlich, um Ungetauften seine Hölle zu ersparen. Also doch Zwang! Kinder sind, weil sie nicht verbrannt werden wollen,  gezwungen, das zur Kenntnis zu nehmen, was man ihnen in Kirchen und im Religionsunterricht vermittelt. Das gilt besonders für die Androhung von Hölle im Falle eines Nichtglaubens. Das resultierende "Wissen" wird sogar in der Prüfung zur Konfirmation abgefragt. Wo ist hier Religionsfreiheit? Die Staatsanwaltschaft Lüneburg wird Videos mit Kinderpornografie ja auch nicht mit der Begründung erlauben, man sei ja nicht "gezwungen", sie anzusehen. Uns schützende Gesetze müssen nun einmal eingehalten werden. Eugen Drewermann schreibt mir dazu: "Sehr geehrter Herr Sacco, ich denke wie Sie: Der Teufelsglaube der katholischen Kirche ist ein Fall des Gesundheitsministeriums und des Innenministers und der Bildungsministerin."

 

Moderne Geistliche melden sich jedoch in letzter Zeit zu Wort. Die mutige Pfarrerin Ella de Groot, Kanton Bern, leugnet einfach, dass der Gott der Bibel existent ist und an das ewige Leben glaube sie auch nicht. Die meisten "Modernen" outen sich nur nicht. Sie haben Angst. Falls Sie Frau de Groot schreiben wollen, hier ist die Adresse: (ella.degroot@rkmg.ch).

 

Wir fragen uns aber auch: Was ist das für eine Gesellschaft, die irgendjemandem gestattet, ihren Kindern allen Ernstes ewige Folter anzudrohen, die so blauäugig und scheinbar naiv mit diesen bitterernst gemeinten Drohungen umgeht? Denn Schneider treibt mit seinem Buch und seinem Gewaltpredigen weitaus mehr Menschen in den Tod, als Breivic es tat (77 Opfer). Es wird ja flächendeckend mit allen Konsequenzen das Urvertrauen unserer Kindern zerstört, wenn sie glauben gemacht werden, sie hätten einen nach Gewalt und Rache verrückten, völlig unchristlich handelnden Gott, der sich nicht im Entferntesten an seine eigenen Gebote hält. 

Diese unsere Gesellschaft bagatellisiert den hier beschriebenen offenen kirchlichen Terror analytisch gesehen aus tief verdrängter Angst und im Sinne folgender Intellektualisierung: Das würden Kinder doch nicht mehr glauben. das habe man selbst als Kind ja nicht geglaubt. Das sei doch Mittelalter, das könne unseren Kindern nicht schaden.  Kirche tue doch so viel Gutes. Insofern ist die Psychiatrie ein Abbild bzw. ein Produkt ihrer Gesellschaft und umgekehrt. Diese Angst spürt man nicht unbedingt als Angst, sie ist aber der Kern unseres kollektiven Unbewussten. Unsere Gesellschaft setzt unerlaubt und kontraproduktiv, da krank machend, Kirche mit Gott gleich und Geistliche gar mit der rechten Hand dieses erfundenen Gottesbildes. Würde Ihr Nachbar, lieber Leser, Ihrem Kind mehrfach schwere Folter androhen, so würden Sie wahrscheinlich schon auf irgendeine Art aktiv werden und nicht sagen: „Das glaubt mein Kind dem Mann doch nicht.“ Oder: „Das meint der Mann doch gar nicht so.“ Analytisch besteht folgender Sachverhalt: Die unbewusste alte Kinderangst vor Höllenstrafe produziert hier die schweigende deutsche Mehrheit. Die lässt alles zu, was Kirche macht.

 

Die Ausnahme: Sex mit Kindern. Endlich hat man an der Stelle etwas begriffen. Es ist ein erster kleiner Anfang. Erst 2010 erstritten sich die Staatsanwälte (nach massivem Druck der Öffentlichkeit) den Zugang zu den katholischen Gehörlosen-Jungenschlafsälen. Vorher durfte der Leiter der Glaubenskongregation, Kardinal J. Ratzinger, seinen Abhängigen noch den Befehl erteilen, nichts der Polizei zu melden (Quelle: 22.10.2013, Arte, Mea maxima culpa, Akte Lorence Murphy, St. Johns Schule). Auf Arte wurde am 22.10.2013 auch erzählt, wie man es mit Mädchen am geschicktesten macht. Der Priester führte erst eine geweihte Hostie in die zu kleine Vagina ein, und dann sich selbst. So wird der eigene Kleriker-Penis quasi zur geweihten Hostie. Natürlich drohte im ungünstigsten Falle einer Beschwerde die Versetzung in ein anderes Heim. Strafe muss sein.

 

Auch unsere Kinderärzte verharmlosen Gottangst und therapieren sie nicht. Mit Begriffen wie Hölle oder ewiger Verdammnis könne man Kinder, das wisse man, nicht schrecken, so ein hiesiger Pädiater. Angst davor entwickele sich erst  "so mit 15". Aber Kinder, so mein Einwand,  hätten doch Angst vor Feuer. "Ja", Angst vor Feuer und Schlangen sei so etwas wie archaisch angelegte große Kinderangst. Aber stehe überhaupt in der Bibel etwas von höllischem Feuer? Nun, jeder Kinderarzt weiß, dass es sogar in der Bergpredigt steht. Man hat es nur verdrängt. Massivangst induzierende Perversitäten werden leicht verdrängt.

 

Der absolute Großmeister im Kinderquälen ist übrigens der Johannes der Bibel, und er übertrifft damit noch Bischof Schneider: Nicht ewig, wie Schneider droht,  nein, von Ewigkeit zu Ewigkeit werde sein "Jesus" mit Feuer quälen...

Schwerste Krankheiten resultieren, wenn kindliche Verletzbarkeit auf Kirchenmacht trifft, die ihr Dogma Hölle als "Kultur" und Folter als eine völlig gerechte Angelegenheit in finanziellem Eigennutz verkauft. "Nie mehr Folter", hatte doch der jüdische Philosoph Adorno noch verlangt. Und Benedikt XVI.: Christentum sei eine "Instanz für die öffentliche Vernunft" und die christliche Botschaft müsse "immer Ermutigung zur Wahrheit und so eine Kraft gegen den Druck von Macht und Interessen" sein. Die Folgerung: Ein Christ muss auch die Kraft finden, sich gegen die Macht seiner Kirche durchzusetzen, wenn sie in finanziellem Eigeninteresse und unter Missachtung der uns schützenden Gesetze unerträglichen Druck und offenen Terror auf Kinder ausüben. Unerträglich und unbarmherzig finde ich es persönlich als Protestant, dass die Deutsche Bischofskonferenz kürzlich beschloss, weiterhin aus der Kirche ausgetretenen Katholiken die befreiende Beichte zu verweigern. Dabei sei die Beichte nach dem Dogma die einzige Möglichkeit, im Falle von "Todsünden" wie Geiz oder Masturbation einer Hölle zu entkommen. Wo die Kirche nicht vergebe, da vergebe auch Jesus nicht, so der Klerus in Joh. 20. Das ist eine verbotene und sehr üble Kirchenaustrittsfalle. Das Delikt heißt Nötigung. Die Nötigung unter Folterandrohung, eine Gewaltkirche nicht zu verlassen. Zwar zunächst als perfektes Überwachungsinstrument installiert, dann aber in sehr intelligenter Art auch als Vergebungsritual herausgestellt, wird so schlicht durch Beichtenverweigerung Vergebung verweigert und die Trumpfkarte Hölle ausgespielt. 

 

Wir von der Gruppe 49 hoffen, es werden noch mehr Demokraten und wirkliche Christen Bischof Schneider, wenn Sie so wollen, den Papst meiner Kirche wegen Kindesmisshandlung anzeigen und seinen sofortigen Rücktritt von der Bischofswürde fordern. Wir dürfen als Gläubige nicht zulassen, dass ein Bischof Gott so abscheulich vor Kindern entwürdigt. Wir dürfen nicht zulassen, dass die offizielle Kirche aus einem Gott, der die Liebe ist, das gerade Gegenteil von Liebe macht. Schneider verstößt hier gegen das 2. Gebot. Er redet falsch Zeugnis über Gott, indem er ihn in seiner Art als wesentlich brutaler schildert, als es die härtesten Erdendespoten je waren. Das darf nicht weiterhin toleriert werden, denn Kinder glauben alles, was man ihnen in Kirchen und über "Gott" und "Hölle" vorsetzt, so der frühere Pastor unserer Gemeinde, heute Superintendent.

 

Die Kettenkrankheit nennt Nietzsche den in uns allen versteckten Archetyp Höllenglauben in einem Brief an Lou: "Es hat jeder von uns... an der Kettenkrankheit zu laborieren, auch nachdem er die Ketten zerbrochen hat." Bei Durchführung und / oder Androhung schwerer Folter gilt also: Null Toleranz. Das ist, zusammen mit dem Verzicht auf jede Diskriminierung, unsere (allerdings auch einzige) Verantwortung nach bzw. durch Auschwitz, soweit wir Nachgeborene sind. Diese Null-Toleranz ist erst das, was einen wirklich modernen Christen ausmacht. Beim Thema Hölle gilt diese Null-Toleranz auch meiner Kirche gegenüber. Der Gedanke Hölle muss zu den Akten, meinte schon meine Schwester im Theologiestudium.

 

Man kann auf seelischem Gebiet gar nicht fundamentalistischer bzw. terroristischer sein, als Kindern mit einer ewigen Folter zu drohen. Und: Schneider ist damit wissentlich verantwortlich für die Entstehung schwerster Erkrankungen. Wir hatten seinen Rücktritt gefordert, war er doch als Ratsvorsitzender das Aushängeschild bzw. der Papst meiner Amts-Kirche, die in Kirchen und Schulen als Institution eine Erziehungsberechtigte ist. Sie hat die Rechte aber auch die Pflichten einer Körperschaft öffentlichen Rechtes. Den Kirchen gehören auch diverse Schulen und sie haben damit Einfluss auf die Gestaltung und Besetzung des Religionsunterrichtes. Ja schon in der Kita wird indoktriniert. Per Gesetz (Art. 1 GG, §241 StGB) ist Folterandrohung in der BRD selbst für Bischöfe illegal. Die staatsanwaltschaftlich vielzitierte Religionsfreiheit gibt das seit Weimar nicht mehr her. Auch für lebendige Götter wie den "Jesus" der Bibel sieht unser Gesetz keine Ausnahmeregelungen vor. Wir haben offiziell keinen Gottesstaat. Haben wir ihn inoffiziell? Ja. Meine Kirche ist als Körperschaft öffentlichen Rechtes eine staatliche Institution. Sie verübt unter den Augen der offiziellen Staatsmacht  und in einer verdeckter Symbiose mit ihr den Terror, den ein demokratisches Volk  dem Staat selbst nicht mehr gestattet.

 

Bischof Schneider predigt die Hölle auch aus dem Grunde so laut und beharrlich, da er weiß, er muss als Kirchenmann nicht hinein. Er ist gar nicht auf Gottes oder Jesu Vergebung angewiesen! Auch nicht bei den größten Sünden. Er ist die Kirche und die kann sich sozusagen selbst vergeben - oder zur Not vergeben lassen. Das geht nach dem uns nun schon bekannten angeblich heiligen "Jesus"-ausspruch aus Joh.20.: "Wem ihr (ihr = die Kirchenleute) die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr sie nicht vergebt, dem sind sie nicht vergeben" (http://kath-zdw.ch/maria/beichte.html). Selbst beim sexuellen pädophilen Missbrauch des Klerikers gilt diese angebliche Freikarte Jesu für den Himmel. Die pädosexuellen Amtsträger sprechen sich die Gnade in einer Überkreuzbeichte gegenseitig zu. Mit Johannes 20, mit eben dieser Freikarte, geben die Bibelschreiber sich und ihrer Kirche die Macht, selbst zu entscheiden, wer "in den Himmel kommt" - oder wer "in die ewige Feuerhölle" muss. Drückt sich hier die Überheblichkeit aus, die man manchem Kirchenvertreter schon von weitem ansieht? Immerhin: "Jesus" tut, was seine Leute sagen. Er fügt sich dem Urteil der Kirchen. Sie haben den Zweitschlüssel, die Schlüsselgewalt zur Hölle, auch wenn ihnen jegliche Qualifikation zu irgendeinem Richten aufgrund mangelnder ethischer Voraussetzungen fehlen sollte. So konnte auch der Papst der Kreuzzügler, Innozenz III, über Jesu Kopf bestimmen, dass die grausamen Morde an den moslemischen Kindern straflos bleiben, ja sogar den Erlass des Fegefeuers bedeuten würden. Dazu brauchte er gar nicht erst mit Gott Zwiesprache zu halten.

 

Die hielt auch Benedikt XVI. Gott habe ihm gesagt, er solle aufhören (Zeitung "Die Welt, 23.8.13). Wenn ein Gott spricht, ist das immerhin der Beweis, dass es ihn gibt. Es ist ein Gottesbeweis, den der Heilige Vater da antritt. Er beweist unseren Atheisten, dass sie lieber gläubig werden und einzahlen sollten. Sonst geht es  nach der Apostelgeschichte 16,31 ab in die Hölle. "Glaube an den Herrn Jesus, und du wirst gerettet werden", heißt es da. Und: "Niemand kommt zum Vater als nur durch mich" (Joh.14,6). Atheisten "werden hingehen in die ewige Pein" (Matthäus 25,46). "Kein Friede den Gottlosen", weiß Jesaja in 57,2o,21. Waschmittelreklame hat es also schon zeitlich vor der Erfindung der Waschmaschine gegeben. Alle diese  Bibel-Zitate sind entnommen aus "Die gute Saat", 2013, CSV. Im Vorwort heißt es: "Alle fühlen die Sehnsucht nach verlässlichen Stützen... und nach einer Zuversicht, die nicht enttäuscht. Die Mitarbeiter".

 

Doch kurz zurück zu unseren Kindercomics. Hier wird durchaus bibelkonform  Kindern, und das erkennen wir an der Ansprache "Du",  von 

 

"Chick Gospel Literatur" in Burscheid, www.chick-gospel.de

 

zur freien Wahl angeboten: Bibel-Jesus oder nicht Bibel-Jesus, Jesu Himmel oder seine Feuerhölle. Wie würden Sie,lieber Leser,  als Kind nun entscheiden? Wie würden Sie jetzt als Erwachsener frei entscheiden? Sie hätten, so meine Kirche,  in dieser "Gnadenzeit" die "freie" Wahl zum "richtigen" Glauben - oder zum verkehrten. Sie haben die Wahl: Himmel oder Hölle. Man übt mit Hilfe unglaublicher Bibelzitate und unglaublichen Liedern des Gesangbuches  in Kirchen blanken und grausamen Terror aus. Diese Grausamkeit könne jedoch bei Kindern keine Angst hervorrufen oder sie gar krank machen, so die Berliner Psychiater-These. Das klingt bei Vernunftmenschen nach absoluter Hilflosigkeit unserer Psychiatrie. Gerade die grösste denkbare Bedrohung (ewige Feuerfolter) soll nicht krank machen?

 

Unsere Psychiatrie kreiert hier  den ersten völlig harmlosen Terror.

 

Meine Kirche erfülle mit ihren Folterandrohungen  Kindern gegenüber (Beispiel Jesu Apokalypse) alle Kriterien einer terroristischen Vereinigung, so ein Kriminalhauptkommissar im Gespräch  mit mir. Da Jesus mit einer Apokalypse wegen Nichtexistenz (Staatsanwaltschaft Freiburg) nicht drohen kann, geht der Terror tatsächlich von den Kirchen aus. Schon bei ihrer Gründung seien eigentumsrechtliche Interessen zumindest mitbestimmend gewesen, so der Beamte. Nun, er darf das sagen. Er wird ja auch nicht von der Kirche bezahlt. Über die Psychiatrie schüttelt er nur den Kopf.

 

 

In der Militärseelsorge, so der Oberstleutnant,  geht man nicht auf Soldaten mit dem Begriff der ewigen Feuerhölle zu. Weil man fundierte Kritik fürchtet? An wehrlosen  Kindern traut man sich diesen Missbrauch  allerdings unverblümt.


 Christian Wulff sprach sich  als Bundespräsident in seiner Rede in Ankara am 19.Oktober 2010 deutlich gegen jeden religiösen Fundamentalismus aus. Und Androhung von Folter ist Fundamentalismus.  Gleich am darauffolgenden Sonntag, am 24. Okt. 2010, bekam Wulff Kritik von der Kanzel zu hören: Der Hermannsburger Pastor: Der "Satan", der "Teufel" sei es, der das  Festhalten  an Gottes Wort als Fundamentalismus hinstelle. Die wirklich gruselige Predigt stellte die Große Kreuzkirche zu Hermannsburg dazu noch ins Internet. Wer "nicht an die Existenz des Teufels" glaube, befinde sich "in größter Lebensgefahr". Nun, da muss ich wohl schnellstens  das nächste Krankenhaus aufsuchen. Wegen "Verteufelung des Bundespräsidenten" habe ich den Geistlichen angezeigt.

 

Auch Angela Merkel wendet sich ebenso deutlich gegen jeden religiösen "Terrorismus" - und Androhung von ewiger Feuerfolter ist Terror. So  weht Schneider jetzt also politisch ein sehr kalter Wind ins Gesicht. Wer das Mittelalter und die vor 2000 Jahren durchaus üblichen Brutalitäten  hier in unserer Moderne in dieser Radikalität wiederherstellen will, muss sich jetzt der Justiz stellen.

Auch unser heutiger Bundespräsident Joachim Gauck warnt als ehemaliger Pastor: Unsere Religion dürfe nicht "hinter die Europäische Aufklärung zurückfallen". Ein weiser Satz.

Sehr klare und richtige Worte kommen auch aus der Rechtsmedizin. Das Institut für Rechtsmedizin an der Universitätsklinik Hamburg Eppendorf, Leiter Prof. Püschel, schreibt mir, eine Erziehungsberechtigte, die ihren abhängigen Kindern mit Hitzeanwendung drohe, sei "nicht akzeptabel". Das ist zwar, wie kann es aus Hamburg auch anders kommen, hanseatisch unterkühlt ausgedrückt, das Institut nimmt aber mit diesem Satz alle deutschen Juristen in die Pflicht: Unsere beiden Amtskirchen sind nicht akzeptabel.  

 

Auch der als Autor bekannte  Psychiater Dr. D. schreibt mir, er halte Bischof Schneider schlicht für krank. Etwas so "Abwegiges" wie Schneiders Buch solle man Kindern "besser nicht zu lesen geben". Er sei sich gewiss, dass durch das Höllenpredigen, also durch religiösen Fundamentalismus, unter der Oberfläche heutzutage "erhebliche psychologische und soziale Schäden zu finden sind". Überhaupt ist es einer der größten Irrtümer der Psychiatrie  zu behaupten, die Allgemeinheit glaube im 21. Jahrhundert doch  nicht mehr an das, was ihr jahrelang in mühevoller Arbeit indoktriniert wurde, an die Hölle nämlich und einen strafenden Gott. Ich nenne es das "Schwarze Loch", das die Allgemeinheit und die  Psychiatrie aufweisen. Auf welche harte Art und Weise  man aber bereits in der Kita indoktriniert, lesen Sie bitte in den Anfangskapiteln des Buches "Das Sacco-Syndrom". Es ist auf dieser Seite kostenfrei als Download.  

 

Ein Artikel über Höllenangstkranke in der heutigen Zeit steht im Zeitmagazin 27.3.2013 unter „Waren die Heiligen verrückt?“ Deren Angst vor einer ewigen Hölle machte die Heiligen verrückt vor Angst, verrückt danach, masochistisch zu leiden. Hinter jedem religiösen Masochismus, auch wenn er sich in einer „endogenen Depression“ versteckt, steht folgendes Angebot an Gott, folgender Deal: „Siehe Herr, ich leide hier, und zwar schlimmer als Jesus, an dessen Tod ich durch meine Sünden schuld sein soll. Lass mich darum nicht in deiner Hölle ewig leiden.“ Ein heutiger Höllenangstkranker in der Berliner Charité wird zitiert: „Ich erlebte Panik…. ich hatte das Gefühl, mich in meinem Leben schon so sehr versündigt zu haben, dass mir die Hölle gewiss war.“ Er wollte sich umbringen. Er betete schließlich „nur noch“: Um Vergebung der Sünden. Kein Einzelfall. Die Ärzte diagnostizieren bei ihm 2013 eine Schizophrenie und sie seien sicher, dass in einem solchen Fall, diesem psychiatrischen Supergau einer ekklesiogenen Depression vom Prometheustyp, „Tabletten“ helfen. Plötzlich heißt die Tripel-Diagnose: manisch-depressive Schizophrenie. Es liegt aber ein schlichtes Sacco-Syndrom vor, eine ekklesiogene, und damit neurotische Angsterkrankung.  Hier ist also die Expertendiagnose falsch (es handelt sich um eine Aufzählung von 3 Symptomen) und die Therapie ist es ebenfalls. Eine EAT, eine Gesprächstherapie ist hier indiziert. Eine babylonische Verwirrung bezüglich der Nomenklatur ist schon lange in der Psychiatrie auffällig. Die Ursache: Unsere Psychiatrie kann nicht mehr zwischen Diagnose und Symptom unterscheiden. Und außer „Tabletten“ fällt ihr nicht mehr sehr viel ein. Die Gruppe 49 sah sich veranlasst, in obigem Fall eine Strafanzeige gegen Unbekannt zu stellen. Wer hat diesen Patienten mit dem Glauben an die Hölle indoktriniert und damit krank gemacht? Der heutige korangesteuerte  Islam ist fremdaggressiv. Das sahen wir an den Anschlägen, an den 17 Toten  in Paris im Januar 2015. Das Christentum ist autoaggreessiv. Der Gläubige sprengt sich nicht in die Luft, um die Hölle zu vermeiden, er geht, als ein beschwichtigendes Opfer an Gott, in die masochistische Depression und in den masochistischen Suizid. Das Massaker verübt er an sich selbst. Er  handelt wie Ödipus: Masochistisch. 

 

Gespräche mit Patienten über Religion sind in der Psychiatrie, wie man selber sagt, "verpönt". Man überweist die schwer Erkrankten zu solchen Gesprächen zu den Verursachern, den Geistlichen,  und schleust  sie damit aus dem qualitätsgesicherten Gesundheitssystem aus. "Ja", das weiß er, so Prof. H. Scholz, Villach, als Vortragender auf den Internatioinalen Internistenkongress auf Mallorca 2013. Er wisse, dass die "guten Theologen", zu denen er schicke, das Dogma Hölle im Programm hätten und vertreten würden. Er würde, und da geht er konform mit seien Kollegen, aus Prinzip nicht  mit Patienten  über Religion und damit  über das Thema Religion reden. Die Diagnose der Geistlichkeit zu den solcherart Überwiesenen lautet wie gesagt: "Vom Teufel besessen" (Diktion Pfarrer zu Eltz). Besessene  seien die von der Psychiatrie überwiesenen Schwerstkranken. Und der Skandal: Unsere Psychiatrie kennt diese Fehldiagnose ihres größten Arbeitgebers. So treibt man kassenversicherte Patienten, denen optimale (!) ärztliche (!) Hilfe zusteht, in Richtung Suizid, denn religiös Schuldkranken bekommt diese "Diagnose" überhaupt nicht. Diverse Krankenkassen wurden über diesen ausgewachsenen Skandal informiert. Dabei ist die "Schuld" des religiös Schuldkranken ist oft gar keine. Sie ist ihm nur klerikal eingeredet. 

 

Ein Beispiel: Die Schuld am Tod Jesu wird mit jedem Abendmahl indoktriniert:  "...für dich am Kreuz vergossen, zur Vergebung der Sünden..." Die Kirchen sprechen von der "Mittäterschaft" auch unserer Kinder an diesem Foltertod. Unsere Kinder macht unsere Kirche unerlaubt zu Mördern. Sie sollen sich als Mörder fühlen. Dabei sprach sich Benedikt XVI. schon vor Jahrzehnten strikt gegen diesen unbekömmlichen Sühnegedanken aus, weil er ein grausames Gottesbild zeichne (in Josef Ratzinger, "Einführung in das Christentum", Kösel, S. 231). Der wirkliche Gott ist also nicht grausam.

 

Kirchenreform müsse von unten, von der Basis kommen, ermahnt uns Altbischöfin Käßmann.  Das ist richtig. Margot Käßmann ist  hier umsichtig. Kritisiert nämlich ein Kirchenmann seine Kirche oder weicht vom Dogma ab, wird er entlassen und verliert seine Pension, so ein Hamburger Beispiel - eines von vielen.  Mich (und viele "von der Basis")  kann dagegen niemand entlassen. Diese breite Basis muss sich aber endlich auch einmal rühren. Nur über einen drohenden Reputationsverlust durch Druck der Öffentlichkeit kann man Kirche,  die staatlichen Organe und die verantwortliche Psychiatrie in die richtige Richtung bewegen. Das hat die starke Öffentlichkeitsarbeit bei der Diskussion um den sexuellen Missbrauch gezeigt und bewiesen.

 

Leider sind Geistliche wie Schneider eher die Regel und nicht  etwa die Ausnahme, legen doch die meisten ein Gesangbuch in ihrer Kirche aus mit dem Lied:  "So wahr ich lebe spricht dein Gott...". Der Inhalt: Bei Nichterfüllung bestimmter Voraussetzungen werde "Seel und Leib" unserer Kinder in einer ewigen  Hölle verbrannt. Unsere Kleinen lesen das, was Gott da  angeblich so höchstpersönlich "spricht", in unseren Kirchen. Kinder können lesen. Sie können sogar begreifen, was sie lesen. Der absolute Weltmeister in Bezug auf Liebesentzug ist der Gott unseres Klerus und ihrer so unheiligen Bibel. Die Folgen: Psychosen, Borderline-Erkrankungen etc. Ein Kriminalkommissar zu den Gesangbüchern: Wenn er sie nicht beschlagnahme, mache er sich strafbar. Psychologen wissen: Dieses Begreifen was man liest, geht im Erwachsenenalter oft verloren. Und: Kinder  müssen leider völlig kritiklos glauben. Denn das Dogma verbietet ihnen jegliche Gottkritik. Wegen des Liedes haben wir die EKD nach Abmahnung wegen Kindesmisshandlung angezeigt. Kinder glauben den Inhalt dieser  Lieder.  Sie glauben in Kirchen   die verrücktesten Sachen und diese werden bei ihnen zu einer Gewissheit: zur "Glaubensgewissheit" . Das ist eigentlich und natürlich ein Unwort, denn wer glaubt, der weiß nicht.  Diese Glaubensgewissheit soll und gelangt dann tatsächlich für ein ganzes Leben ins Unbewusste. So ist es bezweckt. Das ist der Zweck dieses und vieler anderer Lieder ähnlichen Inhaltes. Im Bewusstsein können Kinder die Feuerhölle, da sie zu erschreckend  ist, nur ganz wenige Sekunden halten. Nach dieser "Impfung" mit einem tatsächlichen Gift gehen sie "unbekümmert" spielen. Sie sprechen Hölle als Problem  auch zuhause nicht an. Da müssen schon die Eltern in aller Gründlichkeit nachfragen und sofort korrigierend einwirken.  Das müssen sie lernen. "Geborgenheit" werde in Kirchen vermittelt, so Weihbischof Jaschke in "Hart aber fair" am 11.März 2013. Das gerade Gegenteil ist aber der Fall. Geborgenheit wird nur vordergründig empfunden -  besonders nach der abschließenden suggestiv wirkenden  Segnung. Und das nicht einmal von allen Kirchgängern. "Unser ganzes Denken muss von seinem Grund her anders werden", sagt Papst Benedikt am 28.6.2009. So ist es.

 

Die "Glaubensfrohen Christen" habe ich nicht angezeigt. Etwas Arbeit lasse ich noch für meine Leser über.  Unsere Gewaltkirchen kriminalisieren letztlich auch unsere Polizisten und Staatsanwälte. Wir sollten aufhören, schwere Delikte unserer Kirchen zu bagatellisieren oder gar über sie zu lächeln. Warum geht unsere Gesellschaft so milde mit offenem Terror um? Hat sie Angst vor der Kirche? Hat sie gar Angst vor Gott? Verwechselt sie gar Kirche mit Gott, obgleich beides nichts  gemeinsam hat? Haben es unsere Kirchen tatsächlich geschafft, uns Angst vor unserem Vater im Himmel zu machen? Haben sie uns auf voller Breite besiegt?

 

Auf der Klaviatur der Schuld und der Angst müsse ein Papst spielen können, so der Theologe David Berger. Papst Benedikt konnte das. Afrika verzichtet nicht auf Kondome, um einem Greis einen Gefallen zu tun. Afrika will sich nicht versündigen. Warum scheut es aber die "Sünde"?  Es will nicht in die Hölle. Es nimmt lieber einige Jahre Aids inkauf als eine ewige Hölle. Der Boom des Christentums in Afrika basiert nicht auf Liebe zu einem Gott. Tiefenpsychologisch ist diese "Liebe" nackte Angst. Diese Liebe wird nur von einem "Gott", in diesem Fall dem Gott der Bibel,  als dessen höchstes Gebot in der Bibel eingefordert. Es ist ein Gottesbefehl zur Liebe. Wer diesen Gott, immerhin den Täter der Sintflut und den Verursacher der Feuerwalzen in Sodom und Gomorrha,  nicht liebe, dem werde er die Hölle heiß machen.  Kennen Sie, lieber Leser, eine Religion, die brutaler ist als das jetzige Christentum mit seiner Option "ewige Folterhölle"? Kennen Sie eine Religion, die Gott die Liebe mehr entwürdigt? In Kirchen wird Suggestion als Hypnose angewendet. "Alle Gerichte Gottes sind gerecht", so hieß es 2010 während der selbst mich und meine Frau erschreckenden 

 

Ausstellungen über die Apokalypse in jeder Kirche Würzburgs.

 

In der St. Stephan Kirche fand ich im Frühjahr 2010 in Reihe drei ein weinendes Kind vor, das auf meine Nachfrage die Angst äußerte, es fürchte sich vor Jesus, vor seinem Tun bei der Apokalypse. Ich klärte das Kind auf, das Apokalypse und Hölle und Ausstellungen darüber Reklame der Kirchen sind, und Jesus nie ein Kind lebendig verbrennen würde. Das werde Jesus, der doch die Liebe sei, nie tun. Das verstand das Mädchen und lächelte wieder. Dieser Flash, diese Kurztherapie, hatte gewirkt. 

 

Da innerhalb unserer "Gottes"-häuser Hypnose stattfindet, glauben wir den Satz, alle Gerichte Bibel-Gottes seinen gerecht, leider bis ins Erwachsenenalter. Diese unsere Gesellschaft glaubt leider selbst nach Auschwitz recht allgemein, dass der nach dem Dogma stattgefundene Holocaust Sintflut ausgesprochen gerecht war und der nach dem Dogma geplante Holocaust Apokalpse ebenfalls gerecht sein wird. Auf diese Verrücktheiten angesprochen, reagieren Gläubige in der Regel verwirrt (sie erwachen aus einer ekklesiogenen Hypnose) und Geistliche meist erbost: Ein angstmachendes Machtmittel ist ihnen augenblicklich entzogen. Die Kinder Würzburgs, im gesamten Jahr 2010 in Kirchen-Ausstellungen mit der Apokalypse gequält,  sind heute seelisch krank an ADS wie nirgendwo in der Welt. Die Stadt hält den traurigen Weltrekord bei ADS. Kinderpsychiater! Lasst Euch in Würzburg nieder, in der Welthauptstadt der  Angsterkrankung ADS. Dass ADS keine Krankheit ist, sondern lediglich ein Symptom (wie Husten oder Schmerzen am Bein), und dass erst ein Internist unseren Psychiatern beibringen muss, was der Unterschied zwischen Diagnose und Symptom ist, das habe ich bereits im Vorwort. erwähnt. Alleine  jedes 5. Würzburger Kind hat bereits diese Angsterkrankung, die eine Flucht vor nicht Auszuhaltendem in die Hyperaktivität darstellt und zum Entsetzen der meisten Hausärzte mit Betäubungsmitteln statt mit Gesprächen behandelt wird. Wie sich in Würzburg andere Angsterkrankungen (Psychosen, Süchte, Depressionen mit Suiziden, Essstörungen) ausbreiten werden, bleibt abzuwarten.

 

Dabei hatte ich mit großer Intensität schon gleich im Frühjahr 2010 versucht, mit Hilfe meiner Ärztekammer die Ausstellungen zu unterbinden. Die Würzburger Kirchen schalteten aber auf stur, ebenso die Deutsche Bischofskonferenz: Es sei ja nirgends valide belegt, dass die "Perception" einer Bedrohung von Kindern mit dem sie persönlich bedrohenden Holocaust Apokalypse oder einer auf sie wartenden Hölle krank machen könne!! Das spricht nicht gerade für die Qualität unserer Psychiater, die ihrem grössten Arbeitgeber den Zusammenhang bisher noch nicht valide darlegen konnten (oder wollten). Man mache, so die Konferenz im Schicksalsjahr 2010, Würzburg daher nicht zur Chefsache. Die eingeschaltete Niedersächsische Ärztekammer schrieb nach Monaten (!) lapidar, man sei nicht "zuständig" gewesen. Auf eine Strafanzeige hin mit der Forderung, geschädigte Kinder zu ermitteln und zu therapieren, tat sich nichts. 

 

Die gesundheitliche Katastrophe für die Kinder Würzburgs hatte ich vorausgesehen.

 

Das einzig Gute am Drama Würzburg: Was für alle Kinder selbstverständlich ist, wissen jetzt selbst erwachsene Priester in der Deutschen Bischofskonferenz und erwachsene Psychiater: Sie wissen nun um die krankmachende Wirkung einer Angst vor Folter, speziell auch einer fundamentalistischen kirchlichen Ausrichtung mit einem Kindern (!) Predigen göttlich strafender, persönlich drohender Folter. Psychiater wissen nun auch, was hinter ihrem SYMPTOM ADS als DIAGNOSE steckt: Gewalterfahrung oder die Erfahrung einer Androhung von Gewalt - also Kindesmissbrauch. Und sie wissen nun, dass dieser Kindesmissbrauch in Würzburg von ihrem Arbeitgeber Kirche ausgeht. Natürlich hatte auch das Kind Anne Frank Angst vor der Folter in einem KZ, auch wenn es nicht darüber sprach. In der Kirche mit Angst missbrauchte Kinder haben die Stummheit von Opfern. 

 

Für die verursachten Würzburger Schäden müssen nach dem Verursacherprinzip nicht etwa die Krankenkassen, sondern die verantwortlichen Kirchen aufkommen. Geld für therapeutische Zwecke bzw. Schmerzensgeld ist genug vorhanden. Das Beispiel Limburg zeigt es uns. 

 

       http://www.welt.de/gesundheit/article113348472/Warum-so-viele-Kinder-i... 

 

Aber: Wir haben einen neuen Papst! Habemus Papam. Lass ihn, mein Gott, barmherziger sein als seine beiden Vorgänger. Vor ihm liegt viel Arbeit, die getan werden muss. Gott sei Dank ist er Jesuit. Hoffentlich ist er genug Mönch. Dr. Thomas Busch, persönlich verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit der Jesuiten, tröstet mich mit der Civilta Cattolicá, dem Sprachrohr für jeden Jesuiten.  Busch meint, "eine Drohbotschaft mit Höllenstrafen, Feuer und Verdammnis" hätten in einer christlich fundierten Erziehung "nichts verloren".  Er meldet in seinem Schreiben an mich Zweifel an, ob Bischof Schneider ein verantwortungsvoller Theologe ist. Diese Zweifel habe ich nicht. Was Busch nicht weiß: Meiner Bitte, sein Buch aus dem Handel zu nehmen, kam Schneider nicht nach. Er antwortete nicht einmal. Wir forderten von der EKD seinen Rücktritt. Nicht nur Psychiater wundern sich oft über die Tatsache, dass mehr Protestanten ekklesiogen erkranken als Katholiken. Nun, sie haben, was alle verkennen,  die grausamere Religion. Doch dazu später. Ökumene will meine Kirche nur aus einem einfachen Grund so vehement: Sie will ihre Macht weiter stärken. Das Abendmahl kann  doch jede Konfession nun wirklich alleine vollziehen.

 

Überhaupt das Abendmahl: Jesus hatte es ursprünglich als Abschieds- und Erinnerungsessen gemeint. An ihn  erinnern solle man sich "sooft man könne". Später besannen Geistliche sich auf eine altägyptische Tradition, die "hervorragend" funktioniert hatte.  Priester hatten dort ihre Erfindung, die Göttin Isis, in Oblaten "verwandelt" und den Ägyptern so Aber-Glauben inokuliert. Wenn man glaubt, man ißt seinen Gott, glaubt man fester. Wer eine Praline ißt, glaubt wirklich an deren Existenz. Nie hätte der beschnittene gläubige Jude Jesus seine Zustimmung gegeben, irgendwelches Blut zu trinken. Das ist nicht koscher. Um den Glauben an die Verwandlung von Wein in Blut durchzusetzen, beschloss man auf dem Konzil  zu Trient 1543-63, alle zu verdammen und gleich oder in der Hölle verbrennen zu lassen, die die wundersame ägyptoide Verwandlung anzuzweifeln wagten. Auch bzw. nur große Angst prägt wackeligen amoralischen  Glauben fester ein. Aber ist es Ihnen nicht auch schon aufgefallen: auch der in Blut verwandelte Wein schmeckt weiterhin nach Wein.

 

Vor alles sehr Wackelige setzen Kirchen immer ein "Heilig". Die Absicht: Man will damit Stabilität in eigentlicher Haltlosigkeit erzielen. Das klappt auch. Auch der Heilige Stuhl ist im Grunde ebenso wackelig (siehe Inquisition, Kondomverbot statt Aidsprophylaxe), wie die "Heilige" Schrift völlig unheilig ist, wenn sie Kindern Folter androht (Johannes-Offenbarung, Apokalypse). Immerhin haben Psychiater jetzt eine Langzeit-Studie gemacht! Das Forscherteam um Ming-Te Wang an der Uni Pittsburgh wollte herausfinden, ob sich verbale Gewalt wie "Verfluchungen" und auf die kindliche Entwicklung auswirken. Wir, liebe Leser, hätten die Antwort auch ohne Studie gewusst und das schöne Geld sinnvoller angelegt. Muss man in einer Studie zusammengeschobene Autos, die  in eine tiefe Schlucht stürzten, wirklich auf ihre Fahrfähigkeit untersuchen?  "Depressive Störungen und kriminelles Verhalten" waren gemäß der Studie  die Folge  derartiger Kindesmisshandlung (Quelle "Child Development", Studiendauer 2 Jahre, 1000 untersuchte Familien). Wer hätte das gedacht! Doch auch diese Studie wird unsere Psychiatrie in Hinblick auf ihren Arbeitgeber nicht zur Vernunft bringen. Da helfen nur Strafanzeigen Betroffener und Verwandter. Jeder Kassenpatient hat im Krankheitsfall Anspruch auf optimale ärztliche Hilfe. Eine Abschiebung zu einer "Behandlung", speziell zu einer Teufelsaustreibung durch die Verursacher einer ekklesiogenen Erkrankung, ist ein eindeutiger  und oft zum Suizid führender schwerster Kunstfehler. Musteranzeigen gib es im Buch "Das Sacco-Syndrom" (Anzeige Nr. 5).

 

Nach außen erscheint meine Kirche geschlossen. Es finden aber durchaus Kämpfe statt. Soll man weiter in unseren Kirchen „Grausamkeiten“ (Diktion Vizepräsidentin der BÄK, Goesmann, 2009 in einer Sitzung über Glaubensgrundsatzfragen) und somit eindeutige Kindesmisshandlungen begehen, soll man weiter unchristliche Folter (Hölle) und die unchristliche Massenfolter Holocaust (Sintflut, Apokalypse) als christliche Werte Kindern vermitteln? Kann irgendjemand uns Deutschen nach 1945 noch einen Holocaust als gerechte Angelegenheit verkaufen? Unsere verehrte Altbischöfin Margot Käßmann, die entschiedene Kritikerin ihres Nachfolgers Schneider, musste nicht wegen eines Glases Prosecco zuviel gehen. Oder glauben Sie, dass die Polizei rein zufällig nachts um 3 genau an der richtigen Stelle gewesen ist?

Frau Käßmann hat ihren persönlichen Kampf gegen ihre Kirche verloren. Sie wollte Frieden statt Krieg im Wirtschaftsinteresse. Wir verteidigen Deutschland nicht am Hindukusch, wir holen uns den Krieg damit ins Land. Der bekannteste Dichter Afghanistans, Matiulla Turab: „Oh Fahnenträger dieser Welt. Ihr habt uns viel Schmerz gebracht im Namen der Sicherheit. Ihr schreit von Frieden und Sicherheit und schickt Gewehre und Munition.“ Die Bischöfin beherrschte nicht das Spiel mit der Angst, wo Angst nicht nötig ist  und  einer Schuldimplantation dort, wo keine Schuld ist. Sie wollte die Lehre von der Hölle und damit den Glauben an sie abschaffen. Ihr Ziel: Eine gewaltfreie Kirche mit einem gewaltlosen Gott. Sie sagt uns: Die Liebe Gottes ist zuallererst entscheidend. Eine Liebe, auf die man sich verlassen könne und eine Lebenshaltung, die auf Folgendes vertraue: „Ich kann nicht tiefer fallen als in Gottes Hand.“ Und:  „Strafe, Sünde, Zorn“ – das sei nicht ihr Evangelium. Käßmann war zu "weich", zu ehrlich und zu milde für die EKD. In ihrem  Buch "Gewalt überwinden" schreibt sie über interne Versuche der Kirche unter Präses Manfred Koch (aus der Dekade 2000 bis 2010), gewaltfrei zu werden. Käßmann fragt noch zuletzt, ob es naiv sei, sich für eine gewaltlose Kirche einzusetzen (S. 159). Es ist das Gegenteil von naiv, aber es ist bisher völlig  gescheitert. Hier (in dieser Seite, in meinen Büchern)  aber nun der 2. Versuch. 

Frau Käßmann  hat das wahre Evangelium, die frohe Botschaft unserer beiden Götter,  sehr zum Unwillen ihrer hartherzigen EKD-Kollegen, aber richtig und im ursprünglichen Jesussinn gepredigt.

Der wirklich reformfreudige  Bischof Zollitsch wird zitiert: Er wolle eine "neue Religion" und eine "neue Moral", die den Menschen in den Mittelpunkt stelle und "nicht mehr die Hölle thematisiere". Das Gewissen sei die "höchste Norm". Leider trifft er auf ebenso heftigen Widerstand wie ich.

 

Meine Bücher sind  von einem Gottgläubigen geschrieben, der allerdings aufgeklärt glaubt und als Arzt das erklärte Ziel hat, den meine Patienten und meinen Gott krank machenden Glauben an die ewige Hölle abzuschaffen. Statt wirklicher Religiosität, dem Streben nämlich nach einem Einssein und einer, nach dem ehemaligen Priester und Analytiker N. J. Frenkle Wesensgleichheit mit unserem inneren Gott, der Liebe, findet in unseren Kirchen in der Regel nur Konfessionalität in zu oft brutaler Art statt. Deren trauriger Inhalt besteht in der Vermittlung eines Pseudogottes, der sich Gewalt (Sintflut, Gomorra) und Rache (Apokalypse, Hölle) zum obersten, und damit zum  christlichen Prinzip gemacht hat, und oft genug Vorbild für Politik und Wirtschaft geworden zu sein scheint.  Dieser Pseudogott ist analytisch gesehen aber  eine Projektion gerade des Gegenteils von Liebe. Es ist die neben der Liebe ja auch vorhandene Schlechtigkeit in unseren Herzen, die  für den Moment ins Außerseelische verlagert  wird, das der Klerus dann als Gott betitelt. Wo Gott aber draufsteht ist selten Gott drin. Aus vielen Gründen ist es Zeit, sich von dieser Erfindung Geistlicher zu verabschieden, eine Erfindung, die ihnen die Macht gab, uns über vermeintliche Höllenstrafen zu manipulieren. Das geht nur, wenn man früh mit dem Quälen mit Angst anfängt, wie es Erzbischof Bischof Becker mit in Paderborn Zweijährigen gelingt. "Organisierte Religionen haben eigentlich seit Beginn der Welt nur für Unglück gesorgt", weiß der Medizinjournalist und Autor des Buches "Medikus", Noah Gordon. Er ist 87. 

 

Eine Neue Religion, die "Religion nach Auschwitz" (siehe auch bei google.de), die ich in  meinen Büchern vorstelle,  ist nichts anderes als die Etablierung eines Neuen Menschen, der sich von Gewalt  und Ichbezogenheit  abzuwenden versucht, der sich in einem konstanten inneren Dialog mit seinem inneren, gewaltfreien Gott befindet, und anstatt einem Ansinnen auf  Rache die Deeskalation und damit den Frieden wählt. Der in diesem Sinn überkonfessionelle, tief "religiös" gebundene Mensch kann durchaus Agnostiker (Bindung an die Vorstellung eines  höheren Wesens) oder humanistischer Atheist sein (Bindung an den Wert Humanismus).  Religio heißt ja lediglich Bindung an einen Wert. Der so Gebundene  befindet sich  in einem kontinuierlichen Gebet,  oder, wenn Sie so  wollen: Er betet nicht  mehr. Er sieht darin keinen Sinn. Er ist bei sich selbst und bei seinem guten Selbst in ihm.  Der östliche Weise durchschaut die illusionären Bilder seines Unbewussten und dockt die freiwerdenen Seelenkräfte "illusionslos" dem Bewusstsein an. Er lüftet den Schleier der Maja. Der Inder nennt es "nirdvandva", das von giftigen Archetypen freie, befreite Selbst, das wir in der Therapie mit der EAT bei Psychotikern anstreben.  Buddhisten sagen dann: Er ist achtsam. Der EA-Therapeut sagt, sein Klient sei von der Umklammerung des Unbewussten, aus seinem Kerker befreit.  Manche sagen: Er ist dann bei Gott. Josef Goldbrunner sagt, Gott sei ein Symbol für die Regung der Seele nach Gutem und Freude. N.J. Frenkle sagt mir nach einem langen erfüllten Leben: Er ist  im Himmel.

 

Gibt es so etwas wie Leitlinien, die sich aus den Erkenntnissen um das Sacco-Syndrom für Eltern ergeben? Nun, um die Gefahr, Kinder in konventionelle Kirchen, deren Kitas oder Religionsunterrichte zu schicken, wissen Sie schon jetzt - nach dieser kleinen Einleitung. Große Wichtigkeit hat der Umgang mit frühkindlicher Sexualität. "Entdeckt" man sie beim Kind, sollte man gelassen und mit Heiterkeit reagieren, damit Sex nicht als Sünde, sondern als eine angenehme Angelegenheit verstanden wird (siehe im Buch Homosexualität). Keinen Zweifel sollte man hinsichtlich der bedingungslosen Güte des vermittelten Gottes(bildes) aufkommen lassen und Inhalte des kollektiven Unbewussten wie Sintflut, Sodom und Hölle ungefragt ansprechen und ad absurdum führen.

Die Neue Religion geht auch mit der Mission konfessionsungebunden um. Jeder Mensch, der Humanität in seiner angestammten Religion oder als Atheist als ethischen Wert lebt, braucht keinerlei  "ethische" oder religiöse Mission. 

 

"Kein Weg geht zum Vater, denn durch mich", lassen die Bibelschreiber ihr Konstrukt Bibel-Jesus sagen. Das ist eine unglaubliche  Intoleranz gegenüber Andersgläubigen. Schreckliche Gräuel und unzählige Missionsmorde waren die Folge. Personen, die das Konstrukt nicht als Gott anerkennen würden, kämen in seinen ewiges Feuer.  Da der Jesus der Bibel aber auch die Liebe sein soll, fiel dem Klerus der Missionsauftrag als letzte Rettung der Ungläubigen ein. Missionieren, also vor dem Feuer "Jesu" retten,  könne „JEDER“, so in einem  Comic, auch der irrtümlich meine, er könne das „ganz bestimmt nicht“. Kinder könnten die Comics beispielsweise „auf Schulhöfen“ und „ in öffentlichen WCs“ verteilen, so im Text. „Mehr als 1000 Leute“ könnten so „Das Wort Gottes erfahren“ und gerettet werden, so im Comic. 

 

Irgendwie müssen unsere Psychiatrien ja voll zu kriegen sein.

 

 

Die Folgeseiten dieser Homepage  gehen auf die Problematik des Sacco-Syndroms ein und möchten Betroffenen, deren Angehörigen, Interessierten,  Gleichgesinnten und Gegnern meiner Auffassung Informationen und Hintergründe an die Hand geben. Wer sich ausführlicher mit dem Thema beschäftigen möchte, ist eingeladen, in Download oder gleich  bequem online meine Schriften

 

"Das Sacco Syndrom"  (Die Krankheiten durch unseren Glauben) und

 

 "Die Neurose Sigmund Freuds als Kollektivneurose"  hier der Link

 

zu lesen, die wir hier erstmals und in Form von E-Books veröffentlichen, letzteres

 

auch in einer

 

Englischen Version, hier der Link,

 

falls Sie Freunde im Ausland haben.   

Alle Bücher sind  jetzt kostenfrei: "Die Neurose der Psychiatrie" ist eine Kurzform des   Buches "Das Sacco-Syndrom"  -  also für den eiligen Leser. 

 

 

Neu ist das Kapitel

 

Psychische Ursachen von Homosexualität

in einer Kurz- und Langversion

 

Wo liegen die Ursachen dieser Form der Sexualität?

Stefan Lochner, Weltgericht, um 1435


Stefan Lochner, Weltgericht, um 1435, Ausschnitt

Derartige unchristlichen  Bilder prägen sich in ein kindliches Unbewusstes ein wie Brandmale. Sie füllen den

Archetyp Höllenangst

mit dauerhaften Engrammen auf.

Sie produzieren massive Erkrankungen.  

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   Erschienen bei BoD,

   ca. 404 Seiten   €12.99

     Erschienen bei BoD

      € 7.99

Im Buchhandel und als

E-Book erschienen

Ladenpreis 10,99€

 

 

 

   Erschienen im Buchhandel (bei BoD) und als E-Book

Ladenpreis 8,99 €

Erschienen in englischer Sprache bei BoD, 5,99 €

 

 

Die "Straßenmission glaubensfroher Christen" macht unsere Kinder unfroh und krank: 

„Der Sünder, der nach seinem Tod im unauslöschlichen Flammenmeer der Hölle ewige Pein leidet, erntet genau das, was er gesät hat.“

Ein Sacco-Suizid. Häufig, aber unnötig wie ein Kropf.

 

In der Vorhölle, Akryl, 2002
In der Vorhölle, Akryl, 2002
Kirchliche Lieblingsbeschäftigung
Kirchliche Lieblingsbeschäftigung
Akryl auf Papier, 2003
Akryl auf Papier, 2003

F. Sacco: "Kreuzesfolter muss nicht sein", Street Art  Bremen / Ein Gott kann auch ohne Kreuz vergeben. 

F. Sacco  Street Art, Bremen

"Kirche und Kind"

Ungleiche Machtverhältnisse

F. Sacco  Installation

F. Sacco "Junge Autistin"

Street art, Bremen

"Therapie" bei der Angsterkrankung Autismus

F. Sacco: Fegefeuer

Doch was sagte er wirklich?

"Jesus" bei der Arbeit am Kochtopf (oben rechts),

im Paderborner Dom

Frank Sacco, "Hell", Akryl 2014

 

 

 

 

 

 

 

 Kinder-Albtraum Hölle

Frank Sacco, "Schuld", Akryl 2015

Kindergottesdienst (vorher- nachher)

"Mittäterin an Jesu Kreuzigung." Afrikanerin, 

         durch Mission                         missbraucht.

         Missionsversuch

sosorryrexarcfull

    Massenmord Sintflut

    Der Täter tröstet Rex

 

 

  Lieblingsbeschäftigung

 

übermüdeter Internist?

"Therapie", Sacco 2013

gewaltsame  Rache "Gottes" in Sodom

Ostseestrand, Sacco 2015